Großer Streifenbeutler

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Großer Streifenbeutler
Großer Streifenbeutler

Großer Streifenbeutler

Systematik
Unterklasse: Beuteltiere (Metatheria)
Überordnung: Australidelphia
Ordnung: Diprotodontia
Familie: Gleitbeutler (Petauridae)
Gattung: Streifenbeutler (Dactylopsila)
Art: Großer Streifenbeutler
Wissenschaftlicher Name
Dactylopsila trivirgata
Gray, 1858
Verbreitungsgebiet

Der Große Streifenbeutler (Dactylopsila trivirgata) ist mit einer Körperlänge von 24 bis 28 Zentimetern, einer Schwanzlänge von 31 bis 93 Zentimetern und einem Gewicht von 250 bis 525 Gramm ein großer Vertreter der Gattung der Streifenbeutler.

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Tier hat am Rücken drei schwarze, lange Streifen. An der Seite und am Kopf hat es längliche weiße Streifen. Der Schwanz ist oben schwarz und unten weiß mit einer buschigen Quaste am Ende. An Drüsen nahe seiner Geschlechtsorgane kann es eine übelriechende Flüssigkeit, ähnlich der Stinktiere, absondern. Die mit langen Krallen versehenen Hände und Füße sind unbehaart. Diese Tiere haben eine lange, spitze Zunge und zwei Paar scharfe, lange Schneidezähne im Ober- und Unterkiefer. Die vierte Zehe an den Vordergliedmaßen ist extrem verlängert, damit stochern sie in Astlöchern und unter Baumrinde nach Insekten, ähnlich dem Fingertier.

Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Große Streifenbeutler bewohnt die Tropenwälder des australischen Bundesstaates Queensland, der Insel Neuguinea und umliegender Inseln.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tiere sind in kleineren Gruppen oder allein vor allem nachts aktiv. Sie sind hervorragende Kletterer. Ihre Nahrung besteht aus Früchten, Blütenpollen, Honig, aber auch Vögeln, Insekten und kleineren Säugern, die sie vor allem mit Hilfe ihres Geruchsinns aufspüren. Zu den Eigenheiten des Großen Streifenbeutlers zählt das laute Schmatzen beim Ausbau seines Unterschlupfes in Bäumen. Den Tag verschläft er in selbst gebauten, ausgepolsterten Baumhöhlen. Die Tiere geben bei Aggression gegenüber fremden Artgenossen laute, fauchende Geräusche von sich. Die genaue Lebenserwartung in freier Wildbahn ist nicht bekannt, in Gefangenschaft wurden bis zu neun Jahre gezählt.

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weibchen bringt meist ein bis zwei Junge zur Welt, die genaue Tragzeit ist nicht bekannt. Die Jungen werden zwei bis drei Monate lang vom Weibchen gesäugt und sind nach dem Verlassen des Beutels sofort selbständig.

Gefährdung und Schutzmaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Art wird nur örtlich von Einheimischen bejagt. Auf Neuguinea wird ihr Lebensraum jedoch durch die Anlage landwirtschaftlicher Flächen zunehmend eingeengt. Da die Art ein sehr großes Verbreitungsgebiet hat, stuft die IUCN diese in der Kategorie „nicht gefährdet“ (Least Concern) ein.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großer Streifenbeutler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mike Briggs, Peggy Briggs, Heinrich Degen: Enzyklopädie der Tiere. Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 2012, ISBN 978-3-8289-3484-9, S. 337.
  • David Burnie: Tiere: Die große Bild-Enzyklopädie mit über 2.000 Arten. Dorling Kindersley Verlag, München 2012, ISBN 978-3-8310-2232-8, S. 98.
  • David MacDonald: Enzyklopädie der Säugetiere. Könnemann, Königswinter 2003, ISBN 3-89731-928-4, S. 834–839.
  • Derek Vinyard, Edwin Gould, George MacKay, David Kirshner: Enzyklopädie der Säugetiere. Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1999, ISBN 3-8289-1556-6, S. 56/57.
  • Das wunderbare Reich der Tiere (Sammelordner). Karte Großer Streifenbeutler Nr. 143. .IMP/Meister Verlag GmbH, München, Dorling Kindersley Ltd/MP 2000, DE-P-16-10-20-043.