Grytviken

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Grytviken
Grytviken (Südgeorgien)
Grytviken
Grytviken
Koordinaten 54° 17′ S, 36° 31′ WKoordinaten: 54° 17′ S, 36° 31′ W
Basisdaten
Staat Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln
Gründung 1904
Postleitzahl SIQQ 1ZZ
Grytviken settlement.jpg

Grytviken (norwegisch: gryte = Kessel, Topf; vik = Bucht, urspr. deutsche Übersetzung: Grapenbucht) war früher Hauptort des britischen Überseegebietes Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln. Heute residieren die entsandten Regierungsbeamten im nahegelegenen King Edward Point.[1][2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im November 1904 vom Norweger Carl Anton Larsen gegründet und diente von diesem Zeitpunkt an mehr als 50 Jahre lang als industrielle Basis für Walfang und -verarbeitung. Überreste davon sind bis heute erhalten geblieben, z. B. riesige Walöl-Tanks und verschiedene administrative Einrichtungen.

Bekannt ist der Ort auch für seine Verbindung zur Biografie Sir Ernest Shackletons. In Grytviken fand 1916 seine auf Elephant Island begonnene abenteuerliche Reise ihr glückliches Ende. 1922 wurde Shackleton auf dem Friedhof Grytvikens begraben, nachdem er zu Beginn einer weiteren Expedition gestorben war. 2011 fand neben Shackleton auch der 1939 in Südafrika verstorbene Polarforscher Frank Wild seine letzte Ruhestätte.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grytviken selbst hat keine Bewohner mehr. Zwei Regierungsbeamte mit Ehepartnern wohnen in der nahegelegenen Forschungsstation am King Edward Point.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erhalten und restauriert wurde die Whalers Church, eine Kirche, die man in vorgefertigten Einzelteilen aus Norwegen nach Grytviken brachte und die zum Weihnachtsfest 1913 geweiht wurde. Sie war für viele Jahre die südlichste Kirche der Welt.[3] Grytviken kann mittels Google Street View erkundet werden, auch die Whalers Church kann man sich von außen und innen ansehen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grytviken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.sgisland.gs/ Government of South Georgia and the South Sandwich Islands GSGSSI, abgerufen am 4. November 2014
  2. http://www.sgwiki.gs/mediawiki/index.php/Government_of_South_Georgia_and_the_South_Sandwich_Islands Government of South Georgia and the South Sandwich Islands Wiki, abgerufen am 4. November 2014
  3. Mittlerweile steht die südlichste Kirche im chilenischen Puerto Williams