Hans-Peter Villis

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Hans-Peter Villis (* 1958 in Castrop-Rauxel) ist ein deutscher Manager. Er war vom 1. Oktober 2007 bis zum 30. September 2012 Vorstandsvorsitzender der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1987 bis 1989 war Villis Kaufmännischer Leiter der Werksdirektion Kokereien, Bergbau AG Westfalen in Dortmund. Im Anschluss arbeitete er bis 1992 bei der VEBA Kraftwerke Ruhr AG in Gelsenkirchen als Manager Planung und Controlling. Villis wechselte 1992 in die VEBA AG und war dort bis 1993 als Projektmanager Ostdeutschland tätig. Von 1993 bis 1999 war Hans-Peter Villis Geschäftsführer der Städtischen Werke Magdeburg GmbH. Danach war er Mitglied im Vorstand der Gelsenwasser AG bis 2002. Von Januar 2003 bis September 2003 war Villis Geschäftsführer des Elektrizitätswerks Wesertal GmbH in Hameln. Anschließend war er bis Juni 2006 Vorstandsvorsitzender E.ON Westfalen Weser AG in Paderborn. Danach war er bis September 2007 Finanzvorstand und Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der E.ON Nordic AB. Am 1. Oktober 2007 wurde Hans-Peter Villis als Nachfolger von Utz Claassen zum Chief Executive Officer der EnBW. Er ist bestellt bis 30. September 2012.

Im August 2010 positionierte sich Villis als einer von 40 Unterzeichnern des Energiepolitischen Appells, einer Lobbyinitiative der vier großen Stromkonzerne um die Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke voranzubringen.

Im März 2011 begann die Nuklearkatastrophe von Fukushima, kurz darauf verkündete die deutsche Bundesregierung ein Atom-Moratorium und später einen Atomausstieg bis 2023. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2011 kam zum ersten Mal die CDU nicht an die Regierung; vielmehr stellt eine grün-rote Koalition (Kabinett Kretschmann I) die Landesregierung.

Im Dezember 2011 kündigte Villis seinen Rückzug an. Er stehe nach Auslaufen seines Vertrages Ende September 2012 nicht mehr zur Verfügung.[1][2] EnBW teilte am 30. März 2012 mit, dass Frank Mastiaux sein Nachfolger wird.[3]

Im Geschäftsjahr 2011 erhielt Villis eine Gesamtvergütung von rund 2,1 Millionen Euro – das sind etwa 175.000 Euro monatlich. Im Vorjahr waren es mehr als drei Millionen Euro gewesen. [4]

Villis ist seit Oktober 2010 Aufsichtsratsmitglied des Fußballbundesligisten VfL Bochum.[5] Im September 2012 übernahm er den Aufsichtsratsvorsitz beim VfL Bochum.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. EnBW-Chef Villis kündigt seinen Rückzug an. In: zeit.de, 6. Dezember 2011.
  2. enbw.com
  3. Dr. Frank Mastiaux übernimmt ab Oktober 2012 den Vorsitz des Vorstands bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG
  4. EnBW Corporate Governance Bericht (PDF).
  5. Die Führung des VfL Bochum 1848. In: vfl-bochum.de, abgerufen am 7. Dezember 2011.
  6. Michael Eckardt, Ralf Ritter: Hans-Peter Villis ist neuer Aufsichtsrats-Chef beim VfL Bochum. In: derwesten.de, 10. September 2012.