Goswin Krackrügge

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Goswin Krackrügge. Holzschnitt 1851

Goswin Friedrich Arnold Leopold Krackrügge (* 26. September 1803[1][2] in Soest; † 18. November 1881 in Kassel[3]) war ein deutscher Seilerwarenhändler, Kaufmann und Journalist. Er war Abgeordneter der preußischen Nationalversammlung und der zweiten preußischen Kammer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goswin Krackrügge war der Sohn des Domänen-Inspektors Johann Caspar Heinrich Krackrügge († 1817 in Soest) und von Johanna Maria Catharina Roemer. Seine Schwester Theodora Helene Caroline Wilhelmine Friedericke Krackrügge (* 1799; † 1836) war mit dem Arzt Hermann Becker (* 1794; † 1824), dem Vater von Hermann Heinrich Becker, verheiratet.[4] Er wurde am 19. Oktober 1803 in der Sankt-Petri Kirche in Soest getauft.[5]

Im August 1820 trat er in die 4. Artilleriebrigade[6] in Münster ein. In den drei Dienstjahren, zu denen er sich verpflichtet hatte, wurde er auch wegen verschiedener Delikte angeklagt und verurteilt, so z. B. wegen einer Schlägerei oder weil er Bücher verkauft hatte.[7] 1826 war er Sekretär des Bürgermeisters Geißel in Witten, danach in Bochum. Zwischen 1833 und 1836 war er Verwaltungs-Sekretär der „Central-Wohlthätigkeitsanstalt“ in Elberfeld. Hier gab er ein Adressbuch zugunsten der Armen heraus.[8] Außerdem betätigte er sich als Redakteur der Zeitung „Fremden-Blatt und täglicher Anzeiger“ in Elberfeld.

Seine erste Broschüre Mord an Seele und Leib, verübt an dem unglücklichen Findling Kaspar Hauser stand im Zeichen der öffentlichen Spekulationen um die vermeintliche Ermordung Kaspar Hausers. In gutem Glauben bezog sich Krackrügge auf den für kurze Zeit in der damaligen Presse aufsehenerregenden Brief eines Dr. Hartmann, der mit dem sterbenden Hauser gesprochen haben wollte. Der Brief war jedoch fingiert und stammte in Wahrheit von Adolf Bäuerle, dem Herausgeber der Wiener Theaterzeitung.[9]

