Global Trade Item Number

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Die Global Trade Item Number (GTIN) ist eine von der GS1 verwaltete und vergebene Identifikationsnummer, mit der Produkte und Packstücke weltweit eindeutig identifiziert werden können. GTIN ist ein Sammelbegriff für die Code-Schemata der Barcode-Kennzeichen mit der EAN, dem Code des UCC oder dem EPC. Für die Vergabe ist die GS1-Organisation im jeweiligen Land zuständig. Diese Schemata umfassen für die Barcode-Kennzeichen:

Bezeichnung frühere Bezeichnungen
GTIN-14
GTIN-13 EAN·UCC-13, EAN-13, CIP
GTIN-12 EAN·UCC-12, UCC-12, UPC
GTIN-8 EAN·UCC-8, EAN-8

Die 14-stellige GTIN wird durch Voranstellen führender Nullen aus den bisherigen 13-, 12- und 8-stelligen Artikelnummern gebildet:

Nummernsystem GTIN-Format
Position der Ziffern in Dateien T1 T2 T3 T4 T5 T6 T7 T8 T9 T10 T11 T12 T13 T14
GTIN-14 N1 N2 N3 N4 N5 N6 N7 N8 N9 N10 N11 N12 N13 N14
GTIN-13 0 N1 N2 N3 N4 N5 N6 N7 N8 N9 N10 N11 N12 N13
GTIN-12 0 0 N1 N2 N3 N4 N5 N6 N7 N8 N9 N10 N11 N12
GTIN-8 0 0 0 0 0 0 N1 N2 N3 N4 N5 N6 N7 N8

Logistische Einheiten GTIN 14[Bearbeiten]

Die erste Stelle der 14-stelligen GTIN hat folgende Bedeutung:

Ziffer 0 
Füllziffer für bisherige EAN·UCC-Nummern
Ziffer 1 bis 8 
Kennzeichnet Transport- und Liefereinheiten (logistische Einheiten), die nicht für den Verkauf an der Kasse bestimmt sind. Es folgt die Artikelnummer EAN·UCC-13 der enthaltenen Produkte ohne Prüfziffer. Dann wird eine neue Prüfziffer über alle 13 Stellen berechnet.
Die genaue Bedeutung legt der Hersteller nach seinen Bedürfnissen fest (zum Beispiel 1 für einen Karton mit 6 enthaltenen Einzelprodukten und 2 für einen Karton mit 12 Produkten).
Ziffer 9 
Gibt an, dass zusätzliche Eigenschaften für variable Eigenschaften benötigt werden, zum Beispiel für gewichtsvariable Versandeinheiten.

Logistische Einheiten GTIN 13[Bearbeiten]

Die ersten drei Ziffern werden zur Länderbezeichnung verwendet (GS1-Länderpräfix, also z. B. ist 760–769 die Schweiz und Liechtenstein).[1] Sie sind aber nicht gleichbedeutend mit dem Herstellungsland. Danach steht die 4-, 5- oder 6-stellige Betriebsnummer des Herstellers. Nach dem Mittelzeichen folgt die 5-, 4- oder 3-stellige Artikelnummer (in Abhängigkeit von der Länge der Betriebsnummer) des Herstellers. Die letzte Ziffer ist eine Prüfziffer, die der elektronischen Datenverarbeitung als Sicherheit zur Verhinderung von Fehlern dient.

Da der GTIN-Code insgesamt 13 Ziffern aufweist, wird er als GTIN 13 (früher EAN-13) bezeichnet. Der erste Teil der Länderkennziffer (hier 4) wird nicht durch Balken dargestellt, sondern indirekt über die Prüfziffer verschlüsselt. Neben GTIN ist im Detailhandel auch der GTIN 8 (früher EAN-8) in Gebrauch. Dieser hat acht Ziffern, jeweils vier zwischen den beiden Rand- und Mittelzeichen.

Berechnung der Prüfziffer:

Die Ziffern des GTIN-Codes 13 werden abwechselnd mit der Zifferkombination 1-3 multipliziert. Die einzelnen Ergebnisse werden addiert und die Differenz zum nächsthöheren vollen Zehner ergibt die Prüfziffer.

Beispiel:

GTIN 13:                      4  0  3  4  5  6  7  8  9  0  1  2  ?
                            *
Zifferkombination:            1  3  1  3  1  3  1  3  1  3  1  3  -
Ergibt:                       4 +0 +3 +12+5+18 +7 +24+9 +0+ 1+ 6  =  89

Die Summe der addierten Zahlen ergibt 89. Es wird aufgerundet auf den nächsten Zehner, also auf 90. Da die Differenz von 89 und 90 1 ergibt, ist dies gleich die Prüfziffer.

Also ist der GTIN 13 Code: 403456789012 1

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 760–769 für Schweiz und Liechtenstein