Hilton Hotels

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Hilton Worldwide Corp.
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Rechtsform Corporation
ISIN US43300A2033
Gründung 1919
Sitz Tysons Corner, Vereinigte Staaten
Leitung Christopher J. Nassetta (CEO)
Mitarbeiter 169.000[1]
Umsatz 11,663 Mrd. USD[2]
Branche Hotellerie
Website www.hiltonworldwide.com
Stand: 31. Dezember 2016 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2016
Hilton Hawaiian Village in Waikiki
Hilton in Liverpool

Hilton Worldwide (früher Hilton Hotels) ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Tysons Corner, nahe Washington, D.C., und eine der größten Hotelketten weltweit.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hotelkette wurde 1919 von Conrad Nicholson Hilton in Cisco (Texas) gegründet und seitdem zu einer führenden Hotelmarke entwickelt. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts beschränkte sich das Wachstum noch auf die USA.

Die weltweite Expansion begann mit der Eröffnung des Caribe Hilton in Puerto Rico 1949. Das erste Standbein in Europa verschaffte sich Hilton 1955 mit dem Hilton Istanbul, drei Jahre später folgte der erste deutsche Vertreter in Berlin. Hilton war das erste Haus, das den Gästen Annehmlichkeiten wie Fernseher und Telefon mit Direktwahl bot.

1949 wurden Hilton Hotels Corporation und Hilton International gegründet, um zwischen den Hotels in den USA und denen außerhalb zu unterscheiden. Die internationalen Markenrechte wurden Ende der 1960er Jahre an die britische Firma „The Hilton Group plc.“ verkauft. Nachdem Hilton International mehrfach den Besitzer wechselte, übernahm 1987 die britische Firma Ladbroke Group PLC das Unternehmen.

Im Jahr 1997 vereinbarten beide Hilton-Konzerne eine Zusammenarbeit auf Marketingebene, um für die Kunden ein einheitliches Auftreten zu gewährleisten. Außerdem erfolgte eine Zusammenarbeit im Sales- und Marketingbereich einschließlich Benutzung eines gemeinsamen Logos. Im Februar 2006 ging Hilton International für 5,3 Mrd. Dollar zum Mutterkonzern über und verschmolz mit ihm.

Die 131 Hotels der eigenen Marke Scandic wurden im Frühjahr 2007 für rund 833 Millionen Euro an die skandinavische Investmentfirma EQT verkauft.[3] Im Juli 2007 erwarb der Investor Blackstone Group die Hilton-Kette für 26 Mrd. US-$ (19 Mrd. Euro).

Im September 2013 wurde bekannt, dass die Blackstone Group die Hilton-Hotels wieder an die Börse bringen möchte.[4] Am 11. Dezember 2013 startete der Handel mit der Aktie bei 20 US-Dollar unter der Abkürzung HLT und der ISIN US43300A1043.[5] Ende 2016 besaß Blackstone noch 40,3 % Hilton Worldwide, wobei für 25 % ein Kaufvertrag mit dem chinesischen Unternehmen HNA Group vereinbart war.[6]

Am 3. Januar 2017 waren die Spin-Offs von Park Hotels & Resorts Inc. und Hilton Grand Vacations Inc. vollzogen. Nach den Spin-Offs wurde die Anzahl der Aktien von 30 Milliarden auf 10 Milliarden reduziert.[7]

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hilton Hotels sind in 104 Ländern weltweit präsent. Die Hilton Hotels Corporation (NYSE:HLT) führt mit Stand Dezember 2016 nach eigenen Angaben 4.922 Hotels mit insgesamt 804.097 Zimmern unter ihrem Management.[1] Damit ist die Hotelgruppe hinsichtlich der Anzahl der Zimmer weltweit auf Platz zwei der Kettenhotellerie, hinter Marriott und vor InterContinental.[8]

In den USA befinden sich 2.300 Hotels im Besitz sowie unter dem Management der Hilton Hotels Corporation oder laufen als Franchise-Unternehmen. Außerhalb der USA betreibt das Unternehmen 262 Hotels der Marke Hilton. Zudem sind etwa 700 weitere Hotels in der Planung, sodass das Unternehmen als die am schnellsten wachsende Hotelkette weltweit gilt.

