Héctor Gros Espiell

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Héctor Gros Espiell (2005)

Héctor Gros Espiell (* 17. September 1926 in Montevideo[1]; † 30. November 2009 ebenda) war ein uruguayischer Politiker und Rechtswissenschaftler.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Héctor Gros Espiell war Professor der Rechtswissenschaften an der Universidad de la República in Montevideo mit den Spezialgebieten Verfassungsrecht und Internationales Recht. Er wirkte als Richter am Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte und hatte dort auch den Vorsitz inne. Zudem übte er die Funktion des Exekutivdirektors des Instituto Interamericano de Derechos Humanos aus. Auch vertrat er Uruguay im Streit mit Argentinien um die Errichtung einer Cellulose-Fabrik am Río Uruguay vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Überdies war er Vertreter Uruguays bei der Menschenrechtskommission der UNO.

Gros Espiell, der der Partido Nacional angehörte[2], war in der Regierung von Luis Alberto Lacalle vom 1. März 1990 bis zum 4. Januar 1993 Außenminister von Uruguay.[3] Zuletzt war er bis ins Jahr 2008 Botschafter Uruguays in Frankreich.

Er verstarb im Alter von 83 Jahren an einer unheilbaren Krankheit, derentwegen er sich Monate zuvor aus der Politik zurückgezogen hatte.[4][5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] (spanisch) auf laley.com.uy, abgerufen am 7. Mai 2017
  2. Murió el ex canciller uruguayo Héctor Gros Espiell (spanisch) auf www.lostiempos.com vom 30. November 2009, abgerufen am 6. März 2014
  3. Ministries, etc. auf www.rulers.org, abgerufen am 6. März 2014
  4. Falleció el especialista en derecho Héctor Gross Espiell (spanisch) auf www.observa.com.uy vom 1. Dezember 2009, abgerufen am 6. März 2014
  5. Murió el ex canciller uruguayo Héctor Gros Espiell (spanisch) auf www.lostiempos.com vom 30. November 2009, abgerufen am 6. März 2014