Um 1837 ließ er sich in Schlotheim als Kaufmann für Seilerwaren nieder, beschäftigte hundert Arbeiter, Weber, Seiler und Posamentierer und heiratete.[10] In Schlottheim geriet Krackrügge in eine juristische Auseinandersetzung mit dem Gerichtsdirektor Gottfried Beringer, der in einem Brief an seine Regierung schrieb, „daß er den Krackrügge persönlich von Grund seines Herzens hasse und daß er seinem Privathaß auch einen Einfluß auf seine Amtsverrichtungen gestattet habe.“[11] Das zeigt, welchen Charakter das damalige Patrimonialgerichtswesen hatte, in dem der Richter, Advokat, Zeuge und Exekutor oft eine Person war. Das führte dazu, das ihm die Niederlassung in Schlotheim verweigert wurde und er großen finanziellen Schaden erlitt. Nachdem auch seine Wohnung verwüstet wurde, ohne dass die Polizei, die dem Gerichtsdirektor Beringer unterstand, eingriff, ging er nach Neunheilingen im Kreise Langensalza und dann nach Erfurt. Dort erhielt er am 15. April 1845 das Bürgerrecht.[12] Er trat in den 1836 gegründeten „Bürger-Hülfs-Verein“ ein, der aber nur 22 Mitglieder hatte, wurde dessen Vorsteher und bald hatte der Verein mehr als 500 Mitglieder. Um auch außerhalb des Vereins Einfluss auf die öffentliche Meinung zu nehmen, schrieb Krackrügge auch Artikel für die von Hermann Alexander von Berlepsch herausgegebene Zeitung „Erfurter Stadt- und Landbote“.[13] Krackrügge führte einen stetigen Kampf mit der Zensur und schöpfte dabei alle rechtlichen Mittel aus. Am 29. November 1845 erschien im Erfurter Stadt- und Landboten eine Meldung: „???! Man erzählt sich von einer schrecklichen Einsperrung eines Mädchens, welches einer wohlhabenden Familie höheren Standes angehört und bittet um Aufklärung.“[14] Dieses Mädchen war Pauline von Ehrenburg, die durch ihre leiblichen Eltern acht Jahre lang gefangen gehalten wurde. Außer zahlreichen Artikeln veröffentlichte Krackrügge 1846 zu diesem Fall auch die Schrift Maria Hauser oder das gräßliche Attentat zu Erfurt. Der Vater des Kindes führte einen Prozess gegen Krackrügge,[15] in dem Krackrügge wegen seiner Veröffentlichungen zu vier Monaten Zuchthaus verurteilt wurde.[16] Am 1. März 1846 wurde Krackrügge zum Stadtverordneten gewählt.[17] Damit er sein Amt nicht antreten konnte, wurde ihm das Bürgerrecht zu entziehen versucht. Er hielt Unterstützung von 300 Bürgern der Stadt, die „Den freien Vertreter Der Wahrheit und des Rechts“ unterstützten.[18] Obwohl die königliche Regierung den Antrag des Stadtrats auf Aberkennung des Bürgerrechts ablehnte, kam der Stadtrat dieser Aufforderung nicht nach. Fast gleichzeitig wurde Krackrügge in erster Instanz im Prozess Ehrenberg zu sechs Monaten Zuchthaus verurteilt, wogegen Ehrenberg Beschwerde einlegte. Außerdem verklagte ihn ein Schwager Ehrenbergs, der sich auch in seiner Ehre beleidigt gefühlt hatte, und am 13. Dezember 1846 wurde das Wohnhaus von Krackrügge durch Feuer zerstört. Am 24. November 1847 musste Goswin Krackrügge seine Zuchthausstrafe in Lichtenberg antreten.

Am 14. März 1848 „wandte sich die Volkswuth zunächst gegen den Regierungsrath v. Ehrenberg und vernichtete einen großen Theil seines Besitzstandes“. Daraufhin gab Ehrenberg eine Erklärung ab, in der er alle Anzeigen gegen Krackrügge zurückzog, gleichzeitig aber darauf bestand, das er seine Tochter „nicht an seiner Tochter schuldig gemacht“ habe. Krackrügge lehnte diese „Entschuldigung“ ab. Am 23. März 1848 wurde er aus dem Zuchthaus entlassen und kehrte umjubelt in seine Heimatstadt Erfurt zurück. Die ganze Geschichte um diesen Prozess gegen Krackrügge kann man mit dem modernen Begriff Mobbing umschreiben.

Am 8. Mai 1848 wurde Krackrügge im ersten Wahlgang als Deputierter der preußischen Nationalversammlung gewählt.[19] In dem Artikel „Der Wahrheit die Ehre“ in seiner Zeitung „Der Deutsche Stadt- und Landbote“ erklärte er: „Das Volk von Berlin und seine Revolution […] sind in der Provinz Sachsen, Erfurt nicht ausgeschlossen, verkannt und verdächtigt worden: man hat das Volk Aufwiegler, seinen Kampf am 18./19. März eine Emeute genannt. Das ist eine schwere Versündigung an der Revolution und ihrem Erkämpfer, dem Volke von Berlin. Ich muß zu meiner Beschämung bekennen, daß ich selbst mit einer üblen Meinung von den Barrikaden, von […] ihren Verteidigern […] und den Führern des Berliner Volkes […] hierher gekommen bin. Ich habe mich geirrt […] Die feile Presse […] hatte mich getäuscht. Ich fühle mich in meinem Gewissen gedrungen, mein Unrecht durch dieses öffentliche Bekenntnis zu büßen. […] Darum […] erachte ich mich mit meinem Mandat stehend auf dem Boden der Revolution, in schuldiger Ehrfurcht vor ihr und vor ihrem Erkämpfer, dem hochherzigen Volke von Berlin.“[20] Sein erster Antrag in der Berliner Versammlung am 6. Juni 1848 beschäftigte sich mit Wiedergutmachungsansprüchen von zwei am 14. März 1848 durch das dortige 31. Regiment unschuldig erschossenen Bürgern Erfurts.[21] Auch ein „Antrag auf Erklärung der Volksschullehrer für Staatsdiener und Lieferung eines entsprechenden Gehalts“ erboste die Redaktion. Krackrügge stimmt immer mit den Linken in der preußischen Nationalversammlung. Seinen ersten Artikel für die Neue Rheinische Zeitung von Karl Marx veröffentlichte er am 23. Juli 1848.[22] Krackrügge war auch während seines Berliner Mandats für Erfurt tätig. So half er mit, die verhasste Mahl- und Schlachtsteuer durch die Klassensteuer zu ersetzen, sodass die arme Bevölkerung nicht mehr durch die direkte Steuer so stark belastet wurden.[23] Nachdem die Regierung Brandenburg durch einen Staatsstreich eingesetzt wurde, beteiligte sich Krackrügge gemeinsam mit Carl d’Ester, Graf Eduard von Reichenbach, Hexamer und anderen linken Abgeordneten an der Verteidigung der Republik.[24]

