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Germanisches Nationalmuseum

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Germanisches Nationalmuseum
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Gnm nuernberg main entrance may2011.jpg
Haupteingang des Museums (2011)
Daten
Ort Nürnberg
Kartäusergasse 1 Welt-IconKoordinaten: 49° 26′ 54″ N, 11° 4′ 32″ O
Art Kulturgeschichtliches Museum
Eröffnung 1853[1]
Besucheranzahl (jährlich) 290.000 (2014)[2]
Leitung Georg Ulrich Großmann
Website www.gnm.de
ISIL DE-MUS-105615

Das Germanische Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg ist das größte kulturgeschichtliche Museum des deutschsprachigen Raums von der Frühzeit bis zur unmittelbaren Gegenwart. Es beherbergt rund 1,3 Millionen Objekte.[3]

Das Museum ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts und wird anteilig von der Bundesrepublik Deutschland, dem Freistaat Bayern und der Stadt Nürnberg getragen. Als Forschungseinrichtung ist es Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.[4]

Name, Gründungsgedanke und Leitbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schriftzug „Eigenthum der deutschen Nation“ über dem Haupteingang stammt aus der Gründungszeit des Museums nach 1852 und wurde von Hans von und zu Aufseß in Auftrag gegeben

Der Name Germanisches Nationalmuseum ist aus dem historischen Kontext der Gründung 1852 zu verstehen. 1846 hatten sich bei einem Kongress deutsche Sprach- und Geschichtsforscher mit u. a. Brüder Grimm, Leopold Ranke und Jacob Burckhardt in Frankfurt am Main ihr Studienfach Germanistik genannt und eine sprachgeschichtliche Lautverschiebung als Ausgangspunkt für die Definition ihres Forschungsfelds etabliert. Der Name des Museums repräsentiert die Idee eines sprachlich-kulturell definierten Raumes, dessen enge kulturelle Beziehungen vor dem Hintergrund der komplexen politischen Geschichte und der gescheiterten politischen Einigung der deutschen Staaten im Jahr 1848 dokumentiert werden sollten.[5]

Daneben versteht sich das Museum als wichtige Forschungs- und Bildungseinrichtung, die durch Ausstellungen und Publikationen die Kulturgeschichte in fächerübergreifender Breite darstellt. Darüber hinaus betont es als dritten Punkt in seinem Leitbild den Respekt vor allen Kulturen und will die Zusammenhänge mit diesen für alle Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, Bildung und Religion erfahrbar und erlebbar machen.[6]

Struktureller Aufbau des Museums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großer Kreuzgang des ehemaligen Kartäuserklosters, der heute Teil des Museums ist

Dem eigentlichen Museum sind ein Archiv, das Deutsche Kunstarchiv, eine Bibliothek, eine Restaurierungsabteilung (Institut für Kunsttechnik und Konservierung) und ein Pädagogisches Zentrum angegliedert. Als Zweigstellen betreut das Museum unter anderem die Spielzeugsammlung in der ehemaligen Kinderbewahranstalt der Kirchengemeinde von St. Lorenz (Kartäusergasse 20), das Kaiserburg-Museum auf der Nürnberger Burg und Schloss Neunhof, einen hervorragend erhaltenen Herrensitz nördlich von Nürnberg, in dem die Jagdsammlung untergebracht ist. Das Museum ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts, 1921 in der Neufassung der Satzung erstmals als „öffentlich-rechtliche Stiftung“ genannt. Seit dem 2. Juli 1954 unterstützen Unternehmen und Einzelpersonen als Fördererkreis die Arbeit des Museums; dieser Kreis mit ca. 300 Mitgliedern ist seit 1984 ein eingetragener Verein.

Als Forschungseinrichtung hat das GNM auch den Auftrag, die Sammlungsgegenstände und deren geschichtliches Umfeld zu erforschen und in Publikationen und Ausstellungen zu zeigen. Darüber hinaus sind verschiedene wissenschaftliche Projekte am Museum angesiedelt (Schrifttum zur Deutschen Kunst, Hessische Renaissanceschlösser – Online Katalog).

