Hans Berndt (Mediziner)

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Hans Berndt (* 4. April 1927) ist ein deutscher Gastroenterologe, Hochschullehrer und Publizist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Berndt studierte von 1946 bis 1951 Medizin.[1] 1954 wurde er an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Dissertation über Kryoglobulinämie zum Dr .med. promoviert.[2]

Von 1959 bis 1977 war Hans Berndt am Zentralinstitut für Krebsforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR tätig (Habilitation 1962,[3] Ernennung zum Professor 1971).[4]

1977 wurde er zum Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am neu erbauten Bezirkskrankenhaus Neubrandenburg berufen. Im selben Jahr erfolgte die Berufung zum Professor für Innere Medizin an der Akademie für Ärztliche Fortbildung der DDR.

Von 1982 bis 1992 war er Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin und Leiter der Abteilung für Gastroenterologie der Charité.[5]

Von 1965 bis 1986 war Berndt Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Gastroenterologie der DDR (1977–1984 Vorsitzender) und von 1991 bis 1993 Vorsitzender der Berliner Gesellschaft für Innere Medizin.[6]

Hans Berndt war von 1966 bis 1978 Herausgeber der Zeitschrift Archiv für Geschwulstforschung[7] und von 1982 bis 1994 Chefredakteur der Zeitschrift für ärztliche Fortbildung.[8]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986: Ismar-Boas-Medaille der Gesellschaft für Gastroenterologie der DDR[9]
  • 1987: Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft für Gastroenterologie der DDR[10]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Oskar Andrysek: Gastroenterologische Isotopendiagnostik. Volk und Gesundheit, Berlin 1965.
  • mit Tilo Schramm: 20 Jahre Krebsforschung in Berlin-Buch. In: Arch. Geschwulstforschung. 29, 1967, S. 213–217.
  • mit Tilo Schramm: Krebs – Wachstum wider das Leben. Urania, Leipzig 1974.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit Hans Berndt. In: Neue Berliner Illustrierte, Ausgaben 21–39. Allgemeiner Deutscher Verlag, Berlin 1988, S. 135
  2. Hans Berndt: Kryoglobulinaemie. Berlin, Med. Diss. Universität Berlin, 1954, DNB 480453063
  3. Hans Berndt: Ernährungsstörungen nach Gastrektomie. Berlin, Humboldt-Universität, Medizinische Fakultät, Habilitationsschrift vom 17. Oktober 1962, DNB 481107525
  4. Konstantin Spies, Renate Baumgarten: Hans Berndt zum Geburtstag. In: Zeitschrift für ärztliche Fortbildung, 1987, 81, S. 199
  5. Hans Berndt: Kondolenzbuch Dr. Drossel, Eintrag Nr. 4. (Memento des Originals vom 23. Januar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/gb.berlin-gegen-darmkrebs.de Berlin, 16. November 2011
  6. Horst Nickling: Die Geschichte der Berliner Gesellschaft für Innere Medizin. Berlin, 1998, bgim.de (Memento des Originals vom 23. Januar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bgim.de
  7. Heinz Bielka: Geschichte der Medizinisch-Biologischen Institute Berlin-Buch. Springer-Verlag, 2013, S. 161 (abgerufen am 23. Januar 2015)
  8. M. Stürzbecher: Zur Geschichte der „Zeitschrift für ärztliche Fortbildung“. In: Zeitschrift für ärztliche Fortbildung, 1995, 89, S. 81–86
  9. Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten: Preisträger, Ismar-Boas-Medaille (Memento des Originals vom 23. Januar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dgvs.de (abgerufen am 23. Januar 2015)
  10. Klaus-Ulrich Schentke: Hans Berndt zum 60. Geburtstag. Zeitschrift für Klinische Medizin 1987; 42(7), 540
VorgängerAmtNachfolger
Kurt WinterChefredakteur, Zeitschrift für ärztliche Fortbildung
1982–1994
Günter Ollenschläger