Großblüten-Sonnenröschen

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Großblüten-Sonnenröschen
Kahles Großblüten-Sonnenröschen (Helianthemum grandiflorum subsp. glabrum)

Kahles Großblüten-Sonnenröschen (Helianthemum grandiflorum subsp. glabrum)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Zistrosengewächse (Cistaceae)
Gattung: Sonnenröschen (Helianthemum)
Art: Großblüten-Sonnenröschen
Wissenschaftlicher Name
Helianthemum grandiflorum
(Scop.) Lam.

Das Großblüten-Sonnenröschen (Helianthemum grandiflorum) ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Sonnenröschen gehört.
Manchmal wird das Großblüten-Sonnenröschen als eine Gruppe von gebirgsbewohnenden Unterarten des Gewöhnlichen Sonnenröschens (H. nummularium) betrachtet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pflanze bildet einen 10-40 cm hohen, unten verholzten Halbstrauch. Die Blätter sind gegenständig, besitzen deutliche Nebenblätter und sind nicht ledrig. Die Blüten sind gelb und die (11-)12-16(-18) mm langen, Kronblätter fallen sehr leicht ab.
Innerhalb dieser Art werden mehrere Unterarten unterschieden. Das in den östlichen Ostalpen vorkommende Kahle Großblüten-Sonnenröschen (H. grandiflorum subsp. glabrum) besitzt kahle oder höchstens am Rand bewimperte, glänzende Laubblätter. Das etwa von Salzburg und Oberkärnten an mit einer breiten Übergangszone nach Westen anschließende Eigentliche Großblüten-Sonnenröschen (H. grandiflorum subsp. grandiflorum) hat Laubblätter, die beiderseits auf den Flächen behaart sind. Die beiden Unterarten werden manchmal auch als eigene Arten betrachtet.
Beiden Unterarten fehlt im Unterschied zum Gewöhnlichen Sonnenröschen (H. nummularium), einer wärmeliebenden Art der Tieflagen, auf der Blattunterseite der feine Haarfilz aus kurzen Sternhaaren. Das auch in den Alpen von den Tälern bis in mittlere Berglagen vorkommende Trübgrüne Sonnenröschen (H. ovatum) unterscheidet sich durch kleinere Blüten und kurze Sternhaare zwischen den Nerven der Kelchblätter.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Großblüten-Sonnenröschen ist sehr häufig in den Alpen. Weitere Vorkommen gibt es in Nordspanien, Pyrenäen, Auvergne, Jura, Apennin, Karpaten und am Balkan.

Als Standort werden Magerrasen auf steinigen Kalkböden an und oberhalb der Waldgrenze in einer Höhe von 1.500 bis 2.500 m bevorzugt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großblüten-Sonnenröschen. In: FloraWeb.de.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Bestimmungsbuch für alle in der Republik Österreich, in der Autonomen Provinz Bozen / Südtirol (Italien) und im Fürstentum Liechtenstein wildwachsenden sowie die wichtigsten kultivierten Gefäßpflanzen (Farnpflanzen und Samenpflanzen) mit Angaben über ihre Ökologie und Verbreitung. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. OÖ Landesmuseum, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.