Geschichte des Museums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenhof des Kartäuserklosters Nürnberg bei der Gründung des Museums 1852

Das Museum selbst mit seinen Gebäuden aus den verschiedenen Epochen ist ein Baudenkmal. Den Kern bildet das spätmittelalterliche Kartäuserkloster.[7] Das zwischenzeitlich profan genutzte Kloster konnte ab 1857 in die Museumsplanungen einbezogen werden. Um- und Erweiterungsbauten aus der Entstehungszeit des Museums, der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sind kaum noch vorhanden. Die nächste erhaltene Zeitschicht bilden die im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts hinzugebauten speziellen Museumsgebäude („Alter Eingang“, Lapidarium und Galeriebau). Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf Sep Ruf Zusatzbauten; dabei wurde historische Substanz zu erheblichen Teilen überformt oder gar vernichtet und nur einige Bauten wurden restaurierend wiederaufgebaut.

Der großzügige Erweiterungsbau nach Entwürfen von Jan Störmer mit „me di um Architekten“[8] stammt aus den Jahren 1983 und 1988 bis 1996. Dieser so genannte Kartäuserbau mit dem Museumsforum verursachte Kosten von 140 Millionen DM.

Das 1910 erbaute Haus der ehemaligen Kinderbewahranstalt der Kirchengemeinde von St. Lorenz wurde 1999 erworben und bis 2002 restauriert, um die Spielzeugsammlung aufzunehmen. Das Gebäude liegt westlich des Südwestbaus und ist weiterhin baulich eigenständig.

Von der Gründung bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans von und zu Aufseß in einem Reiterharnisch aus dem 15. Jh., 1864
Prospekt des Germanischen Nationalmuseums im Jahr 1884

Nach langjährigen Vorarbeiten begründete Freiherr Hans von und zu Aufseß im Jahre 1852 das Museum als „Generalrepertorium“, nachdem auf der „Versammlung deutscher Geschichts- und Alterthumsforscher“ am 16. bis 19. August 1852 in Dresden die Gründung eines „Germanischen Museums“ in Nürnberg beschlossen wurde. In dieser Bezeichnung kommt zum Ausdruck, dass Aufseß in erster Linie ein umfassendes, über den eigenen Bestand hinausgehendes Verzeichnis relevanter Objekte erstellen wollte; mithin hielt er das Sammeln von Originalen für nur nachgeordnet wichtig. Diese Gründung genehmigte der bayerische König nur wenig später als Stiftung. Ab 1852 nutzte das Museum den Tiergärtnertorturm als Depot seiner ersten Ausstellungsstücke.

Bereits 1853 wurde die Literarisch-artistische Anstalt des germanischen Museums etabliert, dies ist der Vorläufer des hauseigenen Verlages.

Am 20. April 1857 überließen das Königreich Bayern und die Stadt Nürnberg das ehemalige Kartäuserkloster als Standort. Dabei übernahm der bayerische König mit einer Spende von 5000 Gulden ein Drittel der Kosten, die an Bayern abzuführen waren; die städtischen Teile waren kostenfrei übereignet worden. Die Restschuld erließ Bayern 1861. 1862 trat Aufseß freiwillig von der Leitung des Museums zurück. Die Leitung übernahm Andreas Ludwig Jacob Michelsen, der die Sammlung schriftlicher Quellen in den Vordergrund rückte. 1866 wurde der Bauhistoriker und Architekt August Essenwein Museumsleiter, der besonderen Wert auf die Anschaffung neuer Objekte und auf eine Neuordnung und Dokumentation der Sammlung legte. Damit war der Schritt hin zu einem kulturhistorischen Museum getan. Essenwein gab 1891 die Leitung auf und Nachfolger wurde Gustav von Bezold (1894–1920); in dieser Zeit wurde das Museum räumlich zunächst bis zum 50-jährigen Jubiläum 1902 und dann ab 1908/1913 bis 1920 durch den sogenannten Galeriebau von German Bestelmeyer stark erweitert.

