Gold Filled

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Gold filled (Englisch für gefülltes Gold) bezeichnet ein Verfahren, bei dem eine äußere Schicht echtes (= massives) Gold mit einem Metallkern aus Messing, Kupfer (früher auch Silber) mechanisch aufgebracht wird. Das Gold wird in einem speziellen Verfahren aufgewalzt und bei Schweißtemperatur dauerhaft mit dem Trägermetall verbunden. Die Gefahr des Abblätterns, wie bei anderen Methoden des Vergoldens, besteht nicht. Die Goldschicht ist ca. 100-mal dicker als bei der herkömmlichen Vergoldung. In den USA, wo das Verfahren hauptsächlich eingesetzt wird, unterliegt die Qualitätskontrolle der "Federal Trade Commission", einer Art Verbraucherschutzbehörde: Nur Schmuckstücke, die einen Anteil von mindestens 5 % des 14- oder 12-karätigen bzw. 10 % des 10-karätigen Goldes des Gesamtgewichts haben, dürfen als "gold filled" verkauft werden. "Gold filled" ist die gesetzlich vorgeschriebene Bezeichnung für das Material. 14k (entspricht Gold 585) "gold filled", die häufigste Variante, wird in der Regel mit 14k/20, 1/20 14k oder 14/20 gestempelt, der Zusatz "GF" ist ebenfalls möglich, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben. Auch 12k (entspricht Gold 500) und 10k (entspricht Gold 417) "gold filled" wird angeboten. Schmuckstücke aus "gold filled" können zusätzlich auch einen Erzeugerstempel aufweisen. Das Trägermetall für "Gold filled" muss der europäischen Nickeldirektive entsprechen, damit es in Deutschland verkauft werden darf. "Gold filled" aus Asien ist oftmals nur ein Imitat, das die gesetzlichen Anforderungen an Inhaltsstoffe und gesetzlich vorgeschriebene Gewichtsanteile nicht erfüllt, und ist daher meistens auch nicht rechtsverbindlich gestempelt.

Da "gold filled" teilweise aus massivem Gold besteht, kann es auch recycelt werden, die Trennung der Goldschicht vom Trägermetall kann in einer Scheideanstalt erfolgen.


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