Hỏa-Lò-Gefängnis

Das Hỏa-Lò-Gefängnis (vietnamesisch Hỏa Lò ‚glühender Ofen‘) war ein Gefängnis für politische Gefangene in Hanoi, Vietnam. In Anlehnung an die Hilton Hotels war die ironische Bezeichnung amerikanischer Kriegsgefangener für die Einrichtung Hanoi Hilton.
Erbaut wurde das Gefängnis 1904 von den Franzosen, um vietnamesische Widerstandskämpfer zu inhaftieren und zu foltern. Während des Vietnamkriegs diente das Gebäude den Nordvietnamesen als Gefängnis für amerikanische Kriegsgefangene, insbesondere Piloten. Diese wurden nach Eintreten des Waffenstillstands vom 27. Januar 1973 aus dem Gefängnis entlassen, als im März 1973 ein großer Austausch von Kriegsgefangenen[1] mit den USA erfolgte.
Durch den Film Hanoi Hilton wurde der Name zu einem feststehenden Begriff.
Bekannte Inhaftierte
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- Bernhard Diehl, deutscher Arzt, Angehöriger des Malteser-Hilfsdiensts
- Joseph Kittinger, Pilot der US-Luftwaffe, Stratosphären-Fallschirmspringer
- William Lawrence, Pilot der US-Marine
- John McCain, Pilot der US-Marine, Politiker der Republikanischen Partei, Senator und Präsidentschaftskandidat 2008
- James Robinson Risner, Pilot der US-Luftwaffe
- Monika Schwinn, deutsche Krankenpflegerin, Angehörige des Malteser-Hilfsdiensts
- James Stockdale, Helikopterpilot der US-Luftwaffe
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- James Robinson Risner: The Passing of the Night. My Seven Years as a Prisoner of the North Vietnamese. Random House, New York NY 1974, ISBN 0-394-48967-5.
- Tom Wilber, Jerry Lembcke: Dissenting POWs. From Vietnam’s Hoa Lo Prison to America Today. Monthly Review Press, 2021, ISBN 158367909X.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ François Guillemot: Histoire du Viêt Nam contemporain de 1858 à nos jours (= Collection Grands repères manuels). 2. Auflage. Éditions La Découverte, Paris 2025, ISBN 978-2-348-08767-7, S. 159.
Koordinaten: 21° 1′ 31″ N, 105° 50′ 47″ O