GoDaddy

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GoDaddy, Inc.
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN US3802371076
Gründung 1997
Sitz Scottsdale, Vereinigte Staaten
Leitung Scott W. Wagner, CEO
Mitarbeiter 5.990[1]
Umsatz 2,232 Mrd. USD[1]
Branche Internetdienstleister
Website www.godaddy.com
Stand: 31. Dezember 2017

GoDaddy ist ein von Bob Parsons gegründeter Domainregistrar und Webhoster.

GoDaddy engagiert sich aktiv im Sport-Sponsoring und schaltete erstmals 2005 Werbung während des Super Bowls. Seitdem wurden Werbung und Sponsoring weiter ausgeweitet. Als Werbeträger treten prominente Sportler wie das Model Candice Michelle oder die Rennfahrer Danica Patrick und Brad Keselowski auf.

Die Go Daddy Group ist eine Zertifizierungsstelle und mit einem Marktanteil von 14,1 % (Stand: April 2015) der drittgrößte Anbieter von SSL-Zertifikaten.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein erster für das Jahr 2006 geplanter Börsengang wurde nicht vollzogen.[3] Obwohl GoDaddy traditionell nur als Registrar arbeitet[4], hat sich das Unternehmen 2007 als Registry für .us beworben.[5] Das Joint Venture mit Afilias konnte sich 2007 allerdings nicht gegen NeuStar durchsetzen.

Im Jahr 2010 verwaltete GoDaddy fast 40 Millionen Domains und ist damit der weltgrößte Registrar, vor Enom und Tucows.[6] Die Summe der registrierten Adressen wurden im März 2013 mit 55 Millionen beziffert, sodass GoDaddy mehr als die neun anderen großen Registrare zusammen verwaltet. Jeden Tag kommen 50.000 Domains dazu, insgesamt besaß GoDaddy bis dahin elf Millionen Kunden.[7]

Im Juli 2011 wurde GoDaddy von einem Konsortium bestehend aus Kohlberg Kravis Roberts & Co. und Silver Lake übernommen.[8] Die Eigentümer KKR und Silver Lake brachten das Unternehmen 2015 an die Börse.[9]

Im Dezember 2016 veröffentlichte GoDaddy eine Pressemitteilung, in der sie ankündigten die Host Europe Gruppe für 1,69 Milliarden Euro zu kaufen.[10] Die Übernahme wurde am 3. April 2017 vollzogen.[11]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2011 gab Jimmy Wales auf Twitter bekannt, die bei GoDaddy registrierten Domainnamen von Wikimedia und „mehrere hundert“ Domains von Wikia würden aus Protest gegen dessen Haltung zum Stop Online Piracy Act auf einen anderen Registrar übertragen.[12]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b GoDaddy 2017 Form 10-K Report, abgerufen am 10. Mai 2018
  2. Usage Statistics and Market Share of SSL Certificate Authorities for Websites, April 2015. w3techs.com, 13. April 2015, abgerufen am 13. April 2015 (englisch).
  3. IPO indigestion grows as Go Daddy balks. In: USA Today. Abgerufen am 30. Dezember 2010 (englisch).
  4. Monika Ermert: Afilias und GoDaddy wollen .us verwalten. In: heise Netze. 4. August 2007, abgerufen am 20. Juli 2013.
  5. Florian Hitzelberger: Neues von .asia, .us und .au. In: domain-recht. 13. August 2007, abgerufen am 20. Juli 2013.
  6. Markus Franz: Domains: Die 15 größten Anbieter von Internet-Adressen. In: netzwelt. 24. Januar 2012, abgerufen am 13. Juli 2012.
  7. Florian Hitzelberger: Der US-Registrar in Zahlen. In: domain-recht. 14. März 2013, abgerufen am 17. März 2013.
  8. Florian Hitzelberger: GoDaddy verkauft! In: domain-recht. 7. Juli 2011, abgerufen am 1. März 2013.
  9. GoDaddy IPO values company at $4.5 billion, auf www.reuters.com, abgerufen am 10. Mai 2018
  10. GoDaddy Acquires Host Europe Group, Becomes Market Leader In Europe For Small Business Cloud Services
  11. GoDaddy Completes Acquisition Of Host Europe Group, abgerufen am 10. Mai 2018
  12. Edward Moyer: Wikipedia gone daddy from Go Daddy. In: CNET. 10. März 2012, abgerufen am 1. März 2013 (englisch).