GiroLive-Ballers Osnabrück

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Die GiroLive-Ballers Osnabrück sind ein ehemaliges deutsches Basketballteam aus Osnabrück, welches bis zum Entzug der Spielgenehmigung 2011 in der ProA spielte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die GiroLive-Ballers waren ein eigenständiger Verein mit einer zuletzt in der 2. Bundesliga ProA spielenden Herrenmannschaft. Zuständig für die Durchführung des Spielbetriebs und die Vermarktung war die Ballers Sportmarketing GmbH. Hauptsponsor und Namensgeber war die Sparkasse Osnabrück mit ihrer Eigenmarke GiroLive. Die Ballers waren aus der Herrenmannschaft des Osnabrücker SC hervorgegangen, die in der Saison 2007/08 unter dem Namen P4two Ballers Osnabrücker SC Meister der 1. Regionalliga Nord wurde und damit in die 2. Bundesliga ProB aufstiegen. Meistertrainer war der Grieche Dimitris Polychroniadis, der nach dem Triumph von Michael Bühren als Cheftrainer abgelöst wurde. Bühren übernahm das Traineramt im April 2008.[1] Nachdem die Saison 2008/09 in der ProB auf dem fünften Tabellenplatz beendet wurde, spielten sie ab der Saison 2009/10 in der ProA.[2] Der Serbe Dragan Torbica wurde zur Saison 2009/10 als Cheftrainer verpflichtet,[3] im November 2009 jedoch bereits entlassen. Als Nachfolger wurde der junge Schweizer Marko Simić eingestellt,[4] der die Mannschaft auf den neunten Platz der Abschlusstabelle 2009/10 führte. Im Januar 2011 wurde Simic auf dem Trainerposten durch Thorsten Leibenath ersetzt.[5]

Die Ballers wollten an vergangene Erfolge im Osnabrücker Basketball anknüpfen und so mittelfristig den Aufstieg in die Basketball-Bundesliga anstreben. Dazu wurde zur Saison 2010/2011 die Infrastruktur deutlich verbessert. Mit der eigenen Kikxxlarena, die den Anforderungen der Pro A entsprach, bestanden Trainings- und Spielmöglichkeiten und darüber hinaus auch ein VIP-Bereich, VIP-Logen, eine Gastronomie- und Fanmeile sowie die Geschäftsstelle mit Kartenverkaufsstelle und Fan-Laden.

Mit Beginn des Jahres 2011 wurde bekannt, dass die Ballers mit großen finanziellen Problemen zu kämpfen haben. Im März 2011 wurde schließlich ein Insolvenzverfahren eingeleitet.[6] Den Ballers wurde daraufhin von der Liga während der laufenden Saison die Spielgenehmigung entzogen[7] und die Ballers stellten den Spielbetrieb ein. Alle bisherigen Ergebnisse wurden annulliert. Zwar wurde noch versucht, nach der Gründung einer neuen Gesellschaft, die Voraussetzungen zu schaffen, in der ProB ins Rennen gehen zu können, doch scheiterte auch dies und beendete vorerst den Profi-Basketball in Osnabrück.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ballers mit neuem Trainerstab und zwei jungen Talenten. schoenen-dunk.de, abgerufen am 21. März 2017.
  2. [Liga-Zusammensetzung steht fest – Vechta komplettiert ProB Liga-Zusammensetzung steht fest – Vechta komplettiert ProB.] schoenen-dunk.de, abgerufen am 21. März 2017.
  3. Dragan Torbica neuer Headcoach der GiroLive-Ballers Osnabrück. schoenen-dunk.de, abgerufen am 21. März 2017.
  4. Jüngster Coach aller Zeiten? Neue OZ, abgerufen am 21. März 2017.
  5. Simic: Hätte nicht gedacht, dass ich abgesägt werde. Neue OZ, abgerufen am 21. März 2017.
  6. Nach Insolvenzantrag und Lizenzentzug: „Retter“ der Ballers Osnabrück nutzen Rechtsmittel. Neue OZ, abgerufen am 21. März 2017.
  7. Liga bestätigt: Ballers ziehen Widerspruch gegen Lizenzentzug zurück. Neue OZ, abgerufen am 21. März 2017.
  8. Susanne Fetter: Das Ende des Zweitliga-Basketballs in Osnabrück - Keine Lizenz, keine Teilnahmeberechtigung und zu viele Probleme. Neue OZ, abgerufen am 21. März 2017.