Ernst Heinrich Zimmermann (1920–1936) betrieb den systematischen Ausbau der Gemäldesammlung (Barockgalerie) und der Skulpturenabteilung, dabei finanzierte er Neuerwerbungen oft durch Verkäufe aus dem eigenen Bestand.

Heinrich Kohlhaußen (1937–1945) forcierte die Umwandlung von einem gattungs- und materialbestimmten Ordnungsprinzip in eine gemischte Ordnung, welche querschnittartige kulturgeschichtliche Zusammenhänge bot.

In der Zeit des Nationalsozialismus ließ sich die Leitung nicht zum Identifikationspunkt der Ideologie machen, es kam beispielsweise zu keinem Besuch von Adolf Hitler. Jedoch kam man zumindest teilweise den Forderungen oder Wünschen der NSDAP nach: Die Bücher des Verlags wurden in Inhalt und Form den Vorstellungen der Nationalsozialisten angepasst und Grußadressen an die neuen Machthaber sind zu verzeichnen. Nach dem Polenfeldzug 1939 stützte man das System durch die Ausstellung Deutschtum am Weichselbogen. Seit 1941 wurden die gesamten Bestände auf 18 Orte außerhalb des Geländes ausgelagert.[9] Der Museumsbetrieb wurde dadurch immer mehr eingeschränkt und es kam nur noch ein Bruchteil der Besucher. Bei den Luftangriffen 1943–1945 wurden die Gebäude schwer beschädigt.[10] Die nicht ausgelagerten Gipsabgüsse und die eingebauten Zimmer aus den verschiedenen Epochen wurden dabei großenteils zerstört.[11]

Von 1945 bis heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundespräsident Theodor Heuss förderte als erster Vorsitzender des Verwaltungsrats von 1948 bis 1963 engagiert den Wiederaufbau des Museums
Sammlungsraum der Kölner Schule, 1954
Museumseingang, 1959
Der Ostbau wurde 1970 fertiggestellt
Außenfassade des Museums
Die Straße der Menschenrechte von Dani Karavan aus dem Jahr 1988

Wenige Tage nach dem Kriegsende bewachte die amerikanische Militärregierung das Museumsgelände, um Plünderungen zu verhindern. Zunächst begann die Arbeit auf kommunaler Ebene wieder: Am 15. August 1945 wurde der bisherige Mitarbeiter des Museums, Ernst Günter Troche, vom neuen Oberbürgermeister der Stadt zum vorläufigen Direktor ernannt. Er begann mit bescheidenen Mitteln die Sicherung der Gebäude.[12] Am 4. Oktober 1945 sagte die Bayerische Landesregierung dem Museum zu, zwischenzeitlich den Hauptfinanzierungsanteil des früheren Deutschen Reiches zu übernehmen und ermöglichte so die rasche Bergung der Sammlungsobjekte, die in den folgenden Jahren mit einem Kriegsverlust von nur drei Prozent nahezu vollständig wieder zurückgeführt werden konnten.[13] Seit 1946 tagte auch wieder der Verwaltungsrat des Museums. Das Museum organisierte in dieser Zeit kleine Ausstellungen, Vorträge und Konzertreihen. Ab 1947 beteiligten sich die Länder Württemberg-Baden und Hessen mit jeweils 2/9 und ein Teil der Kunstsammlung konnte in einigen renovierten Räumen wiedereröffnet werden. Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland beteiligen sich wieder alle Länder an der Trägerschaft des Museums nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel.[14] Nachdem 1948 der damalige Staatsminister a. D. Theodor Heuss die Ausstellung Die deutsche Freiheitsbewegung von 1848 eröffnet hatte, wurde er am 10. September auf Vorschlag Troches zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats gewählt.[15] Heuss hielt als einziges an diesem Ehrenamt auch während seiner Amtszeit als Bundespräsident und danach bis zu seinem Tode fest und förderte engagiert das Museum.[16] 1950 konnte eine angestrebte Ausstellung mit den Kunstwerken des Museums in den deutschen Städten Bremen, Hamburg und Dortmund starten.[17]