„Mitbürger! Das Vaterland ist in Gefahr! Gegen den, am 2. d. M. fast einstimmig ausgesprochenen Willen der Versammlung ist heute das Ministerium Brandenburg ernannt worden und hat seine Wirksamkeit mit einem Staatsstreiche begonnen. Die Versammlung der Volksvertreter soll vertagt werden, um später an anderem Orte zusammenzutreten. Mitbürger! Die National-Versammlung, berufen Euren Willen zu vertreten, kann weder vertagt, verlegt, noch aufgelöst werden. Wir sind fest entschlossen, solchen Gewaltstreichen mit allen uns zum Gebot stehenden Mitteln energischen Widerstand entgegenzusetzen. Vertraut auf uns, seid einig in der Wahrung der errungenen Freiheit, und bedenkt, daß besonnener Muth jede Gefahr übewindet. Berlin, den 9. November 1848. Krackrügge, Abgeordneter des Kreises Erfurt, im Einverständnis mit 231 anderen Abgeordneten“

Der deutsche Stadt- und Landbote. Abend-Blatt, 11. November 1848[25]

Krackrügge gehörte zu den Befürwortern der Steuerverweigerung und wurde 1850 in einem Gerichtsverfahren freigesprochen.[26] Im November 1850 erhielt Krackrügge das Flugblatt Deutsche Männer und preußische Unterthanen,[27] durch Carl Wunibald Otto und Alexander Wolle zur Verteilung zugesandt, das im Kölner Kommunistenprozess eine Rolle spielte.[28]

Ein tiefgreifendes Ereignis in seinem Leben war die Ermordung seines Sohnes Johann Goswin Krackrügge (* 8. April 1838; † 25. Juli 1853).[29] Sein Junge wurde Opfer eines Raubmordes, der auch außerhalb Erfurts vielfach öffentlich besprochen wurde.[30][31] Er wurde auf dem Weg zu seiner Großmutter nach Schlotheim überfallen, ausgeraubt und erstochen. Der Mörder wurde hingerichtet.[32][33]

Am 29. Mai 1860 heiratete er Pauline Gottschalk in der Sankt-Petri-Kirche in Soest.[34]

1856 gründete Krackrügge die „Assoziation zur Beschaffung billiger Lebensmittel“ in Erfurt. Er wurde die ganze Zeit über von der Erfurter Regierung beobachtet. Vermutlich hatte er den Überblick über die Geschäftsführung der Konsumgenossenschaft verloren[35] und wurde im November 1869 wegen „wissentlich falschen Gebrauches falscher Urkunden in zwei Fällen“ mit zwei Jahren Zuchthaus bestraft.[36] 1870 wohnte er in Berlin.[37] 1873 verließ er Erfurt und ließ sich in Kassel nieder, wo er 1881 verstarb.

