Graf von Wisborg

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Lettres Patentes für Prinz Oscar Bernadotte von Großherzog Adolf, Staatschef von Luxemburg 1892

Der luxemburgische agnatische Titel Graf von Wisborg (oder Comte de Wisborg, Schwedisch: greve af Wisborg) wurde an vier frühere Prinzen des schwedischen Königshauses Bernadotte vergeben. Auch deren agnatische Nachkommen tragen die gräfliche Würde.[1][2]

Der Titel wurde erstmals 1892 an Oscar (1859–1953), zweiter Sohn des Königs Oskar II., bis 1888 Prinz von Schweden, verliehen. Prinz Oscar war vor seinem Austritt aus dem Königshaus Herzog von Gotland, auf dessen Hauptstadt Wisby mit der Burg Wisborg der Titel anspielt. Der Bruder seiner Mutter Königin Sophia, Großherzog Adolf I. von Luxemburg, verlieh ihm den Titel 1892.

1951 folgten drei frühere schwedische Prinzen, die in den 1930er und 1940er Jahren auf ihre Erbrechte verzichtet hatten, um unebenbürtig heiraten zu können, ebenfalls infolge luxemburgischer Verleihung:

Alle vier werden in diesen Dokumenten Prinz Bernadotte genannt.

Zu den bekanntesten Trägern des Titels zählt Folke Bernadotte, der 1948 als Vermittler der Vereinten Nationen in Palästina von der jüdischen Terroristen-Gruppe Lechi erschossen wurde.

Der Name wird im Schwedischen stets als Bernadotte af Wisborg übersetzt, obwohl das Adelsprädikat „von“ auch in der schwedischen Sprache durchaus gängig ist. Im Deutschen kommt auch die schwedische Fassung vor, wie zum Beispiel bei der Landschaftsarchitektin Catherina Ruffing Gräfin Bernadotte af Wisborg.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lettres Patentes du Grand Duc Adolphe, 2. April 1892.
  2. Mémorial du Grand Duché de Luxembourg, 13. August 1951, S. 1135.