Omatag

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Der Omatag ist ein in vielen Teilen der Welt begangener Feiertag zu Ehren der Großmutter. In Deutschland findet er am zweiten Sonntag im Oktober statt.

Ursprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Omatag geht in vielen Ländern konform mit dem Großelterntag, einem Feiertag zu Ehren der Großeltern. Der wohl bekannteste Feiertag dieser Art ist der National Grandparents Day, der seit 1978 offiziell in den Vereinigten Staaten gefeiert wird. Dort gelten die Senatoren Jennings Randolph und Robert Byrd wie auch Präsident Jimmy Carter[1] als Begründer dieses nationalen Feiertages, der jedes Jahr am ersten Sonntag nach dem Tag der Arbeit (Labor Day) gefeiert wird. Auch in Italien, Australien, Kanada, Großbritannien und in weiten Teilen Asiens hat sich der Großelterntag mittlerweile als nationaler Feiertag etabliert.

Ein Feiertag speziell zu Ehren der Großmutter wurde zum ersten Mal 1965 in Polen eingeführt[2]. Dort findet der Omatag seitdem regelmäßig am 21. Januar statt und hat einen ähnlichen Stellenwert wie der Mutter- und der Vatertag. Das häufigste Geschenk an diesen Feiertagen sind nach wie vor Blumensträuße.

Verbreitung des Omatags[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Polen zelebrieren auch andere Länder in Europa sowie in Nord- und Südamerika den Omatag.

In Frankreich gibt es den Omatag seit 1987, nachdem er von der französischen Kaffee-Marke Café Grand’Mère initiiert wurde. Mittlerweile hat dieser nationale Feiertag, der in Frankreich am ersten Sonntag im März begangen wird, eine größere Bedeutung als der Muttertag. Andere Länder, die die Großmutter an einem bestimmten Tag ehren, sind beispielsweise Bulgarien, Brasilien und Tansania. Seit 1966 ist der „Tag der Ehrung der Alten (敬老の日 keirō no hi)“ in Japan ein Feiertag, bis 2002 war er am 15. September, seitdem ist es der dritte Montag des September.

Soziale Bedeutung der Großmutter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großmütter fungieren in der heutigen Zeit häufig als Betreuer, Kulturvermittler und Ratgeber innerhalb der Familie. Als Bindeglied zwischen den Generationen organisieren sie oftmals den Zusammenhalt und den Austausch zwischen Familienmitgliedern[3]. Um diese Leistung angemessen zu honorieren, plädierte Ursula von der Leyen bereits 2008 für einen offiziellen Großelterntag. In einem Interview mit der Illustrierten „Bunte“ betonte von der Leyen die soziale Bedeutung von Großeltern innerhalb der Gesellschaft: „Senioren entwickeln zahlreiche Aktivitäten und sind bereit, viel Zeit zu geben und ihre Kompetenz einzubringen. Sie erfüllen eine wichtige Rolle in der Gesellschaft, die gestärkt werden sollte.“[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jimmy Carter: Proclamation – National Grandparents Day, 3. August 1978
  2. Richard Danecki: Dzień Babci wymyślono w Poznaniu!, wiadomosci.wp.pl, 21. Januar 2010
  3. Martin Spiewak: So nah wie nie zuvor, zeit.de, 23. Dezember 2011
  4. Von der Leyen für „Oma-und-Opa-Tag“, Focus Online, 7. Mai 2008