Steckbrief[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Vorname: Goswin. Nachname: Krackrügge. Gewerbe: Kaufmann. Gebortsort: Soest. Wohnort: Erfurt. Religion: evangelisch. Alter: 44 Jahre. Größe: 5 Fuß 7 Zoll. Haare: schwarz. Stirn: hervorstehend. Augenbrauen: dunkel. Augen: braun. Nase: gewöhnlich. Mund: deßgleichen. Bart: schwarz und dunkel. Zähne: gesund. Kinn: oval. Gesichtsfarbe: fahl. Gestalt: mittler. Sprache: deutsch. Besondere Kennzeichen: keine.“

Steckbrief vom 26. Juni 1847[38]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mord an Seele und Leib, verübt an dem unglücklichen Findling Kaspar Hauser. Elberfeld 1834.
  • Rüttger Brüning (Hrsg.). Officielles Adressbuch für Rheinland-Westphalen. Bearb. vom Verwaltungssecretair Goswin Krackrügge. 3 Teile. Schönian, Elberfeld 1834.[39]
  • Maria Hauser oder das gräßliche Attentat zu Erfurt. Jurany, Leipzig 1846.
  • Der Deutsche Stadt- und Landbote. Redigiert von Goswin Krackrügge. 1. Januar 1847 bis 24. November 1848, Eisenberg.
  • Wasser-Ordnung, wonach alle Mühlen über, in und unter der Stadt Erfurt sich zu richten nach alten Herkommen und mit allerseits Interessenten Vorwissen und Bewilligung, worinnen enthalten nicht nur des Wasser-Amtes und deren Mühlen Jura, sondern auch alle Ein- und Ausflüsse der Wasser-Leitung in der ganzen Stadt […] De Anno 1718. Ohlenroth, Erfurt 1847.
  • Actenmässige Darstellung desjenigen Untersuchungs-Verfahrens, welches auf den Antrag eines Teils der Stadt-Verordneten Krackrügge von dem Wohllöbl Magistrat wegen Entziehung des Bürgerrechts eingeleitet werden ist No. I. Den vierzehn Senioren hiesiger Bürgerschafts gewidmet. Erfurt 1846.
  • Antrag des Abgeordneten Krackrügge wegen Aufhebung der zur Unterhaltung der Garnison in der Stadt Erfurt auf den Ackergrundbesitzern von 35 Ortschaften der Provinz Erfurt lastenden Magazin-Abgabe und wegen Übernahme von Kriegsschulden dieser Ortschaften auf die Staatsschuld. Besser, Berlin 1848.
  • Hohe National-Versammlung! Umstehend überreichen wir Einer Hohen National-Versammlung durch unsern Abgeordneten Krackrügge ehrerbietigst einen Abdruck derjenigen Petition, welche wir heute dem Hohen Staats-Ministerium eingereicht haben […] zur Wiederherstellung eines kräftigen Handwerkerstandes […] Erfurt, am 4. Juni 1848. Die Vorstände und Deputirten der Innungen zu Erfurt. Besser, Erfurt 1848.
  • Der Ehrenberg-Krackrügge'sche Prozeß. Vom Anfang bis zum Ende dargestellt, nebst den darauf Bezug habenden höchst interessanten Zeugenaussagen. Nebst einem Anhang: Krackrügge's Triumphzug. In Komm. Körner, Erfurt 1848.
  • An meine Wähler. Selbstverlag 1848 Fünf Hefte.
  • Post-Journal mit zeitweisen Nachrichten über die Wirksamkeit der deutschen Post-Beamten-Vereine. Redakteur: Julius Oschatz und Goswin Krackrügge. Selbstverlag, Erfurt 1848–1849.
  • Neue Erfurter Zeitung. Erfurt 1849/50. Hrsg. Goswin Krackrügge, Nr. 1–139.
  • Nichtigkeits-Beschwerde des Kaufmanns Goswin Krackrügge zu Erfurt gegen das Erkenntniss des Königlichen Schwurgerichtshofes daselbst vom 26. August 1850 wegen Beleidigung von Militär-Personen in Bezug auf ihren Dienst. Erfurt 1850.

