Seil

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Hanfseil
Seilmotiv am phönizischen Ahiram-Sarkophag (ca. 10./11. Jh. v. Chr.)
Seilmotive oder Seilstäbe auf dem Gründungsstein des Felsenklosters San Pedro de Rocas, Galicien (6. Jh.)

Ein Seil ist ein aus zusammengedrehten („geschlagenen“) oder geflochtenen Natur- oder Kunstfasern oder Drähten bestehendes längliches, zugfestes, schlaff biege- und meist torsionsweiches elastisches Element. Es wird überwiegend zur Aufnahme von Zugkräften genutzt.

Der Begriff Leine dient vielfach zur Bezeichnung von Seilen mit speziellem Verwendungszweck (und begrenzter Länge), wie etwa Festmacherleine, Feuerwehrleine, Wäscheleine und Hundeleine.

Bereits seit der Antike, insbesondere jedoch in der frühen Neuzeit fand das Seilmotiv auch als Architektur- und Schmuckornament Verwendung (Seilstab).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

erste Darstellung einer Seilerei in Ägypten
Historische Darstellung eines Seilers aus dem 16. Jh.
Seilbank im Schifffahrtsmuseum in Spitz an der Donau

Bereits für das Mesolithikum sind Seile und Fischernetze aus Weidenbast nachgewiesen.[1] Ob man beim Steintransport und bei der Aufrichtung der Megalithbauten (Menhire, Dolmen) bereits entsprechend dicke Seile zur Verfügung hatte, ist umstritten. Ein um 1500 v. Chr. aus Lindenbast gefertigtes Seil mit einem Durchmesser von ca. 4 cm wurde in einem Salzbergwerk von Hallstatt entdeckt[2]. Die ersten Abbildungen von Seilern stammen aus dem alten Ägypten.

Mit der zunehmenden Bedeutung der Seefahrt wurde im Spätmittelalter und in der Renaissance zunehmend Tauwerk in größeren Mengen benötigt und hergestellt – es entstand der Beruf des Seilers bzw. Reepschlägers.

Die Herstellung industriell gefertigter Seile begann im 19. Jahrhundert. Neben Hanffaser wurde auch Sisalfaser, sowie später Draht – überwiegend Stahldraht – und Kunstfaser verwendet.

Anwendungsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seile, Schnüre und Kordeln spielen in der Seefahrt sowie im Bau- und Transportwesen ein große Rolle. Historische Anwendungen sind Brunnenseile, Rechenseile, Treträder, Katapulte, Kräne, Lastenaufzüge und Flaschenzüge. Aufgrund der größeren Belastbarkeit und Dauerhaftigkeit werden bei vielen technischen Anwendungen heute Stahlseile bevorzugt.

Beim technischen Klettern, Tauziehen und zur Anfertigung von Strickleitern sind Seile unverzichtbar. An Treppen können Trosse einen Handlauf ersetzen.

Bezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung „Seil“ wird gleichermaßen für Seile aus Natur- und Kunstfasern wie auch für Drahtseile verwendet. Seile werden umgangssprachlich auch als „Strick“ oder bei geringem Durchmesser als „Schnur“ oder, wenn kurz und dünn, als „Kordel“ bezeichnet. Faden, Garn, Zwirn werden nicht zu den Seilen gezählt und sind vielfältige Produktionsmittel, welche keine mehrstufige Verzwirnung aufweisen.

In der Seefahrt spricht man mit Ausnahme des Glockenseils fast nie von Seilen, sondern von Tauen, Leinen, Trossen und Tampen, sowie eine Vielzahl von weiteren Bezeichnungen nach Machart oder Verwendung. Dünne Leinen werden als Bändsel bezeichnet. Der Oberbegriff heißt Tauwerk, unterteilt in laufendes und stehendes Gut.

