Großsteingrab Bülitz

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Großsteingrab Bülitz
Großsteingrab Bülitz (Sachsen-Anhalt)
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Koordinaten 52° 39′ 25″ N, 11° 38′ 45,3″ O
Ort Bismark (Altmark), Sachsen-Anhalt, Deutschland
Entstehung 3500 bis 2800 v. Chr.
Foto des Grabes Bülitz nach Krause/Schoetensack
Grundriss des Grabes Bülitz nach Krause/Schoetensack

Das Großsteingrab Bülitz ist eine jungsteinzeitliche Grabanlage nahe der Stadt Bismark (Altmark), Ortsteil Bülitz im Landkreis Stendal, in der Altmark in Sachsen-Anhalt.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Grab gehört zum Typ der Großdolmen und befindet sich 900 m westlich von Bülitz, auf dem „Großen Trappenberg“, unmittelbar an der Gemarkungsgrenze zu Beesewege. Etwa 1 km südwestlich liegt das Großsteingrab Beesewege. Das Grab bei Bülitz besitzt einen Grabhügel, der sich innerhalb einer Einfassung befindet und eine Höhe von 0,9 m erreicht. Die Einfassung ist größtenteils zerstört. Sie besteht nur noch aus sechs Steinen und erreicht eine Breite von 9,4 m. Johann Friedrich Danneil fand sie 1843 noch in sehr gutem Zustand vor. Er beschrieb sie als trapezförmig mit einer Länge von 26,7 m und einer Breite zwischen 8,8 m und 10,0 m. Sie besaß zu dieser Zeit noch besonders große Wächtersteine.

Die Grabkammer ist nordost-südwestlich orientiert und besteht aus zwölf Tragsteinen und einem von ursprünglich vermutlich drei Decksteinen. Der Deckstein misst 3,5 m × 2,7 m × 1,3 m. Die Kammer ist wie die Umfassung trapezförmig. Sie hat eine Länge von 5,7 m und eine Breite zwischen 1,7 m und 2,2 m, ihre Höhe beträgt 0,7 m.

Das Grab wurde im 19. Jahrhundert, ebenso wie das Großsteingrab Kläden, vom Domherrn Alexander von Levetzow gekauft, um es vor der Zerstörung zu bewahren. Hiervon zeugt eine an die Nordseite des Grabes gelehnte Sandsteintafel mit einer mittlerweile verwaschenen Inschrift.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hartmut Bock, Barbara Fritsch, Lothar Mittag: Großsteingräber der Altmark. Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen Anhalt und Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (Saale) 2006, ISBN 3-939414-03-4, S. 64–65.
  • Johann Friedrich Danneil: Specielle Nachweisung der Hünengräber in der Altmark. In: Sechster Jahresbericht des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte und Industrie. 1843, S. 94 (PDF; 5,5 MB).
  • F. Hossefeld, E. Haetge: Landkreis Stendal (= Die Kunstdenkmale der Provinz Sachsen. Band 3). Burg 1933, S. 45–47.
  • Eduard Krause, Otto Schoetensack: Die megalithischen Gräber (Steinkammergräber) Deutschlands. I.: Altmark. In: Zeitschrift für Ethnologie. Bd. 25, 1893, S. 134/Nr. 5, Taf. VI/5, VII/5, IX/5 (PDF; 39,0 MB).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großsteingrab Bülitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bock/Fritsch/Mittag, S. 64