Archivalien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Privat-Acten von Goswin Krackrügge zu Erfurt betreffend Protokolle der National-Versammlung zu Berlin 1848 Digitale Sammlungen der Universität Köln.
  • Stadtarchiv Erfurt: Archivgut 1-1/16m- 10 Akta betr. den Kaufmann Krackrügge.
  • Stadtarchiv Erfurt: Archivgut 1-1/ 1e- 14 Akta betr. die Entziehung des Bürgerrechtes gegen den pp. Krackrügge.
  • Stadtarchiv Erfurt: Archivgut 1-1/ 1e- 13 Akta betr. die Wahl des Kaufmanns Krackrügge zum Stadtverordneten und dessen verweigerte Aufnahme ins Kollegium.
  • Stadtarchiv Erfurt: Archivgut 1-1/16i- 30 Ein Paket älterer Untersuchungs-Akten gegen den später bekannten Kaufmann Krackrügge (6 Hefter).
  • Stadtarchiv Erfurt: Archivgut 1-1/16l- 31 Akta betr. Aufnahme des pp. Krackrügge unter die hiesigen Gewerbetreibenden.
  • Goswin Krackrügge an Johann Friedrich Benzenberg. Zwei Briefe 1843. Heinrich-Heine-Institut, Düsseldorf.
  • Goswin Krackrügge an Förster. Brief vom 12. Oktober 1848. Kunstsammlungen der Veste Coburg. Signatur: V,1179.
  • Goswin Krackrügge an Ludwig Schaller. Brief vom 25. Juni 1849. Universitäts- und Landesbibliothek, Bonn.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Friedrich Wilhelm von Ehrenberg: Angriff und Urtheil. Actenmäßige Darstellung meines fiscalischen Prozesses wider den Seilerwaarenhändler und Kaufmann Goswin Krackrügge zu Erfurt. Loes, Erfurt 1847.
  • Gesammelte Blätter in Sachen des Regierungsraths a.D. von Ehrenberg und des Kaufmanns Krackrügge in Erfurt. Rudolstadt 1847.
  • F. Schrader: Goswin Krackrügge und sein Prozeß. Eine geschichtliche Darstellung. Luden, Jena 1848 MDZ.
  • Stenographische Berichte über die Verhandlungen der zur Vereinbarung der Versammlung zur Vereinbarung der preußischen Staats-Verfassung berufenen Versammlung Dritter Bd., Berlin 1848 books.google.de.
  • Bericht der Central-Abtheilung über den Gesetz-Entwurf wegen der Verpflichtung der Gemeinden zum Ersatze des bei öffentlichen Aufläufen verursachten Schadens, sowie über den durch den Abgeordneten Krackrügge von Erfurt auf Erlassung eines derartigen Gesetzes gerichteten Antrag. Berlin, den 15. August 1848. Berichterstatter: der Abgeordnete Jungbluth. Berlin 1848.
  • Friedrich Koch: Offener Brief an den Seilerwaarenhändler Hern. Krackrügge. 1. und 2. Abdruck, Körner, Erfurt 1848.
  • Friedrich Koch: Zweiter Offener Brief an Krackrügge. 1. bis 4. Aufl., Körner, Erfurt 1848.
  • Friedrich Koch: Dritter Offener Brief an Krackrügge. Eine Antwort auf dessen 5 erste Berichte an seine Wähler. Körner, Erfurt 1848.
  • Friedrich Koch: Die drei offenen Briefe an Krackrügge. Neue Aufl., Körner, Erfurt 1849[40]
  • C. Dorn: Der Prozess gegen die 42 steuerverweigernden Abgeordneten der preußischen National-Versammlung. J. Gerhard, Berlin 1850 books.google.de.
  • Pinckert (Hrsg.): Anklage-Prozess gegen den Handarbeiter Heinrich Andreas Bornberg aus Kutzleben wegen Ermordung des 15½jährigen Sohnes des Kaufmanns Goswin Krackrügge hierselbst nebst einigen Mittheilungen des Vaters des erschlagenen über dessen Persönlichkeit und die Stellung des Vaters zur That. Villaret, Erfurt 1854.
  • Friedrich Schubart: Erfurt im Jahr 1848. Volksbewegung und Preussentreue. Nach eigenen Erlebnissen und authentischen Mittheilungen geschildert. 2. ansehnlich verm. Aufl. In Commission der Buchhandlung von Klinghammer, Langensalza 1858 books.google.de.
