Koguryo-Grabstätten

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Koguryo-Grabstätten
UNESCO-Welterbe
UNESCO-Welterbe-Emblem

One of the Three Mausoleums at Kangso (10104282095).jpg
Staatsgebiet: Korea NordNordkorea Nordkorea
Typ: Kultur
Kriterien: ((i)(ii)(iii)(iv)
Fläche: 232,9 ha
Pufferzone: 1.701,2 ha
Referenz-Nr.: 1091
UNESCO-Region: Asien und Pazifik
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 2004  (Sitzung 28)
Koreanische Schreibweise
Koreanisches Alphabet: 고구려 고분군
Hanja: 高句麗 古墳群
Revidierte Romanisierung: goguryeo gobungun
McCune-Reischauer: koguryŏ kobungun

Koguryo-Grabstätten[1] ist eine von der UNESCO gelistete Stätte des Weltkulturerbes in dem ostasiatischen Staat Nordkorea.[2] Die Welterbestätte umfasst 18 Gruppen von Grabstätten aus der Spätzeit der Goguryeo-Dynastie, der Herrscher des Königreichs Goguryeo.[3] Die Eintragung in die Welterbeliste erfolgte 2004 als erste Welterbestätte Nordkoreas. Parallel zu den Koguryo-Grabstätten wurde 2004 eine auch Gruppe von in China gelegenen Stätten des Königreichs Goguryeo unter dem Titel Hauptstädte und Gräber des antiken Königreichs Koguryo in die Welterbeliste aufgenommen.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Goguryeo-Reich war im 1. Jahrtausend n. Chr. eines der sogenannten drei Reiche von Korea. Es wurde auf dem heutigen Territorium Nordkoreas und der Mandschurei in Nordostchina um das Jahr 32 vor Christus gegründet. Im Jahre 427 nach Christus wurde Pjöngjang Hauptstadt des Staates.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele der Gräber, wie etwa das „Anak-Grab Nr. 3“ sind mit Wandgemälden verziert. Sie sind das nahezu einzige Relikt der Goguryeo-Kultur. Insgesamt gibt es 10.000 Goguryeo-Gräber, aber nur 90 der bisher ausgegrabenen Gräber weisen Wandgemälde auf. Letztere sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Es wird angenommen, dass der Gräberkomplex als Bestattungsort der Königinnen und Könige und anderen Mitgliedern der Monarchenfamilie diente.

Die aufgefundenen Wandbilder bieten einen einzigartigen Einblick in das Alltagsleben der Goguryeo-Zeit. Darüber hinaus zeigen sie Motive der koreanischen Mythologie der damaligen Zeit. Bis 2005 wurden 70 Wandbilder gefunden, größtenteils im Flusstal des Taedonggang, nahe Pjöngjang, sowie bei Anak in der Provinz Hwanghae-namdo und im chinesischen Ji’an (Provinz Jilin).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Complex of Koguryo tombs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. englisch Complex of Koguryo Tombs, deutsche Bezeichnung entsprechend Welterbeliste. In: Unesco.de. Abgerufen am 7. Juni 2017.
  2. Complex of Koguryo Tombs. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 7. Juni 2017 (englisch).
  3. in der in Nordkorea üblichen McCune-Reischauer-Umschrift Koguryŏ geschrieben
  4. Capital Cities and Tombs of the Ancient Koguryo Kingdom. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 7. Juni 2017 (englisch).

Koordinaten: 38° 51′ 47″ N, 125° 24′ 54″ O