Glasflügel 303 Mosquito

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Glasflügel 303 Mosquito
Glasflügel 303
Typ: Segelflugzeug
Entwurfsland: DeutschlandDeutschland Deutschland
Hersteller: Glasflügel
Produktionszeit: 1976–1980
Stückzahl: 201 [1]

Der 303 Mosquito der Firma Glasflügel ist ein einsitziges Segelflugzeug der FAI-Klasse (Rennklasse). Es wurde von der Firma Glasflügel zwischen 1976 und 1980 hergestellt. Der Segelflug-Index beträgt 107 nach DMSt-Index 2012 sowie IGC-Indexliste 2010.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die 15-Meter-Rennklasse entworfen, ersetzte der Mosquito die Libelle in der Glasflügel-Produktion. Dazu wurde der Rumpf des Standard-Klasse-Flugzeugs Hornet übernommen. Hinzu kamen Flächen mit Wölbklappen, die das FX 67-K-150-Profil besaßen. Die zu diesem Zeitpunkt innovativen Flächen hatten Hinterkanten-Drehbremsklappen und Wölbklappen. Zudem besaß der Mosquito automatische Anschlüsse für alle Ruder, Steuerflächen, ein Spornrad und den Ballasttank. Die Flugzeuge waren wahlweise mit einem Hauptrad von 4" oder 5" ausrüstbar.

Der Erstflug fand 1976 statt. Nach der Überlieferung der Piloten hatte sie ein gutes Handling und flog gutmütig, kam aber nicht ganz an die Leistungen des Schempp-Hirth Mini-Nimbus, der LS3 von Rolladen Schneider oder der ASW 20 von Schleicher heran. Daher blieb dem Mosquito der kommerzielle Erfolg seines Vorgänger-Flugzeuges, der Libelle, verwehrt.

Nach 101 gebauten Mosquitos wurden mit der Mosquito B einige Optimierungen eingeführt[2][3][4]:

  • Änderung des Rumpf-Flügel-Übergangs durch Verlängerung der Wölklappen bis zum Rumpf
  • Verkleinerung der Spannweite des Höhenruders von 2,5 m auf 2,1 m
  • Überarbeitete Flügelstruktur mit ca. 13kg Gewichtsreduktion
  • Integraltanks für den Wasserballast in den Flügeln
  • Hackenbremse anstatt eines Bremshebels unterhalb des Knüppels.
  • Standardmäßiger Einbau eines 4"-Rads und optionaler Einbau eines 5"-Rads (ca. 1kg schwerer)

Der Preis für einen Mosquito B wurde vom Hersteller mit 39.380 DM angegeben.

Bei 5 Mosquitos wurde, ähnlich wie bei der LS3-17, die Spannweite nachträglich auf 17,4m verlängert. Die Gleitzahl beträgt Schätzungen zufolge 1:45 bis 1:46.

Der Mosquito wurde 1980 vom Glasflügel 304 abgelöst.

Namenskonvention[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 303 Mosquito wird oft fälschlicherweise als H303 oder H-303 bezeichnet. Der Buchstabe „H“ bezeichnete jedoch lediglich Flugzeuge, die für Glasflügel von den Gebrüdern Hütter entwickelt wurden.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Mosquito [2] Mosquito B [3][4]
Flügelspannweite    15,00 m
Flügelfläche 9,86 m2
Streckung 22,8
Profil FX 67-K-150
Spannweite Höhenleitwerk 2,5 m 2,1 m
Länge 6,40 m
Fahrwerk einziehbar, ungefedert
Vne 250 km/h
Rüstgewicht ca. 250 kg ca. 235 kg
Max. Fluggewicht 450 kg
Bestes Gleiten 1:42 bei 100 km/h
Geringstes Sinken ca. 0,61 m/s bei 83 km/h
Konstrukteur Eugen Hänle
Herstellungszeitraum 1976-1977 1977-1980
Stückzahl 101 100

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dietmar Geistmann: Die Entwicklung der Kunststoffsegelflugzeuge. Motorbuchverlag, ISBN 3-87943-483-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. History der Firma Glasflügel Segelflugzeugbau GmbH / Schlattstall. Glasfaser-Flugzeug-Service GmbH, abgerufen am 1. März 2012.
  2. a b Flug- und Betriebshandbuch Glasflügel "Mosquito". Ausgabe Januar 1977
  3. a b Flug- und Betriebshandbuch Glasflügel "Mosquito B". Ausgabe Oktober 1977
  4. a b The Mosquito B, Graham Thomson LTD, Verkaufsbroschüre USA.