  • Der Anklageprozeß vor dem Schwurgerichte zu Erfurt wider den Handarbeiter Eckner, Anstreicher Schmidt, Buchhalter Bang und Kaufmann Goswin Krackrügge zu Erfurt wegen Wechselfälschung beziehungsweise wissentlichen Meineids verhandelt in den Tagen vom 12.—15. November 1869. Bartholomäus, Erfurt 1870.
  • Johannes Biereye: Erfurt in seinen berühmten Persönlichkeiten. Erfurt 1937
  • Herbert Peters: Erfurt im Jahre 1848. (phil. Diss, Berlin 1966)
  • Herbert Peters: Karl Marx, die ‚Neue Rheinische Zeitung‘ und Erfurt in der Revolution 1848/49. In: Beiträge zur Geschichte Thüringens. Bd. 2, Erfurt 1970.
  • Herbert Peters: Goswin Krackrügge. In: Karl Obermann (Hrsg.): Männer der Revolution von 1848. Akademie Verlag, Berlin 1970, S. 277–296.
  • Herbert Peters: Die preußische Provinz Sachsen in der Revolution 1848/49. (Phil.-Diss B, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1978)
  • Der Bund der Kommunisten. Dokumente und Materialien. 1849–1851. Bd. 2. Dietz Verlag, Berlin 1982, S. 316, 476, 714, 716.
  • Herbert Peters: Die Wirkung der ‚Neuen Rheinischen Zeitung‘ auf die demokratische Presse der preußischen Provinz Sachsen 1848/49. In: Marx-Engels-Jahrbuch 7. Dietz Verlag, Berlin 1984, S. 106–140.
  • Willibald Gutsche (Hrsg.): Geschichte der Stadt Erfurt. Hermann Böhlaus Erben, Weimar 1986 ISBN 3-7400-0000-7, S. 239, 242, 244–248, 249, 251–252, 254, 266–267.
  • Falk Burkhardt: Chronik und Bibliographie zur Revolution von 1848/49 in Thüringen. Landeszentrale für Politische Bildung, Erfurt 1998 ISBN 3-931426-24-6, S. 272 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Krackrügge: In: Allgemeine Realencyclopädie oder Conversationslexicon für das katholische Deutschland. Ergänzungsbände. Hrsg. von Wilhelm Binder. Regensburg 1849, S. 867–869. books.google.de.
  • Krackrügge. In: Das große Conversations-Lexicon für die gebildeten Stände. Vierter Supplement-Band. Hrsg. von Joseph Meyer. Hildburghausen 1854, S. 330–331. books.google.de.
  • Wermuth, Stieber: Die Communisten-Verschwörungen des 19. Jahrhunderts, Berlin 1854, S. 68 f. books.google.de.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Taufeintrag nach Auskunft vom Stadtarchiv Soest. „Tag und Stunde der Geburt: 26. September 1803, Abends 6 Uhr, Tag der Taufe: 19. Oktober 1803, Eltern: Der Accise Inspector H. Joh. Caspar Krakrügge aus Schwerte gebürtig, und Johanna Maria Catharina Roemer aus Hamm gebürtig, Kind: Goswien Friederich Arnold Leopold, Gevattern: Der Herr Prediger Schmölder, der Herr Doctor Arnold Müller, der Herr Goswien Plange hierselbst, und der H. Medicinal Assessor Justus Friederich Uhlendorff aus Hamm.“
  2. F. Schrader, S. 1 schreibt irrtümlich „16. September 1804“ sowie auf Seite 46: „…, daß ich (am 26. September 1804 geboren).“
  3. Willibald Gutsche, S. 267.
  4. Heinrich Heffter: Becker, Hermann Heinrich. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 1, Duncker & Humblot, Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6, S. 716 (Digitalisat).
  5. family search.com
  6. Möglicher Druckfehler bei F. Schrader, siehe sonst 7. Artillerie-Brigade
  7. F. Schrader, S. 1—3.
  8. Officielles Adressbuch für Rheinland-Westphalen.
  9. F. Schrader, S. 6 ff. Berthold Weckmann: Kaspar Hauser. Die Geschichte und ihre Geschichten. Würzburg 1993, S. 185 f
