Grete Weixler

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Grete Weixler auf einer Fotografie von Nicola Perscheid
Grete Weixler auf einer Fotografie von Alexander Binder

Grete Weixler (* um 1900; † nach 1921) war eine deutsche Schauspielerin der Stummfilmzeit.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weixler kam als jüngere Schwester der Schauspielerin Dorrit Weixler zur Welt: „Die Anfänge ihrer [Dorrits] Tätigkeit fielen noch in meine Kinderzeit“, so Weixler 1919 rückblickend.[1] Ihr Großvater war in Ungarn als Schauspieler erfolgreich gewesen, Weixlers Tante lebte als Künstlerin in Wien. Auch Weixlers weitere Geschwister wandten sich der darstellenden Kunst zu.

Weixler erlebte ihr Filmdebüt 1915 im Spielfilm Jahreszeiten des Lebens unter der Regie von Franz Hofer, der mit ihrer Schwester Dorrit Weixler verheiratet war. Im Gegensatz zur Dorrit Weixler, die als erster Backfisch des deutschen Kinos auf kindhafte junge Frauen spezialisiert war und sich 1916 morphiumabhängig das Leben nahm, drehte Grete Weixler überwiegend ernste Filme, darunter 1916 Geopfert … unter der Regie von Walter Schmidthässler, 1918 Margarete. Die Geschichte einer Gefallenen unter der Regie von Friedrich Zelnik und 1919 Verschleppt von Carl Boese. Ebenfalls 1919 übernahm sie die Nebenrolle der Lilly im zweiten Teil des Films Der Weg, der zur Verdammnis führt, einem der umstrittensten und „erfolgreichsten Produkte aus der Nachkriegs-Welle der Sittenfilme“[2] um das Schicksal zweier junger Frauen, die Mädchenhändlern in die Hände fallen.

Neben ihrer Arbeit beim Film war Weixler auch Theaterschauspielerin und trat unter anderem im Trianon-Theater Berlin auf. Bereits 1922 entstand mit Jaap Speyer Die Tochter der Verführten, in der Weixler als Bankierstochter besetzt wurde, ihr letzter Film.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Grete Weixler – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grete Weixler. In: Die Frau im Film. Altheer & Co., 1919, S. 41.
  2. Der Weg, der zur Verdammnis führt. In: Ilona Brennicke, Joe Hembus: Klassiker des deutschen Stummfilms 1910–1930. Goldmann, München 1983, ISBN 3-442-10212-X, S. 232.