Zu unterscheiden sind Seile, die recken, und reckarme Seile. Ein Seil, das sich unter Belastung ausdehnt, ist von Vorteil, wenn etwa der Fall eines Bergsteiger aufgefangen wird. Reckarme Seile dehnen sich unter Last sehr wenig aus und werden beispielsweise in der Takelage von Segelbooten verwendet. Das Recken ist vom gewählten Material und von der Flechtart des Seils abhängig. Das Recken wird in Prozent der Ausdehnung bei Nennbelastung angegeben.

Auch im Klettersport unterscheidet man Seile nach verschiedenen Kriterien.

Ideales und reales Seil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Physik unterscheidet zwischen „idealen“ und „realen“ Seilen. Das ideale Seil – ein Modell – ist masselos, straff, nicht dehnbar und ohne Biegesteifigkeit. Es vereinfacht etwa die Abhandlung (reibungsfrei idealisierter) Flaschenzüge. Für den Durchhang in Form einer Kettenlinie oder die Wellenbewegungen des hängenden oder gespannten Seils muss es jedoch (nur) Masse haben (zur Mechanik von Seilen s. Seilstatik).

Bestandteile und Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Materialien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manila-Tampen mit Z-Schlag, Typ „sZ“
Stahlseil mit Z-Schlag und (Litzen-)Gleichschlag Typ „zZ“
Kupfer- seil mit S-Schlag
Naturfaser-Seile
werden aus folgenden Faserpflanzen hergestellt:
(Baumwolle), Flachs, Hanf, Kokos, Manila und Sisal
Kunstfaser-Seile
haben folgendes Ausgangsmaterial (Produktbeispiele):
Aramid (Technora/Twaron/Nomex/Kevlar), Polyester, Polyamid (Nylon, DeDeRon, Perlon), Polypropylen, Polyethylen (Dyneema/Spectra) sowie Poly(p-phenylen-2,6-benzobisoxazol) (Zylon)[3]
Metall- bzw. Drahtseile
werden aus Stahl oder Edelstahl hergestellt,
für Elektrische Leitungen werden auch Seile aus Kupfer, Messing, Aluminium und Speziallegierungen verwendet.
Stahlseil mit Z-Schlag und gegenläufigen Litzen

Materialeigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorteile Nachteile Verwendung
Baumwolle vergleichsweise geringe Festigkeit, gegen Motten anfällig Textilien, Kordeln
Flachs Springseil
Hanf höchste Festigkeit bei den Naturfasern geringe Bruchdehnung, Fasern sind grob und hart, im Freien verrottet Hanf nur langsam, Knoten in feuchten Seilen nur schwer zu lösen (vgl. alte Bergseile im Regen) Dichtungsmaterial, Tauziehen, Deko, ehemalig Taue in der Takelage
Kokos sehr hohe Scheuerfestigkeit, gute Elastizität, geringe Schmutzaufnahme, gute Schockabsorption, schwimmfähig Fußmatten, Baumbinder, Schlepptrossen, früheres Füllmaterial in Autokopfstützen
Manila reißfest, widerstandsfähig gegen Meerwasser, leicht Taue in der Seefahrt
Sisal hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit, leicht und gut färbbar, widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit Schiffstaue, Seile, Fußmatten, Netze, Teppiche, Katzenkratzbäume
Polypropylen (PP) sehr leicht (schwimmfähig), nimmt kein Wasser auf, chemisch beständig gegenüber den meisten Säuren und Laugen, verhältnismäßig preisgünstig, hohe UV-Beständigkeit nur ausgerüstet abriebfest und temperaturbeständig Schwimmleine, günstige Festmacher, Allzweckseile z. B. für Baustellen, Wurfleine
Polyamid (PA) hohe Festigkeit und hohe Bruchdehnung, d. h. hohe Energieaufnahme quillt im Wasser auf, verliert Festigkeit bei Kontakt mit Wasser, wird u. U. hart, nicht komplett beständig gegen einige Säuren und UV-Strahlung Klettern, Sichern, hochwertige Festmacher
Polyester (PES) hohe Festigkeit, nimmt kein Wasser auf, sehr beständig gegenüber Witterungseinflüssen und den meisten Chemikalien, sehr hohe UV-Beständigkeit relativ schwer, niedrige Bruchdehnung Feuerwehrleine
Hochfestes Polyethylen (PE) „Dyneema“, extrem hohe Bruchfestigkeit (5-fache von Polyamid), sehr leicht (schwimmfähig), nimmt kein Wasser auf, äußerst beständig gegenüber Säuren und Laugen extrem geringe Bruchdehnung, Temperaturbeständig nur bis 70 °C
Kevlar Kern-Mantel-Seilchen: parallele Kevlarfasern in Polyester-Mantel (+) geringe Dehnung, hohe Zuglast, geringer Durchmesser, steif; (–) knickempfindlich – wird daher vernäht, nicht verknotet Paragleiter-Leinen (ca. 2 mm Durchmesser)