  10. Der Nachname seiner ersten Ehefrau war Kühn. (F. Schrader, S. 11.)
  11. F. Schrader, S. 12.
  12. F. Schrader, S. 17.
  13. Diese Zeitung erschien vom 17. Januar 1844 bis zum 29. September 1847.
  14. F. Schrader, S. 26.
  15. Karl Friedrich Wilhelm von Ehrenberg: Angriff und Urtheil. Actenmäßige Darstellung meines fiscalischen Prozesses wider den Seilerwaarenhändler und Kaufmann Goswin Krackrügge zu Erfurt.
  16. Willibald Gutsche, S. 242.
  17. F. Schrader, S. 40.
  18. F. Schrader, S. 42.
  19. Herbert Peters (1970), S. 281.
  20. Der Deutsche Stadt- und Landbote. Nr. 81, 1848 zitiert nach Herbert Peters (1970), S. 281 f.
  21. Herbert Perters (1970), S. 282.
  22. Herbert Peters (1966), S. 139.
  23. Herbert Peters (1970), S. 286.
  24. „Wenn es Zeit ist, dann wollen wir für die Republik stehen und fallen.“ (Brief von Krackrügge und anderen, zitiert nach Herbert Peters (1970), S. 289 Fußnote 73.)
  25. Der deutsche Stadt- und Landbote. Abend-Blatt. Nr. 230 vom 11. November 1848. Faksimile in: Illustrierte Geschichte der deutschen Revolution 1848/49. 2. durchges. Aufl. Dietz Verlag, Berlin 1973, S. 235.
  26. C. Dorn: Der Prozess gegen die 42 steuerverweigernden Abgeordneten der preußischen National-Versammlung.
  27. Abdruck in Der Bund der Kommunisten, S. 312–315.
  28. Karl Bittel: Der Kommunistenprozeß zu Köln 1852 im Spiegel der zeitgenössischen Presse. Berlin 1955, S. 129–130.
  29. Gedenkstein in Schlotheim
  30. Bayerische Landbötin vom 13. August 1853 Nr. 194.
  31. Ingo Fiedler (Hrsg.): Geschichte der Stadt Schlotheim in Thüringen: von den Anfängen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Stadt Schlotheim, P & R Verlag, Dortmund 2004, ISBN 3-930504-04-9
  32. Didaskalia. Blätter für Geist, Gemüth und Publicität. Nr. 103 vom 29. April 1854
  33. Pinckert (Hrsg.): Anklage-Prozess gegen den Handarbeiter Heinrich Andreas Bornberg aus Kutzleben wegen Ermordung des 15½-jährigen Sohnes des Kaufmanns Goswin Krackrügge hierselbst nebst einigen Mittheilungen des Vaters des erschlagenen über dessen Persönlichkeit und die Stellung des Vaters zur That.
  34. familysearch.org
  35. Willibald Gutsche, S. 267.
  36. Der Anklageprozeß vor dem Schwurgerichte zu Erfurt wider den Handarbeiter Eckner, Anstreicher Schmidt, Buchhalter Bang und Kaufmann Goswin Krackrügge zu Erfurt wegen Wechselfälschung beziehungsweise wissentlichen Meineids verhandelt in den Tagen vom 12.–15. November 1869.
  37. Krackrugge, G. In: Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger nebst Adreß- und Geschäftshandbuch für Berlin, 1870, Teil 1, S. 385.
  38. Allgemeiner Anzeiger und Nationalzeitung der Deutschen, Gotha 1847, S. 2292.
  39. Adressbuch der Wuppertaler Ortsteile für das Jahr 1834, Auszugsweiser fotomechanischer Nachdruck aus Oberbürgermeister Rüttger Brünings Offizielles Adressbuch für Rheinland-Westphalen zum Vortheil armer Kranken, bearbeitet von Goswin Krackrügge, Elberfeld 1834. Bearbeitet und herausgegeben von Florian Speer im Auftrag des Bergischen Geschichtsvereins Abt. Wuppertal e.V., mit Hinweisen des Herausgebers und einem einleitenden Aufsatz von Uwe Eckardt. Wuppertal 2006, ISBN 3-8334-6169-1 (Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde des Wuppertals 42)
  40. Allgemeines Bücher-Lexikon