Nach dem Einwirken von Theodor Heuss wurde 1951 Ludwig Grote als Erster Direktor gewonnen.[18] Er bewerkstelligte durch Aufnahme des Geistes und der Werke des Bauhauses den Anschluss an das international bedeutende Kunst- und Kulturschaffen; er richtete aber auch so genannte Heimatgedenkstätten für die Vertriebenen des Zweiten Weltkriegs ein. Dabei wurde der Wiederaufbau der Gebäude nach Plänen des Architekten Sep Ruf durchgeführt. Erich Steingräber übernahm 1962 die Leitung; 1964 wurde die Sammlungsgrenze vom Verwaltungsrat bis in den Expressionismus verschoben. Jüngere zeitgenössische Werke wurden zur Ausstattung von Empfangs-, Sitzungs- und Büroräumen verwendet. In den 1950er und 1960er Jahren schied man die meisten Abgüsse, so sie überhaupt den Krieg überstanden hatten, aus der Sammlung aus.

Im Dezember 1980 trat Gerhard Bott das Amt des Generaldirektors an (bis 1993). Für das Bekenntnis zur Internationalität steht das Bestreben, einen universellen Kontext herzustellen. So erhielt Dani Karavan beispielsweise den Auftrag, als Außenskulptur die Straße der Menschenrechte (Way of Human Rights) zu realisieren; dieses Werk ist dem Komplex Kunst am Bau zuzuordnen.

Der Generaldirektor ist seit 1994 Georg Ulrich Großmann. Gebäudesanierungen und Neueinrichtung der Schausammlungen, Forschungsaktivitäten wie die dreibändige Katalogisierung des graphischen Werks von Albrecht Dürer und öffentlichkeitswirksame Unternehmungen wie Ausstellungen und Begründung neuer Publikationsreihen sind in den letzten Jahren verwirklicht worden. Auch wurden neue Standorte bezogen und insbesondere die Architektur als Sammlungs- und Ausstellungsobjekt entdeckt. Zudem wurde die Internet-Präsenz in Kooperation mit Absolventen des Studiengangs Multimedia-Didaktik an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Nürnberg-Erlangen im Jahr 2005 überarbeitet. Eine ganze Reihe von Elementen aus diesem Projekt sind schließlich in den Relaunch der Seite Ende 2006 eingeflossen.

1999 wurde das Haus der ehemaligen Kinderbewahranstalt der Kirchengemeinde St. Lorenz erworben (das Gebäude liegt gegenüber dem Südwestbau); seit dem 17. Mai 2002 ist dort die Spielzeugsammlung ausgestellt.

Das Werk Albrecht Dürers, Teil 1: Das Frühwerk (Die größte Dürer-Ausstellung in Deutschland seit über 40 Jahren) widmete sich dem Frühwerk Dürers. Über 150 Exponate des Künstlers zeigte das Germanische Nationalmuseum vom 24. Mai bis 2. September 2012.

Direktoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malerei bis 1800 und Glasmalerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende der 1870er Jahre gelang es, die Sammlung der Gemälde zu einer bedeutenden Abteilung des Museums werden zu lassen. Einen Schwerpunkt bilden die spätmittelalterlichen Werke der Stadt Nürnberg. Unter anderem sind vertreten:

