Givinostat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Strukturformel
Strukturformel Givinostat
Allgemeines
Freiname Givinostat
Andere Namen

N-(4-((Hydroxyamino)methyl)-2-naphthalenyl)methylester·Hydrochlorid

Summenformel C24H27N3O4 · HCl
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 497833-27-9
EG-Nummer 823-729-3
ECHA-InfoCard 100.258.524
Wikidata Q426257
Arzneistoffangaben
Wirkmechanismus

Histon-Deacetylase-Inhibitor

Eigenschaften
Molare Masse 421,49 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Givinostat ist ein in der klinischen Entwicklung befindlicher potenzieller Arzneistoff, der zur Behandlung der systemischen juvenilen idiopathischen Arthritis und der Polyzythämie eingesetzt werden soll. Arzneilich wird es als Hydrochlorid verwendet und befindet sich im Moment in Phase-2-Studien.[2]

Pharmakologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirkmechanismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Givinostat hemmt die Histon-Deacetylase (HDAC) und mehrere pro-inflammatorische Zytokine, dadurch wird der Tumor-Nekrose-Faktor-α und die Ausschüttung von IL-1-α,-β und IL-6 reduziert.[3]

Durch Givinostat wird die Konzentration der Janus Kinase 2 verringert, wodurch das abnormale Wachstum der Erythrozyten bei der Polyzythämie abgeschwächt wird und eine Besserung der Symptome beobachtet wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Committee for Orphan Medicinal Products: Public summary of opinion on orphan designation: Givinostat for the treatment of polycythaemia vera, www.ema.europa.eu, EMA/COMP/834043/2009, 3 March 2010
  • C. Job-Deslandre: Idiopathic juvenile-onset systemic arthritis/Summary, www.orpha.net, Orphan number: ORPHA85414, January 2007

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. Klinische Studie zur Wirksamkeit bei Polycythaemia Vera Patienten
  3. Leoni F, Fossati G, Lewis EC, et al.: The histone deacetylase inhibitor ITF2357 reduces production of pro-inflammatory cytokines in vitro and systemic inflammation in vivo. In: Molecular Medicine (Cambridge, Mass.). 11, Nr. 1–12, 2005, S. 1–15. PMID 16557334. PMC 1449516 (freier Volltext).