Grenzvertrag von Rapallo

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Dieser Artikel behandelt den Vertrag zwischen Italien und dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen von 1920, der Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Russischen SFSR siehe Vertrag von Rapallo

Am 12. November 1920 einigte sich Italien im Grenzvertrag von Rapallo mit dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (ab 1929 zum Königreich Jugoslawien umbenannt) über Grenzfragen.

Hintergrund und Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hintergrund des Vertragsschlusses waren Entscheidungen im Vertrag von Saint-Germain von 1919. Dort wurden Triest, Istrien, Zadar und Teile des Küstenlandes Italien zugebilligt, Dalmatien und Rijeka (Fiume) hingegen den Jugoslawen.

Wesentliches Ergebnis war, dass die Stadt Rijeka (ital. Fiume) einschließlich ihres Hinterlandes zum Unabhängigen Freistaat Fiume wurde. Zadar (ital. Zara), der Küstenstreifen und einige Inseln vor der dalmatinischen Küste, darunter die Insel Lastovo (ital. Lagosta), alles Teile des früher österreichisch-ungarischen Territoriums, fielen an Italien. Dieses wiederum verzichtete auf seine Ambitionen bezüglich Stadt und Umgebung von Split.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aleksandar Jakir: Dalmatien zwischen den Weltkriegen. Agrarische und urbane Lebenswelt und das Scheitern der jugoslawischen Integration (= Südosteuropäische Arbeiten 104). Oldenbourg, München 1999, ISBN 3-486-56447-1, S. 101 (Zugleich: Erlangen, Nürnberg, Univ., Diss., 1997).
  • Arnold Suppan: Jugoslawien und Österreich 1918–1938. Bilaterale Außenpolitik im europäischen Umfeld (= Veröffentlichungen des Österreichischen Ost-und-Südosteuropa-Instituts 14). Oldenbourg u. a., München u. a. 1996, ISBN 3-486-56166-9, S. 234.