Linzer Stadion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Gugl-Linzer Stadion)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Linzer Stadion
Gugl-Oval
Das Linzer Stadion 1993 (oben) und 2002 (unten)
Blick auf den Stehplatzbereich des Linzer Stadions vor einem Spiel des FC Stahl Linz 1993 (oben) bzw. im Vorfeld eines Spiels des FC Blau-Weiß Linz 2002 (unten)
Daten
Ort Ziegeleistraße 76
OsterreichÖsterreich 4020 Linz, Österreich
Koordinaten 48° 17′ 37,4″ N, 14° 16′ 35,7″ OKoordinaten: 48° 17′ 37,4″ N, 14° 16′ 35,7″ O
Klassifikation 4
Eigentümer Immobilien Linz GmbH[1]
Betreiber LIVA Ges.m.b.H.[2]
Eröffnung 28. Juni 1952
Renovierungen 2010–2012
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 21.005 Plätze[3]
Kapazität (internat.) 13.300 Plätze
Spielfläche 105 × 68 m
Verein(e)
Veranstaltungen

Das Linzer Stadion, nach seiner Lage auf der gleichnamigen Anhöhe auch Gugl genannt, ist das größte Sportstadion der österreichischen Stadt Linz im Bundesland Oberösterreich. Das Fußballstadion mit Leichtathletikanlage wird sowohl dem FC Blau-Weiß Linz als auch dem LASK genutzt. Außerdem fand hier von 1988 bis 2008 jährlich die Leichtathletikveranstaltung Gugl-Meeting statt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sportstätte wurde am 28. Juni 1952 auf dem Gelände der ehemaligen Froschberg-Ziegelei eröffnet und seither immer wieder großzügig adaptiert. In der Variante mit reinen Sitzplätzen (UEFA-Fußballspiele, Leichtathletikveranstaltungen etc.) bietet es etwa 13.300 Personen Platz. Die maximale Kapazität mit Sitz- und Stehplätzen beträgt 21.005 Zuschauer.

Die Anlage wurde von 2010 bis 2012 renoviert bzw. umgebaut. Die Umbauarbeiten umfassten den Außenbereich, Vorplatz-Stehplätze und Kassen, Imbiss-Bereich, Toiletten, neue Fluchtwege, die Sanierung des Daches und der Betonstufen. Die alte Anzeigentafel wurde bereits durch zwei neue Videowalls ersetzt. Seit Abschluss der Umbauarbeiten 2012 bietet das Gugl-Oval in der max. Sitz/Stehplatz-Variante für ca. 21.005 Zuschauer Platz.[3] Der V.I.P.-Raum bietet Platz für 150 Gäste. Bei Open-Air-Veranstaltungen mit Rasenbenutzung sind 31.000 Plätze verfügbar. Das Stadion verfügt über eine Rasenheizung.

Nach vierjähriger Pause wurde das Gugl-Leichtathletik-Meeting 2012 unter dem Namen „Gugl Games“ wieder durchgeführt. Die Veranstaltung für 2015 musste aus finanziellen Gründen abgesagt werden.[4]

Nachdem der LASK seine Heimspiele zuletzt im Waldstadion in Pasching austrug, wird der Klub zur Saison 2022/23[5] auf die Gugl zurückkehren. Der vom Linzer ASK angestrebte Neubau ist damit vom Tisch. Die Stadt, Bürger und Naturschützer waren gegen den Neubau in der Nähe des Pichlinger Sees. Das Linzer Stadion soll im Gegenzug in ein Fußballstadion ohne Leichtathletikanlage mit neuem V.I.P.-Bereich umgebaut werden. Der FC Blau-Weiß Linz wird wieder im Donauparkstadion spielen. Der Club verbleibt aber noch drei Jahre am Gugl, bis die Anlage bundesligareif renoviert worden ist.[6] Der LASK erhält für 80 Jahre das alleinige Verfügungsrecht für das Linzer Stadion.[7]

Am 22. Juli 2020 stellte der LASK die Pläne für den Umbau des Stadions vor. Der unter Federführung von Architekt Harald Fux (Raumkunst ZT GmbH) erstellte Entwurf wird 20.234 Plätze auf Ober- und Unterrang bieten. Zu internationalen Partien sollen es 18.011 Plätze bereit stehen. Die Leichtathletikanlage wird entfernt und es wird die UEFA-Kategorie 4 erfüllen, wodurch Länderspiele und das ÖFB-Cupfinale in der Spielstätte stattfinden können. Auf der Fantribüne, die ein durchgängiger Rang ist, wird es 4.500 Stehplätze geben, die international in 3.000 Sitzplätze umgewandelt werden können. Im Stadion ist ein Internat, ein Gesundheitszentrum, ein Fan-Dorf, ein Fanshop und ein Restaurant geplant. An Spieltagen wird es in der großen „Kinderarena“ Kinderbetreuung geben. Des Weiteren soll es 1.763 Business-Seats, 42 Skyboxen und zwei Eventboxen geben. Die Fußballarena soll klimaneutral sein und es wird keine Wasserflaschen aus Kunststoff geben. Am Spielertunnel ist eine V.I.P.-Loge, wie im Tottenham Hotspur Stadium, geplant. Zu den Kosten wurden keine konkreten Zahlen genannt, sie liegen aber im Rahmen des Allianz Stadions (rund 53 Mio. Euro) und der Generali Arena (etwa 48 Mio. Euro). Der Spatenstich soll Anfang 2021 erfolgen und die Fertigstellung ist für den Juni 2022 vorgesehen. Mit dem Umbau wird die Anlage einen neuen Namen erhalten. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich ist Namenssponsor und das Stadion wird Raiffeisen Arena heißen.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Linzer Stadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ilg-linz.at: Website der Immobilien Linz GmbH (ILG)
  2. liva.at: Website der LIVA
  3. a b Technical Rider
  4. laola1.at: War es das für die Gugl Games? Artikel vom 15. Mai 2015.
  5. LASK. Abgerufen am 23. Juli 2019 (englisch).
  6. Kein Stadionneubau: LASK kehrt auf die Gugl zurück. In: stadionwelt.de. 3. Juli 2019, abgerufen am 3. Juli 2019.
  7. Harald Bartl: LASK für die nächsten 80 Jahre alleine auf der Gugl. In: nachrichten.at. 3. Juli 2019, abgerufen am 3. Juli 2019 (österreichisches Deutsch).
  8. LASK präsentiert neues Stadion. In: stadionwelt.de. 22. Juli 2020, abgerufen am 26. Juli 2020.