Die früher zum Segeln und Bergsteigen verwendeten Seile waren meist aus Hanf; heute werden überwiegend synthetische Materialien verwendet. Sie sind bei geringerem Gewicht und Durchmesser stabiler, scheuerfester und besser knotbar. Abhängig von der Imprägnierung nehmen sie kaum Wasser auf und frieren weniger leicht ein. Allerdings altern Kunststoffseile durch die UV-Strahlung des Sonnenlichts und ihre Haltbarkeit und Festigkeit nehmen mit der Zeit ab.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seile werden überwiegend durch das Verdrillen (Schlagen) der einzelnen Stränge hergestellt, seltener geflochten.

Mehrere aus Fasern gesponnene Fäden bzw. Drähte werden zunächst zu Litzen zusammengedreht. Aus mehreren Litzen wird dann das Seil geschlagen. Ein dünnes Seil besteht aus 3 bis 4 solcher Litzen, die verdrillt werden.

Seile, plattdeutsch Reepe, wurden früher vom Reepschläger per Hand auf Seilerbahnen (Reeperbahnen) gedreht. Heute erfolgt die Herstellung auf Seilschlagmaschinen. Historisch wurde das Drehen der einzelnen Seilstränge mit einer Warbel[4] vorgenommen.[5]

S-Schlag (linksdrehend) Z-Schlag (rechtsdrehend)

Die Schlagrichtung der Litzen und Seile kann linksdrehend oder rechtsdrehend (im Uhrzeigersinn) sein. Man spricht dabei von einem S-Schlag bzw. Z-Schlag. Ein kleines „s“ oder „z“ dient der Kennzeichnung der Schlagrichtung der Litzen, Großbuchstaben kennzeichnen die Schlagrichtung des Seiles.

a) Gleichschlag b) Kreuzschlag

Bei Kreuzschlagseilen läuft die Verdrillungen der einzelnen Litzenbündel der Verdrillung des Seils entgegen. Es ergibt sich ein steifes Seil, da die Entlastung einer Litze zugleich zur Anspannung der Fäden dieser Litze führt.[6]

Bei Gleichschlagseilen erfolgt die Verdrillung von Litzen und Seil in derselben Drehrichtung. Die Litzen bleiben dadurch zueinander verschieblich und man erhält ein geschmeidiges und biegsames Seil. Beim Biegen eines Seiles wird die äußere Seite gedehnt und die innere gestaucht. Im Gegensatz zum Kreuzschlagseil führt die Entlastung der inneren Litzen zugleich auch zur Entlastung der inneren Fäden dieser Litzen. Gleichschlagseile werden beispielsweise für Zug- und Förderseile von Seilbahnen verwendet.

Besonders starke Seile (Trossen) bestehen wiederum aus mehreren dünneren Seilen, die miteinander verdrillt werden und in dieser Funktion Kardeele heißen. Die Schlagrichtung der Kardeele und des gesamten Seils sind einander entgegengesetzt, was ein Aufdrehen des Seiles verhindert.

Das Verbinden von Seilenden erfolgt durch Spleißen, bei dem die Seilenden ineinander verflochten werden. Die Seilenden eines Naturfaserseiles werden durch ein Takling vor dem Aufdröseln geschützt. Bei Kunstfaserseilen werden die Seilenden meist verschmolzen oder mit Klebeband umwickelt.

