Großelterntag

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Der Großelterntag ist ein Gedenktag, der länderspezifisch an unterschiedlichen Tagen jährlich begangen wird. Im deutschsprachigen Raum gibt es ihn seit 2016 in der Schweiz.

Der Tag soll die Solidarität und den Austausch unter den Generationen fördern; Enkelkinder und Eltern können sich an diesem Tag bei den Großeltern für deren Einsatz und Liebe bedanken. In einigen Ländern gibt es lediglich einen Gedenktag für Großmütter, wie z. B. in Deutschland, wo es allerdings Bestrebungen gibt, einen Großelterntag in zeitlicher Nähe zum Annentag, dem 26. Juli, einzuführen. Anderswo, etwa in Frankreich, gibt es wiederum getrennte Gedenktage für Großmütter und Großväter.

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schweizer Grosselterntag wurde vom Grosseltern-Magazin lanciert.[1] Dieser Tag soll die Gesellschaft darauf aufmerksam machen, wie viel die Grosseltern für die Gesellschaft, die Familie und die Enkelkinder leisten. Nach Berechnungen des Bundesamt für Statistik leisten Grosseltern 160 Millionen Stunden Betreuungsarbeit pro Jahr (Grossmütter 113 Millionen Stunden, Grossväter 47 Millionen Stunden). Das Bundesamt für Statistik bewertet diese unbezahlte Arbeit mit 8,146 Milliarden Franken pro Jahr.[2]

Zum ersten Mal feierten die Schweizer ihre Grosseltern am 6. März 2016. Seither findet der Schweizer Grosselterntag immer am zweiten Sonntag im März statt.

Grosse Beiträge über den Grosselterntag erschienen bei dessen Lancierung im «Blick»,[3] in der «Schweiz am Sonntag», der Schweizer Ausgabe der Wochenzeitung «Die Zeit» sowie auf Radio SRF und Radio Energy Zürich. Die «Schweizer Illustrierte» verlieh «Grosseltern»-Verleger Dominik Achermann eine Rose für die Idee, die «SonntagsZeitung» platzierte den Grosselterntag in ihrem Barometer ganz oben und titelte «Wie charmant!» Auf der Meinungsseite des «Tages-Anzeigers» erschien ein grosses Pro und Contra.[4] Auch am zweiten Schweizer Grosselterntag am 12.3.2017 namen zahlreiche Medien das Thema Grosseltern auf: «SonntagsZeitung», Radio SRF,[5] «St. Galler Tagblatt», «Züritipp» und viele mehr berichteten über den Tag. Auf besonderes Interesse stiess der Film zum Grosselterntag, der vom Grosseltern-Magazin produziert wurde und über die Sozialen Medien ein sehr grosses Publikum erreichte.

Weitere Länder mit diesem Gedenktag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frankreich: Der seit 1987 existierende Omatag wird am ersten Sonntag im März gefeiert, der 2008 eingeführte Großvatertag am ersten Sonntag des Monats Oktober. Beide Gedenktage haben keinen offiziellen Charakter.[6][7]
  • Italien: Der Nationale Großelterntag wird jeweils am 2. Oktober gefeiert. Eingeführt wurde der Tag 2005, initiiert wurde er unter anderem von den Blumenhändlern.
  • Polen: Polen hat 1965 den Großeltern zwei aufeinanderfolgende Gedenktage gewidmet: den Großmuttertag am 21. Januar und am 22. Januar den Großvatertag.[8]
  • Singapur: Der Großelterntag wird in Singapur seit 1999 am vierten Sonntag im November gefeiert. Der Privatmann Jay Lim brachte das Anliegen vors Parlament. Inspiriert hatte ihn seine eigene Großmutter Lee Su Lan. Sie zog ihre fünf Kinder nach dem frühen Tod ihres Mannes alleine auf, brachte ihre Familie durch den Zweiten Weltkrieg und hatte 22 Enkel, über 30 Urenkel und zwei Ururenkel, als sie starb.
  • Spanien: In Spanien wird der Großelterntag am 26. Juli gefeiert. Am selben Tag feiern auch lateinamerikanische Länder wie Argentinien, Nicaragua, Panama oder Paraguay den Großelterntag. Portugal begeht den Dia dos Avos ebenfalls am 26. Juli.
  • USA: In den USA ist der Großelterntag eine Institution. Er wird am ersten Sonntag nach dem Tag der Arbeit (Labor Day) im September gefeiert. Am Nationalen Großelterntag richtet sich jeweils der Präsident persönlich an die Nation. Eingeführt wurde der Tag 1978 von Jimmy Carter.[9]
  • Vereinigtes Königreich: 1990 lancierte die Wohltätigkeitorganisation Age Concern, die sich um die Anliegen älterer Menschen kümmert, den Großelterntag. Seit 2008 wird der Tag am ersten Sonntag im Oktober gefeiert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Worum’s geht – grosselterntag.ch
  2. Bundesamt für Statistik: Satellitenkonto Haushaltsproduktion 2016: Differenzierte Resultate nach Art der Freiwilligenarbeit. Abgerufen am 6. März 2018.
  3. Gabi Schwegler: Ehre für Omi und Opi: Ein Tag für die Grosseltern. (blick.ch [abgerufen am 27. Februar 2018]).
  4. Georg Gindely, Edgar SchulerRessortleiter Seite Drei & Analyse@Edgar_Schuler: Brauchen wir einen «Grosselterntag»? In: Tages-Anzeiger, Tages-Anzeiger. 3. Mai 2016, ISSN 1422-9994 (tagesanzeiger.ch [abgerufen am 27. Februar 2018]).
  5. Radio SRF Musikwelle - «Danke Grosi und Grossätti». In: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). (srf.ch [abgerufen am 27. Februar 2018]).
  6. C’est la fête des grand-mères, mais d’où vient cette fête ? In: Ouest-France. 7. März 2017, abgerufen am 28. Februar 2018 (französisch).
  7. C'est la fête des grands-pères ! In: Ouest-France. 2. Oktober 2016, abgerufen am 28. Februar 2018 (französisch).
  8. http://halloween.friko.net: Dzień Dziadka - Kalendarz Świąt. Abgerufen am 5. März 2018 (polnisch).
  9. National Grandparents Day Song - President Jimmy Carter. Abgerufen am 5. März 2018.