Bekannte Häuser sind Hilton Hawaiian Village, Waldorf-Astoria in New York City, The Drake und The Palmer House Hilton in Chicago, Langham Hilton und London Hilton Park Lane, Cavalieri Hilton in Rom, Ramses Hilton in Kairo. Das Nile Hilton, eines der bekanntesten Hotels in Ägypten, wechselte im Jahr 2009 aufgrund von Streitigkeiten zwischen der Besitzer- und der Betreibergesellschaft zur Ritz-Carlton-Gruppe, unter der es Ende 2011 nach umfassender Renovierung wieder eröffnet wurde.

Deutschsprachiger Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hilton in Bonn

Das erste in Deutschland eröffnete Hilton Hotel war das 1958 eröffnete Berlin Hilton, das seit den 1990er Jahren zur InterContinental Hotels Group gehört. Von 1971 bis 1978 war der Deutsche Helmut Hoermann General Manager der Hilton International Company und betrieb gezielt die Expansion in die Bundesrepublik Deutschland. Derzeit ist der Konzern in Deutschland mit Hotels der Marke Hilton in Berlin, Bonn, Düsseldorf, Dresden, Köln, Nürnberg sowie je zwei in Frankfurt am Main und Mainz vertreten. Nach der 2015 erfolgten Übernahme des ehemals von Kempinski geführten Hauses am Flughafen München (seither Hilton Munich Airport) gibt es in München drei Hotels der Marke Hilton. Darüber hinaus verfügt die Kette über je ein Hilton Garden Inn in Stuttgart und Frankfurt am Main und je ein Hampton in Berlin und Aachen. Anfang 2013 eröffnete im Hochhaus Zoofenster in Berlin das erste Hotel der Hilton-Luxusmarke Waldorf Astoria in Deutschland.[9]

Im Juli 2015 eröffnete das traditionsreiche Hotel Reichshof in Hamburg als Teil der neuen Curio Collection unter dem Namen Reichshof Hamburg, Curio Collection by Hilton.[10][11]

In Österreich existieren derzeit drei Hilton in Wien sowie eines in Innsbruck, in der Schweiz existiert ein Hotel am Flughafen Zürich.

Am 1. März 2008 übernahm Olivier Harnisch die Position des Vice President International Operations Hilton Hotels – Germany & Switzerland von seinem Vorgänger Ola Ivarsson. In dieser Position ist er für die Hotels in Deutschland und zwei Hotels in der deutschsprachigen Schweiz verantwortlich. Seit 2011 ist Olivier Harnisch als Area Vice President Northern and Central Europe zusätzlich für Österreich und Skandinavien zuständig. Sein Verantwortungsbereich umfasst nun 28 Hotels und vier Marken.

Marken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand 15. Februar 2017 werden folgende Marken von Hilton Worldwide geführt:[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hilton Hotels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hilton Worldwide Holdings: Form 10-K. 15. Februar 2017, S. 2, abgerufen am 18. März 2017 (PDF (1.09MB), englisch).
  2. Hilton Worldwide Holdings: Form 10-K. 15. Februar 2017, S. 41, abgerufen am 18. März 2017 (PDF (1.09MB), englisch).
  3. Hilton verkauft Scandic-Hotels. In: Handelsblatt. 3. März 2007, abgerufen am 5. Juni 2017.
  4. Hotelgruppe Hilton wieder an der Börse. In: Handelsblatt. 12. September 2013, abgerufen am 5. Juni 2017.
  5. Aktie geht zu 20 Dollar auf den Markt. In: Handelsblatt. 12. Dezember 2013, abgerufen am 5. Juni 2017.
  6. Scheitert die HNA-Beteiligung an Hilton? In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 7. März 2017, abgerufen am 5. Juni 2017.
  7. Hilton Worldwide Holdings: Form 10-K. 15. Februar 2017, S. 3, abgerufen am 18. März 2017 (PDF (1.09MB), englisch).
  8. 325 Hotels. The wind of change. In: Hotels. July/August, 2016, S. 24.
  9. Waldorf-Astoria zieht ins Zoofenster. In: Der Tagesspiegel. 24. Januar 2009, abgerufen am 5. Juni 2017.
  10. Hotel Reichshof Hamburg bekommt Marke Curio by Hilton. In: hottelling. 2. März 2015, abgerufen am 5. Juni 2017.
  11. Hilton-Gruppe eröffnet erstes Hotel in Hamburg – Curio by Hilton Reichshof in historischem Gebäude. In: TrendJam Magazin. Abgerufen am 16. Juli 2015.
  12. Hilton Worldwide Holdings: Form 10-K. 15. Februar 2017, S. 5 ff., abgerufen am 18. März 2017 (PDF (1.09MB), englisch).