Habighorst

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Dieser Artikel behandelt den Ort Habighorst, zur gleichnamigen Person siehe Georg Habighorst.

Koordinaten: 52° 25′ 23″ N, 10° 8′ 2″ O

Habighorst
Gemeinde Eschede
Höhe: 67 m
Fläche: 15,84 km²
Eingemeindung: 1. Januar 2014
Postleitzahl: 29359
Vorwahl: 05142
Habighorst (Niedersachsen)
Habighorst

Lage von Habighorst in Niedersachsen

Habighorst ist eine Ortschaft der Gemeinde Eschede im Landkreis Celle in Niedersachsen.

Ehemaliges Rittergut und Sattelhof (Herrenhaus von 1673), Habighorst [1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Habighorst liegt nordöstlich von Celle am Naturpark Südheide.

Das Siedlungsgebiet Habighorster Höhe liegt, durch einige landwirtschaftliche Flächen getrennt, in etwa 600 Meter Entfernung südöstlich von Habighorst und ist über die Kreisstraße K34 angebunden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg Ernest von Melvilll (1668-1742)

Urkundlich wurde Habighorst erstmals 1291 unter dem Namen Havichhorst erwähnt. Seit dem 15. Jahrhundert ist der Ort als Stammsitz des Ministerialengeschlechts von Habighorst belegt. In einer Lehnsurkunde aus dem Jahr 1427 wird ein Luderus Havichors mit mehreren Hofstellen belehnt. 1702 wird Georg Ernest von Melvill mit dem Rittergut belehnt, dem späteren General und Gouverneur der Festung Hameln. Er war der Sohn des schottischen Generalmajors Andre` de Melvill und am Hofe des Herzogs Georg Wilhelm als Page ausgebildet. Seine Mutter war die Hugenottin Nymphe de la Motte - Chevallerie.

1916 begann bei Habighorst die Förderung von Kali aus dem Schacht Fallersleben, der von der fünf Jahre zuvor gegründeten Bergwerksgesellschaft betrieben wurde. Nach Zusammenlegung mit dem Schacht Mariaglück in Höfer, nahm 1922 auch Mariaglück die Förderung auf. 1924 wurde der Schacht Fallersleben bereits wieder stillgelegt und sorgte nur noch für die Bewetterung der Anlage und diente als zweiter fahrbarer Ausgang für den Schacht Mariaglück.

Die Habighorster Höhe wurde angelegt, als in den 1950er Jahren großer Bedarf an Wohnungen für Bergwerksfamilien und Flüchtlinge (aus ehemaligen deutschen Ostgebieten) bestand.

Zum 1. Januar 2014 erfolgte die Auflösung der Samtgemeinde Eschede mit ihren Mitgliedsgemeinden Eschede, Habighorst, Höfer sowie Scharnhorst und dafür die Neubildung einer Einheitsgemeinde Eschede.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle zeigt die Einwohnerentwicklung von Habighorst seit 1821.[3] Anzumerken ist, dass der sprunghafte Anstieg der Einwohnerzahlen nach dem Zweiten Weltkrieg im Wesentlichen durch den Zuzug Vertriebener bedingt ist.

Jahr Einwohner Häuser Jahr Einwohner Häuser Jahr Einwohner Häuser
1821 132 1939 416 1967 929
1848 130 1950 882 2000 800

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Gemeinderat von Habighorst setzte sich zum Zeitpunkt der Eingemeindung nach Eschede aus neun Ratsmitgliedern zusammen.

Ortsbürgermeister des Ortsteils Habighorst ist Thomas Munder.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herrenhaus in Burghorn in dem Mackensen verstarb [5]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Habighorst

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 191 verläuft am Westrand durch das Gemeindegebiet von Habighorst, durch Ortschaft selbst verläuft die Kreisstraße 34.

In Habighorst gibt es eine Freiwillige Feuerwehr. Aus Anlass ihres hundertjährigen Jubiläums wurde in Habighorst 2010 der Kreisfeuerwehrtag ausgetragen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Hoppe, Kurt W. Seebo: Spuren des Salzes in einer Landgemeinde: Beitrag zur Geschichte der Kali- und Salzbergwerke Fallersleben in Habighorst und Mariaglück in Höfer. Eschede 2003, ISBN 3-8334-0605-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Habighorst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Habighorst und sein Rittergut
  2. Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Eschede, Landkreis Celle vom 19. Juni 2013, In: Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 10/2013 vom 25. Juni 2013, S. 164
  3. http://www.eschede.de/eschede-von-a-z/habighorst.html
  4. Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher der Ortschaften in Eschede
  5. Geschichte des Herrenhauses und der Siedlung Burghorn