Hilton Hotels

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Hilton Hotels Corp.
Hilton Logo.svg
Rechtsform Corporation
ISIN US43300A1043
Gründung 1919 in Washington, D.C.
Sitz Cisco, Texas, Vereinigte Staaten
Leitung Christopher J. Nassetta (CEO) (2013)
Mitarbeiter 135.000
Umsatz 7.44 Mrd. USD (2006)
Branche Hotel- und Gastgewerbe
Produkte HotelVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.hiltonworldwide.com
Hilton Hawaiian Village in Waikiki
Hilton in Liverpool
Conrad in Tokio

Hilton Hotels ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Tysons Corner (Virginia) (Fairfax County) und eine der größten Hotelketten weltweit.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

Die Hotelkette wurde 1919 durch Conrad Nicholson Hilton in Cisco (Texas) gegründet und seit dem zu einer führenden Hotelmarke entwickelt. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts beschränkte sich das Wachstum noch auf die USA. Die weltweite Expansion begann mit der Eröffnung des Caribe Hilton in Puerto Rico 1949. Das erste Standbein in Europa verschaffte sich Hilton 1955 mit dem Hilton Istanbul, drei Jahre später folgte der erste deutsche Vertreter in Berlin. Hilton war das erste Haus, das den Gästen Annehmlichkeiten wie Fernseher und Telefon mit Direktwahl bot.

Bis Februar 2006 bestand Hilton aus zwei Unternehmen: Hilton Hotels Corporation und Hilton International. 1949 wurden diese zwei Unternehmensformen gegründet, um zwischen den Hilton-Hotels in den Vereinigten Staaten und den Hotels außerhalb der USA zu unterscheiden. Die Markenrechte an dem Namen Hilton für den Bereich außerhalb von Nordamerika wurden Ende der 60er Jahre an eine britische Firma verkauft, die sich „The Hilton Group plc.“ nennt. Nachdem Hilton International mehrfach den Besitzer wechselte, übernahm 1987 die britische Firma Ladbroke Group PLC das Unternehmen. Im Februar 2006 ging diese Firma für 5,3 Mrd. Dollar über wieder zum Mutterkonzern.

Im Jahr 1997 vereinbarten beide Hilton-Konzerne eine Zusammenarbeit auf Marketingebene, um für die Kunden ein einheitliches Auftreten zu gewährleisten. Zusammenarbeit im Sales- und Marketingbereich einschließlich eines gemeinsamen Logos.

Im Juli 2007 erwarb der Investor Blackstone Group die Hilton-Kette für 26 Mrd. US$ (19 Mrd. Euro).

Im September 2013 wurde bekannt, dass die Blackstone Group die Hilton-Hotels wieder an die Börse bringen möchte[1]. Am 11. Dezember 2013 startete der Handel mit der Aktie bei 20 US-Dollar unter der Abkürzung HLT und der ISIN US43300A1043[2].

Standorte[Bearbeiten]

Hilton Hotels sind heute in über 70 Ländern präsent (Afrika, Naher Osten, Asien, Australien, Nord- und Südamerika, Europa). Die Hilton Hotels Corporation (NYSE:HLT) führt mit Stand Oktober 2006 gegenwärtig 2817 Hotels mit insgesamt 485.356 Zimmern unter Ihrem Management. Damit ist die Hotelgruppe hinsichtlich der Anzahl der Zimmer weltweit auf Platz vier der Kettenhotellerie, hinter InterContinental, Wyndham und Marriott.

Das Portfolio umfasst zehn Hotelmarken, darunter neben Hilton selbst auch Hilton Garden Inn, Conrad, Doubletree, Embassy Suites Hotels, Hampton Inn, Hampton Inn & Suites, Hilton Grand Vacations, die Apartment-Hotel-Marke Homewood Suites by Hilton sowie The Waldorf=Astoria Collection.

In den USA befinden sich 2.300 Hotels im Besitz sowie unter dem Management der Hilton Hotels Corporation oder laufen als Franchise-Unternehmen. Außerhalb der USA betreibt das Unternehmen 262 Hotels der Marke Hilton. Zudem befinden sich momentan ca. 700 Hotels in der Planungsphase, was Hilton zu der am schnellsten wachsenden Hotelkette in der Welt emporsteigen lässt. Die 131 Hotels der eigenen Marke Scandic wurden im Frühjahr 2007 für rund 833 Millionen Euro an die skandinavische Investmentfirma EQT verkauft.[3]

Bekannte Häuser sind Hilton Hawaiian Village, Waldorf-Astoria in New York City, The Drake und The Palmer House Hilton in Chicago, Langham Hilton und London Hilton Park Lane, Cavalieri Hilton in Rom, Ramses Hilton in Kairo. Das Nile Hilton, eines der bekanntesten Hotels in Ägypten, wechselte im Jahr 2009 aufgrund von Streitigkeiten zwischen der Besitzer- und der Betreibergesellschaft zur Ritz-Carlton-Gruppe, unter der es Ende 2011 nach umfassender Renovierung wieder eröffnet wurde.

Hilton im deutschsprachigen Raum[Bearbeiten]

Hilton in Bonn

Das erste in Deutschland eröffnete Hilton Hotel war das 1958 eröffnete Berlin Hilton, das seit den 1990ern zur InterContinental Hotels Group gehört. Derzeit ist der Hilton-Konzern in Deutschland mit Hotels der Marke Hilton in Berlin, Bonn, Düsseldorf, Dresden, Köln, Nürnberg sowie je zwei in Frankfurt am Main, Mainz und München sowie zwei Hilton Garden Inn in Stuttgart und Frankfurt am Main vertreten. Anfang 2013 eröffnete im Hochhaus Zoofenster in Berlin das erste Hotel der Hilton-Luxusmarke Waldorf Astoria in Deutschland.[4]

In Österreich existieren derzeit drei Hilton in Wien sowie eines in Innsbruck, in der Schweiz ist die Marke mit Hotels in Basel und am Flughafen Zürich präsent.

Zum 1. März 2008 übernahm Olivier Harnisch die Position des Vice President International Operations Hilton Hotels – Germany & Switzerland von seinem Vorgänger Ola Ivarsson. In dieser Position ist er für die Hotels in Deutschland und zwei Hotels in der deutschsprachigen Schweiz verantwortlich. Seit 2011 ist Olivier Harnisch als Area Vice President Northern and Central Europe zusätzlich für Österreich und Skandinavien zuständig. Sein Verantwortungsbereich umfässt nun 28 Hotels und vier Marken.

Die Familie Hilton[Bearbeiten]

Bekannte Mitglieder der Hoteldynastie sind

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hotelgruppe Hilton wieder an der Börse. Handelsblatt, 12. September 2013
  2. http://www.handelsblatt.com/finanzen/aktien/neuemissionen/hotelkette-hilton-aktie-geht-zu-20-dollar-auf-den-markt/9206644.html
  3. Hilton verkauft Scandic-Hotels, Handelsblatt, 3. März 2007
  4. Waldorf-Astoria zieht ins Zoofenster. Tagesspiegel, 24. Januar 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hilton Hotels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien