Hans Bien

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Hans Bien (* 27. Februar 1591 in Nürnberg; † 9. August 1632 ebenda) war ein Zeichner und Steinmetz der Stadt Nürnberg.

Er ist neben Hieronymus Braun der zweite bekannte Nürnberger Kartograph im 17. Jahrhundert. Er erhielt seine Ausbildung als Steinmetz und Zeichner beim Stadtwerkmeister Jakob Wolff d.J.. 1617–1619 wanderte er als Steinmetzgeselle durch Oberdeutschland und Italien. 1620 legte er die Meisterprüfung ab und war danach als Zeichner, Geometer, Architekt, Baugutachter und Festungsbaumeister für die Reichsstadt Nürnberg tätig. Ab 1627 erhielt er ein festes Gehalt als militärischer Berater. Hans Bien starb 1632 und wurde auf dem Rochusfriedhof beerdigt; das Grab ist nicht erhalten [1].

Berühmt wurde Bien durch Darstellungen der Stadt Nürnberg: Landwehrkarten der Nürnberger Umgebung (1620), ein Nürnberger Stadtgrundriss (1621–1627), die sogenannte Bien-Karte[2] (ein weiterer Stadtgrundriss, 1628–1631) und eine Karte des Pflegamtes Lauf (1628).

Die detaillierten Topographie-Pläne des Hans Bien erlauben es, ein recht genaues Bild vom Stadtgefüge Nürnbergs des frühen 17. Jahrhunderts zu gewinnen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Fleischmann: Der Nürnberger Zeichner, Baumeister und Kartograph Hans Bien (1591–1632). Eine Ausstellung des Staatsarchivs Nürnberg zum 400. Geburtstag des Künstlers. Nürnberg 8.6.-28.7.1991. Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, München-Nürnberg 1991, ISBN 3-921635-20-9
  • Wilhelm Schwemmer: Bien, Hans. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 2, Duncker & Humblot, Berlin 1955, ISBN 3-428-00183-4, S. 228 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://archiv.statistik.nuernberg.de/geoinf/historisch/hans_bien.htm
  2. http://archiv.statistik.nuernberg.de/geoinf/historisch/beschreibung.htm