Günter Ollenschläger

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Günter Ollenschläger, 2008

Günter Ollenschläger (* 3. März 1951 in Beuel) ist ein deutscher Internist und Medizinpublizist.

Lebenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Günter Ollenschläger studierte nach Ausbildung zum Apothekerassistenten in Troisdorf von 1971 bis 1981 Pharmazie und Medizin an den Universitäten Münster, Würzburg, Erlangen und Gießen. Von 1978 bis 1982 war er nach Promotion zum Dr. rer. nat. als Apotheker in der Pharmaforschung tätig. Nach der Approbation als Arzt und Promotion zum Dr. med. erfolgten 1983 bis 1990 die Weiterbildung zum Internisten in Köln und Wien, 1990 die Habilitation,[1] 1995 die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor für Innere Medizin durch die Medizinische Fakultät der Universität zu Köln. Ollenschläger war von 1990 bis 2020 an der Uniklinik Köln ehrenamtlich als Hochschullehrer tätig.Von 1990 bis 1995 war er in der Bundesärztekammer für die Bereiche „Fortbildung, Präventivmedizin und Gesundheitsförderung“ zuständig. Von 1995 bis zu seinem Ruhestand 2014 war Ollenschläger der erste Leiter des Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin äzq.[2][3]

Ollenschläger war Mitbegründer des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin, des Guidelines International Network,[4] des Aktionsbündnisses Patientensicherheit und des Deutschen Netzwerks Gesundheitskompetenz. Von 1995 bis Dezember 2015 war er Chefredakteur der Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen (ZEFQ).

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max-Rubner-PreisDeutsche Gesellschaft für Ernährung (1990), Berliner Gesundheitspreis (1998), Honorary Patron des Guidelines International Network (2005), Ehrenvorsitzender und Ehrenmitglied und des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin DNEbM (2013, 2016)

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • R. Kunz, G. Ollenschläger, H. Raspe, G. Jonitz, N. Donner-Banzhoff (Hrsg.): Lehrbuch Evidenz-basierte Medizin in Klinik und Praxis, 1.-2. Aufl. Deutscher Ärzteverlag, Köln 2007, ISBN 978-3-7691-0538-4
  • P. Schauder, G. Ollenschläger: Ernährungsmedizin: Prävention und Therapie, 1.-3. Aufl., Elsevier, Urban und Fischer, München/Jena 2006, ISBN 978-3-437-22921-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günter Ollenschläger: Ernährungstherapie des Tumorpatienten: Diagnostik und Therapie der Mangelernährung onkologischer Patienten während aggressiver Tumortherapie. Habilitationsschrift, Med. Fak. Uni Köln 1989, DNB 920576699.
  2. F.U. Montgomery. A. Gassen: 20 Jahre ÄZQ – eine Erfolgsgeschichte. ZEFQ, 2015, 109, S. 750–751 (PDF; 1,2 MB). (Memento vom 13. September 2018 im Internet Archive).
  3. ÄZQ 2020: Bestandsaufnahme zu Arbeit und Organisation des ÄZQ sowie Vorschläge zur inhaltlichen und organisatorischen Weiterentwicklung. (PDF; 1,2 MB). Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin, Berlin 2011 (Memento vom 13. September 2018 im Internet Archive).
  4. G. Ollenschläger, C. Marshall, S. Qureshi et al.: Improving the quality of health care: using international collaboration to inform guideline programmes by founding the Guidelines International Network (G-I-N). In: Qual Saf Health Care, 2004, 13, S. 455–460.
VorgängerAmtNachfolger
Hans BerndtChefredakteur, Zeitschrift für ärztliche Fortbildung
1995–2015
Gabriele Meyer