Hammersee (Bodenwöhr)

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Hammersee
Hammerweiher
Bodenwöhr Hammerweiher 14 08 2013 03.jpg
Der Hammersee mit Bodenwöhr (links)
Geographische Lage Gemeinde Bodenwöhr, Landkreis Schwandorf, Bayern, Deutschland
Zuflüsse Gleixnerbach, Schafgraben, Grasenbach/Pechmühlbach, Schwarzenbachl
Abfluss Sulzbach → RegenDonau
Orte am Ufer Bodenwöhr (Südufer), Blechhammer (Nordufer)
Daten
Koordinaten 49° 16′ 19″ N, 12° 18′ 27″ OKoordinaten: 49° 16′ 19″ N, 12° 18′ 27″ O
Hammersee (Bodenwöhr) (Bayern)
Hammersee (Bodenwöhr)
Höhe über Meeresspiegel 370 m ü. NN
Fläche 31 ha[1][2]
Länge 3 km
Breite 100 mdep1
Maximale Tiefe 5 m[1][2]
Mittlere Tiefe 2,5 m

Besonderheiten

Stausee, Wasserkraft wurde früher zur Eisenverhüttung genutzt

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Der Hammersee (auch: Hammerweiher) in Bodenwöhr gehört zum Oberpfälzer Seenland und wird heute vorwiegend touristisch genutzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1123 wurde Bodenwöhr erstmals urkundlich erwähnt. Ein Mann mit Namen „Poto“ hat hier seine Mühle mit Wehr („Potenwre“, heute Bodenwöhr) betrieben. Erzfunde im Umland, auch durch den Ortsnamen „Erzhäuser“ belegt, begünstigten den Bau eines Eisenhammers. Bereits vor 1464 wurde ein solches Hüttenwerk nach Bodenwöhr verlegt, das durch die Wasserkraft der aufgestauten Bachläufe aus der Umgebung betrieben wurde. Schon zur damaligen Zeit dürfte der See also existiert haben. Nach der endgültigen Schließung des Hüttenwerks im Jahr 1971 wurde die Nutzung des Hammersees zu Freizeit- und Erholungszwecken in den Vordergrund gestellt. Die Wasserkraft wird heute nicht mehr genutzt.[3]

Heutige Nutzung des Sees[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute liegen drei Campingplätze unmittelbar am Ufer des Hammersees, außerdem gibt es in Bodenwöhr zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten, Gasthöfe, Ferienwohnungen und Pensionen. Der Hammersee ist ein fischreiches Gewässer und wird daher gern auch von Anglern genutzt. Der See darf mit Booten ohne Motor befahren werden. Es gibt mehrere öffentliche Badestellen am See, darunter ein öffentliches Seebad mit Sandstrand und Kiosk in Bodenwöhr. Für Wanderer und Radfahrer gibt es einen Rundweg um den See und viele weitere Tourenmöglichkeiten in der näheren Umgebung. Der Rundweg ist an den überregionalen Prädikatswanderweg Goldsteig angebunden.

Wasserqualität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 2011 bis 2015 wurde dem See über die gesamte Badesaison hinweg jeweils eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt.[4][5]

Nebengewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Zuflüssen des Hammersees sind bereits kleinere Gewässer aufgestaut: der Weichselbrunner Weiher (Wasserfläche: rund 8 ha) im Westen an den Zuflüssen Gleixnerbach und Schafgraben, der Warbrucker Weiher (Wasserfläche: rund 16 ha) im Osten an den Zuflüssen Grasenbach bzw. Pechmühlbach und Schwarzenbachl. Der Weichselbrunner Weiher liegt komplett im 107 Hektar umfassenden Naturschutzgebiet Weichselbrunner Weiher und Trockenkiefernwald bei Bodenwöhr.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hammersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Landratsamt Schwandorf: Badegewässerprofil Hammersee Blechhammer. Online auf www.landkreis-schwandorf.de. Abgerufen am 30. Dezember 2015.
  2. a b Landratsamt Schwandorf: Badegewässerprofil Hammersee Seewinkl. Online auf www.landkreis-schwandorf.de. Abgerufen am 30. Dezember 2015.
  3. Gemeinde Bodenwöhr: Ortsgeschichte (Memento vom 30. Dezember 2015 im Internet Archive). Online auf www.bodenwoehr.de. Abgerufen am 30. Dezember 2015.
  4. seen.de: Fakten Hammersee. Online auf www.seen.de. Abgerufen am 30. Dezember 2015.
  5. Landratsamt Schwandorf: Wasserqualität Hammersee Bodenwöhr. Online auf www.landkreis-schwandorf.de. Abgerufen am 30. Dezember 2015.