Gustav Althoff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Heinrich Friedrich Wilhelm Gustav Althoff (* 2. Januar 1885 in Minden; † 24. November 1948 in Baden-Baden) war ein deutscher Filmproduzent.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Althoff eröffnete 1910 in Dortmund sein eigenes Kino, das Orpheum. Kurz danach betätigte er sich auch beim Filmverleih. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges verlegte er sich mit seiner Berliner Firma Althoff & Co. auf die Filmproduktion und war 1921 Mitbegründer der Althoff-Amboss-Film (AAFA).

Darüber hinaus arbeitete er ab 1928 als Produktionsleiter für die Filmgesellschaft Albö und ab 1929 für die Berliner Aco-Film GmbH. 1930 übernahm er die Leitung der Aco. Althoff produzierte vorwiegend typische Unterhaltungsfilme aller Art, vor allem Romanzen und Komödien. Meist standen ihm nur relativ wenig bekannte Schauspieler zur Verfügung.

Während der Zeit des Nationalsozialismus konnte er unbeschadet weitermachen, hatte allerdings keine Nutzungsmöglichkeiten der Ateliers der staatlich kontrollierten Filmfirmen UFA, Tobis und Terra. So baute er im Frühjahr 1939 das am Nordrand von Babelsberg gelegene Lokal „Klemms Festsäle“ zu einem Filmstudio um, dem Althoff-Atelier. Ab September wurde in diesem Atelier gefilmt, dazu entstand nach Entwürfen des Architekten Benno-Franz Moebus eine zweite, größere Halle.

Althoffs Aco-Film wurde 1942 wie alle anderen noch verbliebenen privaten Filmfirmen aufgelöst. Er baute daraufhin 1942/43 ein neues Filmatelier in Babelsberg, das nach UFA und Terra die größte Hallenkapazität für Filmaufnahmen bot. Seine Frau Anna (1886–1967) führte das Geschäft nach seinem Tod weiter.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1920: Lepain, der König der Verbrecher
  • 1921: Arme, kleine Eva
  • 1921: Erzgauner
  • 1921: Der Held des Tages
  • 1925: Das alte Ballhaus (2 Teile)
  • 1925: Wallenstein
  • 1925: Aschermittwoch
  • 1926: Herbstmanöver
  • 1927: Die Lorelei
  • 1928: Ich hatte einst ein schönes Vaterland
  • 1928: Das Hannerl von Rolandsbogen
  • 1928: Herbstzeit am Rhein
  • 1928: Das Fräulein aus Argentinien
  • 1928: Heut' war ich bei der Frieda
  • 1928: Kaczmarek
  • 1929: Der Zigeunerprimas
  • 1929: Lux, der König der Verbrecher / Lux, der König der Banditen
  • 1929: Der Herr vom Finanzamt
  • 1929: Besondere Kennzeichen
  • 1929: Hütet euch vor leichten Frauen
  • 1929: Die Halbwüchsigen
  • 1929: Jugendsünden
  • 1929: Mädchen am Kreuz
  • 1929: Ja, ja, die Frauen sind meine schwache Seite
  • 1929: Der Sittenrichter / § 218. Eine wahre Begebenheit
  • 1930: Der Mann im Dunkel
  • 1930: Man schenkt sich Rosen, wenn man verliebt ist
  • 1930: Gehetzte Mädchen
  • 1930: Wenn Du noch eine Heimat hast
  • 1930: Zweimal Lux
  • 1930: Die grüne Laterne
  • 1930: Pariser Unterwelt
  • 1931: Dienst ist Dienst
  • 1931: Arme, kleine Eva
  • 1931: Keine Feier ohne Meyer
  • 1932: Annemarie, die Braut der Kompanie
  • 1932: Der verliebte Blasekopp
  • 1933: K 1 greift ein
  • 1933: Die Unschuld vom Lande
  • 1933: Karl renoviert seine Wohnung
  • 1933: Wenn Männer kochen
  • 1933: Heimat am Rhein
  • 1933: Die kalte Mamsell (auch Filmmusik)
  • 1933: Gretel zieht das große Los (auch Filmmusik)
  • 1934: Der Schrecken vom Heidekrug
  • 1934: Meine Frau, die Schützenkönigin
  • 1934: Wenn Mutter nicht zuhause ist
  • 1935: Wenn ein Mädel Hochzeit macht
  • 1936: Der verkannte Lebemann
  • 1936: Engel mit kleinen Fehlern
  • 1936: Hummel - Hummel
  • 1936: Dahinten in der Heide
  • 1938: Peter spielt mit dem Feuer / Der vertauschte Ehemann
  • 1941: Alarm
  • 1941: Clarissa
  • 1942: Mit den Augen einer Frau
  • 1943: Alles aus Liebe

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 1: A – C. Erik Aaes – Jack Carson. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 82 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]