Linzer Stadion

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Linzer Stadion
Gugl-Oval
Das Linzer Stadion 1993 (oben) und 2002 (unten)
Blick auf den Stehplatzbereich des Linzer Stadions vor einem Spiel des FC Stahl Linz 1993 (oben) bzw. im Vorfeld eines Spiels des FC Blau-Weiß Linz 2002 (unten)
Daten
Ort Ziegeleistraße 76
OsterreichÖsterreich 4020 Linz, Österreich
Koordinaten 48° 17′ 37,4″ N, 14° 16′ 35,7″ OKoordinaten: 48° 17′ 37,4″ N, 14° 16′ 35,7″ O
Klassifikation 4
Eigentümer Immobilien Linz GmbH[1]
Betreiber LIVA Ges.m.b.H.[2]
Baubeginn 9. Oktober 2021 (Umbau)
Eröffnung 28. Juni 1952
Februar 2023 (geplant)
Renovierungen 2010–2012, 2021–2023 (Umbau, geplant)
Abriss 2021
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 18.000 Plätze (ab 2023, geplant)
21.005 Plätze (bis 2021)[3]
Spielfläche 105 × 68 m
Heimspielbetrieb
Veranstaltungen
Lage
Linzer Stadion (Oberösterreich)
Linzer Stadion

Das Linzer Stadion, nach seiner Lage auf der gleichnamigen Anhöhe auch Gugl genannt, war das größte Sportstadion der österreichischen Stadt Linz im Bundesland Oberösterreich. Das Fußballstadion mit Leichtathletikanlage wurde von den Fußballvereinen FC Blau-Weiß Linz und LASK genutzt. Außerdem fand hier von 1988 bis 2008 jährlich die Leichtathletikveranstaltung Gugl-Meeting statt. Anfang 2021 begann der Abriss der alten Spielstätte zum Umbau in ein neues Fußballstadion ohne Leichtathletikanlage namens Raiffeisen Arena mit 18.000 Plätzen.[4] Kurz zuvor erhielt der LASK die Baubewilligung. Diese ist aber mit etwa 30 Auflagen verbunden.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sportstätte wurde am 28. Juni 1952 auf dem Gelände der ehemaligen Froschberg-Ziegelei eröffnet und wurde immer wieder großzügig adaptiert. In der Variante mit reinen Sitzplätzen (UEFA-Fußballspiele, Leichtathletikveranstaltungen etc.) bot es etwa 13.300 Personen Platz. Die maximale Kapazität mit Sitz- und Stehplätzen betrug 21.005 Zuschauer.

Die Anlage wurde von 2010 bis 2012 renoviert bzw. umgebaut. Die Umbauarbeiten umfassten den Außenbereich, Vorplatz-Stehplätze und Kassen, Imbiss-Bereich, Toiletten, neue Fluchtwege, die Sanierung des Daches und der Betonstufen. Die alte Anzeigentafel wurde bereits durch zwei neue Videowalls ersetzt. Nach Abschluss der Umbauarbeiten 2012 verfügte das Gugl-Oval in der max. Sitz/Stehplatz-Variante über ca. 21.005 Zuschauer Platz.[3] Der V.I.P.-Raum bietet Platz für 150 Gäste. Bei Open-Air-Veranstaltungen mit Rasenbenutzung waren 31.000 Plätze verfügbar. Das Stadion besaß eine Rasenheizung.

Nach vierjähriger Pause wurde das Gugl-Leichtathletik-Meeting 2012 unter dem Namen „Gugl Games“ wieder durchgeführt. Die Veranstaltung für 2015 musste aus finanziellen Gründen abgesagt werden.[6]

Nachdem der LASK seine Heimspiele zuletzt in der Raiffeisen Arena in Pasching austrug, wird der Klub zur Saison 2022/23 auf die Gugl zurückkehren.[7] Der vom Linzer ASK angestrebte Neubau ist damit vom Tisch. Die Stadt, Bürger und Naturschützer waren gegen den Neubau in der Nähe des Pichlinger Sees. Das Linzer Stadion soll im Gegenzug in ein Fußballstadion ohne Leichtathletikanlage mit neuem V.I.P.-Bereich umgebaut werden. Der FC Blau-Weiß Linz wird wieder im Donauparkstadion spielen.[8] Der LASK erhält für 80 Jahre das alleinige Verfügungsrecht für das Linzer Stadion.[9]

Umbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. Juli 2020 stellte der LASK die Pläne für den Umbau des Stadions vor. Der unter Federführung von Architekt Harald Fux (Raumkunst ZT GmbH) erstellte Entwurf sollte 20.234 Plätze auf Ober- und Unterrang bieten. Zu internationalen Partien hätten 18.011 Plätze bereit gestanden. Die Leichtathletikanlage wird entfernt und es wird die UEFA-Kategorie 4 erfüllen, wodurch Länderspiele und das ÖFB-Cupfinale in der Spielstätte stattfinden können. Auf der Fantribüne, die ein durchgängiger Rang ist, wird es 4500 Stehplätze geben, die international in 3000 Sitzplätze umgewandelt werden können. Im Stadion ist ein Internat, ein Gesundheitszentrum, ein Fan-Dorf, ein Fanshop und ein Restaurant geplant. An Spieltagen wird es in der großen „Kinderarena“ Kinderbetreuung geben. Des Weiteren soll es 1763 Business-Seats, 42 Skyboxen und zwei Eventboxen geben. Die Fußballarena soll klimaneutral sein und es wird keine Wasserflaschen aus Kunststoff geben. Am Spielertunnel ist eine V.I.P.-Loge, wie im Tottenham Hotspur Stadium, geplant. Zu den Kosten wurden keine konkreten Zahlen genannt, sie liegen aber im Rahmen des Allianz Stadions (rund 53 Mio. Euro) und der Generali Arena (etwa 48 Mio. Euro). Der Spatenstich sollte im Frühjahr 2021 erfolgen und die Fertigstellung ist für den Juni 2022 geplant. Mit dem Umbau wird die Anlage einen neuen Namen erhalten. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich ist Namenssponsor und das Stadion wird Raiffeisen Arena heißen.[10]

Der für März 2021 geplante Spatenstich musste verschoben werden. Das Projektteam musste nach der Abwahl von Manfred Zauner als Geschäftsführer neu aufgestellt werden, hinzu kam Ärger um die Finanzierung und die Kosten. Das Land Oberösterreich wird maximal mit 30 Mio. Euro zum Umbau beitragen. Die restliche Summe soll durch ein Modell privater Investoren, das von der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich abgewickelt wird, finanziert werden.[11] Der neue Termin wurde für September des Jahres angesetzt. Den genauen Zeitpunkt muss der LASK noch bekannt geben.[12]

Der Spatenstich für die neue Raiffeisen Arena erfolgte am 9. Oktober 2021.[13] Nach dem Plan soll die Errichtung der modernen Fußballarena spätestens 10. Februar 2023 komplett abgeschlossen sein. So könnte die gesamte Rückrunde 2022/23 in der neuen Heimat bestritten werden. Der Baukonzern Porr erhielt den Zuschlag für den Bau.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Linzer Stadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadion Linz (Memento vom 12. August 2018 im Internet Archive)
  2. Stadion Linz. In: livasport.at. Abgerufen am 31. März 2021 (österreichisches Deutsch).
  3. a b Technical Rider (Memento vom 24. Juni 2016 im Internet Archive)
  4. Der LASK bastelt fleißig am neuen Stadion. In: meinbezirk.at. 20. Januar 2021, abgerufen am 31. März 2021 (österreichisches Deutsch).
  5. Neue Raiffeisen Arena erhält Baubewilligung. In: stadionwelt.de. 11. Januar 2021, abgerufen am 31. März 2021.
  6. Reinhold Pühringer: War es das für die Gugl Games? In: laola1.at. 15. Mai 2015, abgerufen am 31. März 2021 (österreichisches Deutsch).
  7. Rückkehr auf die Gugl ab 2022. In: lask.at. LASK, abgerufen am 23. Juli 2019 (österreichisches Deutsch).
  8. @1@2Vorlage:Toter Link/www.stadionwelt.de(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Kein Stadionneubau: LASK kehrt auf die Gugl zurück)
  9. Harald Bartl: LASK für die nächsten 80 Jahre alleine auf der Gugl. In: nachrichten.at. 3. Juli 2019, abgerufen am 3. Juli 2019 (österreichisches Deutsch).
  10. LASK präsentiert neues Stadion. In: stadionwelt.de. 22. Juli 2020, abgerufen am 26. Juli 2020.
  11. Linz: Finanzierung für neues Stadion gesichert. In: stadionwelt.de. 8. Juni 2021, abgerufen am 18. August 2021.
  12. Spatenstich für neues LASK-Stadion steht bevor. In: stadionwelt.de. 17. August 2021, abgerufen am 18. August 2021.
  13. Tomasz Sobura: Austria: Linzer ASK is building new home. In: stadiumdb.com. 16. Oktober 2021, abgerufen am 19. Oktober 2021 (englisch).
  14. LASK-Arena: Spatenstich am 9. Oktober. In: weltfussball.de. APA, 29. September 2021, abgerufen am 29. September 2021.