Gilles de Kerchove

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Gilles de Kerchove

Gilles de Kerchove d'Ousselghem [1] (* 3. Oktober 1956 in Uccle/Ukkel) ist ein leitender Beamter der Europäischen Union.[2] Von 1995 bis 2007 war er Direktor in der Generaldirektion Justiz und Inneres des Generalsekretariats des Rats der Europäischen Union. Am 19. September 2007 wurde er als Nachfolger von Gijs de Vries zum Anti-Terror-Koordinator der Europäischen Union ernannt.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

De Kerchove studierte Rechtswissenschaften an der Université catholique de Louvain in Louvain-la-Neuve und schloss sein Studium 1979 mit der Licence ab. Anschließend arbeitete bis 1983 er als Assistent für Verfassungs- und Verwaltungsrecht an der rechtswissenschaftlichen Fakultät seiner Alma Mater, bevor er an die Yale Law School ging und dort 1984 einen Master of Laws (LL.M.) erwarb.

Im Jahr 1985 trat de Kerchove der Europäischen Kommission als Verwaltungsrat in der Generaldirektion IV „Wettbewerb“ bei. Von 1986 bis 1995 arbeitete er für die belgische Regierung als Stabschef des Vize-Premierministers und verschiedener Ministerien.

In seiner Rolle als Direktor in der Generaldirektion Justiz und Inneres war er maßgeblich an den Verhandlungen zu Eurojust und zum Europäischen Haftbefehl beteiligt. Seit 2007 ist er Anti-Terror-Koordinator der Europäischen Union. Von 1999 bis 2000 war er außerdem Vize-Sekretär der Konvention, welche die Charta der Grundrechte der Europäischen Union ausarbeitete (unter der Leitung des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog).

Neben seinen administrativen Aufgaben ist de Kerchove auch Dozent für Rechtswissenschaften an der Université catholique de Louvain, der Université Libre de Bruxelles und den Facultés Universitaires Saint-Louis.

Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VorgängerAmtNachfolger
Gijs de VriesAnti-Terror-Koordinator der EU[3]
seit 2007

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Who is Who Website des Rats der Europäischen Union, abgerufen am 25-05-2016
  2. a b Webseite des Rats der Europäischen Union, abgerufen am 6. Juli 2013
  3. Gisela Müller-Brandeck-Bocquet, Carolin Rüger (2015) Die Aussenpolitik der EU; Walter de Gruyter GmbH & Co KG; Seite 320.