Zur Verknüpfung von Seilen werden eine Vielzahl von Knoten verwendet.

Film über die handwerkliche Seilherstellung

Geflochtene Seile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben geschlagenen Seilen werden auch geflochtene Seile hergestellt, die meist elastischer sind und sich nicht aufdrehen. Sie werden in der Regel um eine innere Faser oder Litze, die man Seele nennt, herum oder hohl geflochten.

Bänder und Gurte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flach geflochtene Seile nennt man Band (Mehrzahl: Bänder) oder Gurt (Mehrzahl: Gurte).

im Handwerk
Personensicherung: Sicherheitsgurt (Auto, Flugzeug), Feuerwehrhaltegurt
Transport: Hebezeug, Spanngurt, Tragegurt, Möbelgurt
Antrieb, Maschinen: Antriebsriemen, Rollladengurt
beim Sport
Klettern: Klettergurt, Bandschlinge, Expressschlinge, Klettersteigset
Segeln: Lifebelt, Gurtgeschirr, Sorgleine, Rettungsweste, Strecktau
Slackline (Balancieren)

Aufbewahrung und Pflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunststoffseile dürfen nur dauerhaft dem Sonnenlicht ausgesetzt sein, wenn sie für diesen Einsatzzweck freigegeben sind. Sie altern durch UV-Strahlung und die Reißfestigkeit reduziert sich.

Zum Waschen von Kletterseilen verwendet man kaltes Wasser und lässt sie langsam an der Luft trocknen. Polyesterseile sind laugenempfindlich und dürfen nicht mit Seife gewaschen werden.

Kletterseile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der gesamten Länge eines Seiles befinden sich im Kern farbige Fasern (eine oder zwei). Nach der Farbe der Faser kann das Herstellungsjahr bestimmt werden. Die Farbenkombinationen wiederholen sich nach 11 Jahren und können unter den Herstellern abweichend sein.

Beispiel eines Kletterseilherstellers:

1986 rot/gelb 1987 blau/gelb 1988 grün/gelb 1989 schwarz/gelb 1990 rot/blau 1991 rot/grün 1992 rot/schwarz 1993 grün
1994 blau 1995 gelb 1996 schwarz 1997 rot/gelb 1998 blau/gelb 1999 grün/gelb 2000 schwarz/gelb 2001 rot/blau
2002 rot/grün 2003 rot/schwarz 2004 grün 2005 blau 2006 gelb 2007 schwarz 2008 rot/gelb 2009 blau/gelb

Duodess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei geflochtenen Kletterseilen kann eine eingewebte Markierung in der Seilmitte mit dem Duodess-Verfahren hergestellt werden. Markierungen mit (eventuell schädigenden) Filzmarkern oder verrutschenden Klebebändern sind somit nicht mehr nötig, um die Einschätzung der Restseilmenge vornehmen zu können.

Triodess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie beim Duodess-Verfahren kommt es beim Triodess-Verfahren zu einer eingewebten Markierung (Musterwechsel) auf den letzten fünf bis sieben Metern.[7] An dieser „Seil-Gefahrenzone“ ist somit erkenntlich, dass es höchste Zeit wird sich einen geeigneten Standplatz zu suchen.[8]

Dynamische Seile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kletterseil-Innenleben

Kletterseile (nach EN 892) sollen bei Sturz enorm hohe Kräfte sicher aufnehmen, ohne eine für den Menschen durch zu hohe Bremsbeschleunigung gefährliche Wirkung zu verursachen, sowohl bei der Seilsicherung beim Klettern wie auch beim Anseilen zur Seilschaft. Sie werden um eine Seele aus einem elastischen Material gefertigt. Durch die Kräfteumwandlung im Seil (siehe Helix) wird die Energie in der elastischen Seele zwischengespeichert, und die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Seils in der Länge nimmt langsam ab (dynamischer Kräfteverlauf, geringe Beschleunigungen). Das Seil wird dabei länger, aber deutlich dünner. Nachdem sie zum Stillstand gekommen ist, überträgt sie sich zurück auf Seil, und die Last pendelt in der Vertikalen aus. Eine extreme Anwendung dieses Prinzips ist das Bungee-Jumping.