  • Meister des Imhoff-Altars: Imhoff Altar, um 1418/420
  • Hans Pleydenwurff: Hochaltar fur St. Elisabeth in Breslau, 1462; Porträt des Bamberger Domherren Georg Graf Löwenstein; Kalvarienberg
  • Meister der Pollinger Tafeln: Darbringung im Tempel, um 1444
  • Meister der Heiligen Sippe der Ältere: Himmelfahrt Christi und Aufnahme Marias in den Himmel, um 1480 (Gm 31)
  • Meister des Augustiner-Altars: Die Vision des heiligen Bernhard, 1487 (Gm 145); Der heilige Lukas malt die Madonna, 1487 (Gm 144); Der heilige Veit heilt den Sohn des Kaisers Diokletian (Gm 146); Marter des Hl. Sebastian
  • Konrad Witz: Verkündigung an Maria, um 1445 (Gm 878)
  • Hans Holbein der Ältere: Maria mit dem Kind, 1499 (Gm 273)
  • Meister des Hausbuches: Die Anbetung der Hirten, um 1500 (Gm 1823)
  • Bernhard Strigel: Mindelheimer Sippenaltar, um 1505/6 (Gm 254-259, 888-891)
  • Michael Wolgemut: Bildnis des Nürnberger Apothekers Hans Perckmeister, 1496[19]; Hl. Anna Selbdritt, Gedächtnisbild für Anna Groß, vor 1510[20]
  • Albrecht Dürer: Bildnis von Barbara Dürer, um 1490[21]; Beweinung Christi, um 1498/1500[22]; Herakles im Kampf gegen die Stymphalischen Vögel, 1500[23]; Kaiser Karl der Große und Kaiser Sigismund, 1512/13[24]; Bildnis des Malers Michael Wolgemut, 1516[25]; Entwurf zum Bildnis Kaiser Maximilians I., 1518/19[26]
  • Hans Süss von Kulmbach: Heilige Cosmas, um 1507/08[27]; Heilige Damian, um 1507/08[28]; Verkündigung an Maria, um 1513[29];Brustbildnis eines jungen Mannes, um 1520/22[30]
  • Georg Pencz: Der Nürnberger Feldhauptmann Sebald Schirmer, 1545[31];
  • Hans Burgkmair der Ältere: Sigismund-Sebastian-Altar, 1505[32]; Die 21-jährige Betrügerin Anna Laminit, 1502/3[33];Muttergottes in der Landschaft/Maria mit dem Kind, 1509[34]; Die Madonna mit der Traube/Maria mit dem Kind, 1510[35];
  • Jörg Breu der Ältere: Kreuzigung Christi, 1501[36]; Flucht nach Ägypten, 1501[37]; Die Beweinung Christi, um 1510/15[38]; Kreuzigung Christi, um 1520[39];
  • Hans Baldung Grien: Sebastiansaltar, um 1507[40];Die Ruhe auf der Flucht nach Ägypten, um 1515[41]; Die Muttergottes im Gemach, um 1516[42]; Judith mit dem Haupt des Holofernes, um 1525[43]; Bildnis eines 29-jährigen Mannes, um 1526[44]; Maria mit Kind und Edelsteinen, um 1530[45]; Die Madonna mit den Papageien, um 1533[46]
  • Albrecht Altdorfer: Tafeln einer Florianslegende: Vorführung, um 1520[47]; Tafeln einer Florianslegende: Gefangennahme, um 1520[48];Tafeln einer Florianslegende: Bergung der Leiche, um 1520[49]; Sieg Kaiser Karls des Großen vor Regensburg, um 1518[50]; Kalvarienberg, um 1526[51]
  • Wolf Traut: Flügel einer Altar-Predella mit hl. Barbara und Johannes Evangelist um 1510[52]; Taufe Christi, 1517[53];
  • Lucas Cranach der Ältere: Bildnis eines Juristen, Johann Stephan Reuss, Rektor der Wiener Universität, um 1503[54]; Bildnis des Kurfürsten Friedrich III. des Weisen von Sachsen, 1507/1508[55]; Markgraf Kasimir von Brandenburg-Kulmbach, 1522[56]; Allegorie auf Gesetz und Gnade, nach 1529[57]; Damenbildnis, früher Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers, um 1530[58]; Das ungleiche Paar, um 1530[59]; Kanzler Dr. Gregor Brück, 1533[60]; Bildnis Martin Luthers im 50. Lebensjahr, um 1533[61]; Die Fabel vom Mund der Wahrheit, 1534[62]; Venus mit Amor als Honigdieb, um 1537[63]; Venus mit Amor als Honigdieb vor schwarzem Grund, um 1537[64]; Posthumes Bildnis Martin Luthers als Augustinermönch, 1546[65]
  • Lucas Cranach der Jüngere: Die Bekehrung des Saulus, um 1549[66]; Flügelaltar in Herzform (Colditzer Altar) – Sündenfall – Verkündigung an Maria, um 1584[67]
  • Meister von Meßkirch: Kreuztragung Christi und Handwaschung des Pilatus, um 1536/1540[68]
  • Pieter Bruegel der Ältere: Bauernhochzeit im Freien, um 1590[69]
  • Rembrandt van Rijn:Selbstbildnis mit Halsberge, um 1629[70]; Der Apostel Paulus im Nachdenken, um 1629/30[71]
  • Joseph Heintz: Amors Abschied von Psyche, 1603[72]
  • Johann Liss: Bauernstreit, um 1616/1619[73]; Der verlorene Sohn bei den Dirnen, um 1622/3[74]
  • Pieter de Hooch: Gesellschaftsstück (Offizier und junge Frau), um 1663/5[75]
  • Johann Georg Platzer: Das Konzert, um 1750[76]

