Häagen-Dazs

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Häagen-Dazs-Filiale in Hamburg
Häagen-Dazs-Filiale in Japan

Häagen-Dazs [ˈhægənˌdas] ist eine US-amerikanische Marke von hochpreisigem Speiseeis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gleichnamige Herstellerfirma Häagen-Dazs wurde 1961 vom polnischstämmigen Ehepaar Rose und Reuben Mattus in New York City gegründet (heutiger Sitz in Oakland). Seit 1976 werden auch Eiscafés nach dem Konzessionssystem (Franchising) betrieben.

1983 verlor das Unternehmen seine Eigenständigkeit, als es vom US-amerikanischen Konzern Pillsbury aufgekauft wurde. 2001 wurde Pillsbury von General Mills übernommen. Durch ein 2001 vom dem Schweizer Nahrungsmittel-Konzern Nestlé aufgekauftes Gemeinschaftsunternehmen mit General Mills, liegen die Rechte am Vertrieb von Häagen-Dazs-Eiscreme für die USA und Kanada seit 2001 bei dem Nestlé-Tochterunternehmen Dreyer's, der Vertrag beinhaltet das Nutzungsrecht der Gourmetmarke Häagen-Dazs über die folgenden 99 Jahre in den USA.[1] Im Rest der Welt wird Häagen-Dazs weiterhin von General Mills vertrieben.[2]

Seit 1992 wird die Mehrheit der Häagen-Dasz-Produkte für die ganze Welt (mit Ausnahme von Japan und den USA, die ihre eigenen Werke haben) in Frankreich (Tilloy-lès-Mofflaines) produziert[3].

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markenname „Häagen-Dazs“ ist ein Kunstwort und sollte für die amerikanischen Verbraucher europäisch aussehen und klingen und mit europäischer Tradition und Handwerkskunst in Verbindung gebracht werden; der Umlaut und das „z“ werden bei der Aussprache jedoch nicht berücksichtigt. Um den beabsichtigten Eindruck zu verstärken, ergänzte der Gründer Reuben Mattus das Firmenlogo in den Anfangsjahren um einen Umriss der Landkarte von Dänemark. Ein weiterer Grund für die Verwendung eines dänisch klingenden Namens war die Erklärung Reuben Mattus’, Dänemark habe als einziger europäischer Staat die Juden während des Zweiten Weltkriegs gerettet:

„The only country which saved the Jews during World War II was Denmark, so I put together a totally fictitious Danish name and had it registered. […] Häagen-Dazs doesn’t mean anything. [But] it would attract attention, especially with the umlaut.“

„Das einzige Land, das die Juden während des Zweiten Weltkriegs rettete, war Dänemark, so setzte ich einen komplett fiktiven dänischen Namen zusammen und ließ ihn registrieren. […] Häagen-Dazs bedeutet nichts. [Doch] es erzeugt Aufmerksamkeit, besonders mit dem Umlaut.“

Joan Nathan zitiert Reuben Mattus in Tablet vom 2. August 2012: Ice Cream’s Jewish Innovators.[4]

Der Buchstabe „ä“ existiert im dänischen Alphabet gar nicht, seine Entsprechung ist der Buchstabe „æ“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Häagen-Dazs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Haagen-Dazs scooped up Nestle buys out General Mills from joint venture that controls gourmet brand. (cnnmoney)
  2. Oligopoly brief: General Mills. In: Oligopoly Watch. 11. Oktober 2003 (englisch, oligopolywatch.com (Memento vom 13. August 2010 im Internet Archive)). Oligopoly brief: General Mills (Memento des Originals vom 13. August 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oligopolywatch.com
  3. Häagen-Dazs launches mini-bars
  4. Joan Nathan: Ice Cream’s Jewish Innovators. In: tabletmag.com. 2. August 2012, abgerufen am 30. Mai 2019 (englisch).