Affinerie

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Eine Affinerie (auch Scheideanstalt) ist eine Anlage, in der Metalle durch Herauslösen von Verunreinigungen in sehr reiner Form abgeschieden werden. Es handelt sich um ein Scheideverfahren für Metalle, insbesondere Edelmetalle, auf „nassem Wege“ mittels heißer konzentrierter Schwefelsäure. Ein weiteres, sehr verbreitetes Analyseverfahren ist die Königswasser-Scheidung. Königswasser ist eine Säuremischung aus Salzsäure und Salpetersäure im Verhältnis 3:1. Darin gehen die meisten Edelmetalle wie Gold, Silber sowie einige Platinmetalle in Lösung und können später einzeln ausgefällt werden.

Begriff[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert geläufig und bezieht sich auf einen früheren französischen Begriff, der für eine ältere Technik zur Metallscheidung verwendet wurde. Bekannt ist der Name vor allem durch die Norddeutsche Affinerie, seit April 2009 Aurubis, in Hamburg, einen der größten Kupferproduzenten weltweit. Bei der Gewinnung von reinem Kupfer gehen andere, vormals im Rohkupfer vorhandene Verunreinigungen in Lösung, worunter sich auch Edelmetalle befinden.

Daneben wird der Begriff des Affinierens auch zur Veredelung durch Reife und Pflege von Käse genutzt, siehe Maître fromager affineur.

Affinage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in einer Affinerie durchgeführte Affinage (‚Läuterung, Reifung‘) oder Affination umfasst in der Metallurgie verschiedene Läuterungsverfahren. Die Affinage wird in elektrolytische (z. B. Gold, Silber oder Kupfer), nasse (z. B. Platin, Palladium, Iridium, Rhodium) und trockene Verfahren (mit Chlor in der Schmelze, z. B. Gold und Silber) eingeteilt.[1]

  • Die größte Goldaffinerie steht bei Johannesburg in Südafrika. Insgesamt gibt es weltweit 51 Goldaffinerien.
  • Die größte europäische Kupferafinnerie ist die Aurubis (ehemals Norddeutsche Affinerie AG)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. I. N. Plaksin: Metallurgiia blagorodnykh metallov. Moscow, 1958. In: The Great Soviet Encyclopedia, 3. Auflage (1970-1979).