Die Glasmalerei ist seit April 2006 zum Teil in die Mittelalter-Schausammlung integriert. Vorher konnte man diese Werke in einem eigenen Raum studieren. Die Werke dieser Gattung beginnen ab dem 13. Jahrhundert.

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sammlung umfasst archäologische Funde aus Mitteleuropa von der Altsteinzeit bis zur Zeit Karls des Großen, etwa von 200.000 v.Chr. bis um 800 n.Chr. Mit den Objekten aus Stein, Keramik, Gold, Bronze, Eisen und Glas aus Siedlungs-, Grab- und Hortfunden lässt sich ein differenziertes Bild der kulturhistorischen und technologischen Entwicklung in Mitteleuropa und speziell von einzelnen Regionen im deutschen Sprachraum zeichnen. Damit präsentiert die Sammlung die Entwicklung des Menschen vom Jäger und Sammler über die Sesshaftwerdung als Bauer bis hin zur Stahl- und Keramikproduktion, aber auch die soziologische Entwicklung von einfachen Familien- und Stammesstrukturen hin zu komplexen Staatswesen.[77][78]

  • Die Adlerfibel ist das bedeutendste Objekt eines 21-teiligen Fundkomplexes bzw. kostbaren Schmuckensembles einer sehr wohlhabenden Ostgotin. Der Schmuck entspricht byzantinischer Mode um 500 n. Chr., ist aus Gold gefertigt und mit Almandin, Lapislazuli, Perlen und grünem Glas verziert. Der Adler symbolisiert in der romanischen Bevölkerung Italiens die römische Staatsmacht und galt den Goten zudem als Symbol ihres höchsten Gottes Wodan. Auf seiner Brust trägt der Adler ein christliches Kreuz innerhalb eines Rundschilds. Das Symbol der Adlerfibel wurde 1952, anlässlich der Hundertjahrfeier des Germanischen Nationalmuseums, zum Motiv der ersten Sonderprägung einer 5-DM-Münze.[79][80]

Alte Gerichtsbarkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sammlung umfasst Realien zur Strafgerichtsbarkeit (Folter-, Schand- und Leibesstrafen) und zur Rechtssymbolik. Die Objekte stammen vorwiegend aus der Frühen Neuzeit.[81]

  • Das Tragen eines Lastersteins, der in unterschiedlichen Formen gestaltet sein konnte, wie hier beispielsweise als hundeartige Kreatur, zählte zu den Schand- oder Ehrenstrafen. Der abgebildete Stein ist mit 21,5 kg ziemlich schwer, was es zu einer körperlichen Pein machte, wenn man ihn in der Öffentlichkeit tragen musste. Vor allem aber litt der soziale Status des Betroffenen unter der Beeinträchtigung der Ehre. Konnte und wollte man mit dieser Schande und ihren Folgen nicht leben, blieb – sofern überhaupt möglich – nur die Auswanderung.[82]
  • Seit dem Spätmittelalter war es bei üblich, dass der Richter bei der Verkündung eines Todesurteils seinen Stab, ein Zeichen seiner richterlichen Gewalt, über dem Haupt des Verurteilten zerbrach. Er tat dies mit den Worten "Nun helf dir Gott, ich kann dir nicht mehr helfen" und warf ihm den zerbrochenen Stab vor die Füße. Dieser Brauch wird heute nicht mehr praktiziert, zumal die Todesstrafe in großen Teilen des westlichen Kulturkreises ohnehin abgeschafft wurde. Erhalten blieb er aber in der Redensart „Den Stab über jemanden brechen“, was so viel bedeutet wie „ein (zu) hartes Urteil über jemanden fällen“.[83]