Statische Seile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als statische Seile werden allgemein Seile und auch Reepschnüre mit niedriger Dehnfähigkeit (EN 1891) bezeichnet. Sie sind für die Personensicherung bei Höhenarbeiten, für Seilzugänge, für Personenrettung, für Speläologie und andere ähnliche Tätigkeiten geeignet. Bei diesen Tätigkeiten ist es wichtig, dass das Seil auf Zug eine möglichst geringe Dehnfähigkeit und maximale Festigkeit aufweist.

Stahlseile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drahtseile, die heute in der Regel aus Stahl sind, werden in unterschiedlichen Durchmessern und Arten zu den verschiedensten Zwecken verwendet, dünnste für die Parallelführung von Sensorleisten in Scannern, dünne und biegsame für das Schaltungsseil am Fahrrad, stärkere als Bowdenzug für die Bremsen (auch im Auto für Handbremse und Kupplung), für das Abspannen und Abhängen von Leuchten und Bildern über Seile für Aufzüge, Winden, Bagger, Krane und Seilbahnen bis zu den Seilen für Schrägseil- und Hängebrücken. Im Bauingenieurwesen werden Seile auch immer häufiger für Dachkonstruktionen nach dem Vorbild der Zeltdächer im Münchner Olympiapark verwendet. Entsprechend den verschiedenen Verwendungszwecken werden zahlreiche Arten von Drahtseilen mit unterschiedlichen Eigenschaften hergestellt, z. B. solche mit einer Stahl- oder einer Hanfseele oder heute einer Kunststoffseele mit oder ohne integriertem Lichtwellenleiter. Bei Seekabeln dienen Stahlseile unter Wasser auch als Schutzummantelung. In Stahlseile werden oft textile Fäden eingearbeitet, die mit Öl getränkt sind. Durch ständige Abgabe des Öles beim Bewegen des Seiles erfolgt eine gewisse Schmierung des Seiles und es wird geschmeidiger. Außerdem wird Rost im Seil verhindert. Drähte für Stahlseile haben eine Zugfestigkeit um 2000 N/mm².

Drahtseile aus Aluminium (oft in Verbindung mit einem Stahlseil-Kern), Kupfer (auch als geflochtenes Band) und Bronze dienen als flexible elektrische Leiter. Nur gering verdrillte Kupfer-Litzenbündel, die im Wesentlichen von der Ummantelung mit flexiblem Kunststoffisolator (früher PVC, heute PE) zusammengehalten werden, werden eher nur als Kabel bezeichnet.

Heraldik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Selten finden Seile in Wappen Verwendung, siehe auch Liebesseil.

Wappen der französischen Gemeinde Montouliers

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Seile – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Seil – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Almut Bick: Die Steinzeit. Theiss WissenKompakt, Stuttgart 2006. ISBN 3-8062-1996-6.
  2. NHM Hallstatt Archeology - Seile & Co. In: ac.at. www.nhm-wien.ac.at, abgerufen am 11. Juni 2019 (hallstatt-de).
  3. Seile und ihre Darstellung. Geo. Gleistein und Sohn GmbH. Abgerufen am 22. Februar 2015
  4. Bild eines gezeichneten Warbelbrettes
  5. Historische Seilherstellung mit Warbel Die Warbel ist ein Brett mit gekröpften Haken. Durch eine kreisende Bewegung mit dem Warbelgeschirr wurden die einzelnen Seilstränge gleichmäßig verdrillt. Erste Belege für die Warbeltechnik finden sich in einem Testament eines Lübecker Reepschlägers um 1350 (Weber, 1971).
  6. Kreuzschlag oder Gleichschlag (Memento vom 13. August 2010 im Internet Archive).
  7. Mammut Seilkunde.
  8. Seilkunde. Bruckmann Basic, 2007, ISBN 3-7654-3906-1, S. 10.