Skulptur bis 1800[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Skulpturensammlung mit ihren etwa 2.600 Bildwerken und rund 350 plastischen Kopien vermittelt einen umfassenden Überblick zur  Bildhauerkunst im deutschen Sprachraum vom hohen Mittelalter bis zum Ende der Neuzeit. Damit gehört sie zu den bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in Deutschland. Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt u.a. auf Plastiken und Skulpturen aus Nürnberg vom Spätmittelalter und der Renaissance, welche die besondere Stellung der Stadt, als eines der künstlerischen Zentren dieser Zeit, sowohl regional als auch international widerspiegeln.[84]

  • Die Figurengruppe, geschaffen von Veit Stoß im Jahr 1516 in Nürnberg, erzählt die alttestamentliche Geschichte von Michael und Tobias, ein selten dargestelltes Motiv. Die Skulptur wurde vermutlich von einem in Nürnberg ansässigen italienischen Pelzhändler in Auftrag gegeben und zeichnet sich durch meisterhafte Schnitzkunst aus, die hauchdünne Gewandfalten und eine virtuose Komposition mit gekonnter Schilderung der Bewegung präsentiert. Veit Stoß gehört zu den maßgebendsten Bildhauern am Übergang vom Spätmittelalter zur Renaissance im deutschen Sprachraum. Seine Werke geben Zeugnis von der hohen Qualität der Künste um 1500 in der damaligen Kaufmannsstadt Nürnberg.[85]
  • Die Büste „Der Satirikus“ von Franz Xaver Messerschmidt, einem der großen Meister seiner Zeit an der Wiener Akademie, gehört zu einem Zyklus von „Charakterköpfen“, die als bekanntestes Werk des Künstlers gelten. Die besondere Gestaltung des Kopfes mit differenzierten Oberflächen und dem starken Ausdruck seelischer Regungen in der Schädel- und Gesichtsform, spiegelt das aufkommende wissenschaftliche Interesse an den Problemen der Physio- und Pathognomik am Ausgang des 18. Jahrhunderts wider.[86]

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in den 1950er Jahren gegründete Sammlung zur Kunst und Kultur im 20. Jahrhundert umfasst Malerei, Skulptur, Kunsthandwerk, Design und Plakatkunst. Die Sammlung zeigt Schlüsselpunkte künstlerischer Entwicklungen in Deutschland im Dialog mit internationalen Ideen und Positionen der Moderne. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Werken von Künstlern, die im Umkreis von Herwarth Walden und dessen Berliner Galerie „Der Sturm“ gearbeitet haben. Des Weiteren wird die gemeinhin in Museen ausgeblendete „völkische“ Kunst des Nationalsozialismus gegenüber progressiven Strömungen der Weimarer Republik kritisch kontextualisiert.[87]

  • Das Bild „Der Trinker“ entstand 1914/15 in Berlin und gilt heute als ein Schlüsselwerk des Expressionismus. Kirchner, ein Mitbegründer der Künstlergruppe „Die Brücke“, zeigt sich auf seinem Selbstbildnis in buntem Gewand, kontrastierend zu den Uniformierten des Ersten Weltkriegs, in resignierender Haltung. Neben ihm steht ein giftgrünes Glas, das sich als Symbol des tödlichen Wahns der Kriegszeit lesen lässt.[88][89]
  • Die „Frankfurter Küche“ gilt als das Urmodell der modernen Einbauküche. Sie wurde 1926 im Rahmen des sozialen Wohnungsbauprojekts „Das Neue Frankfurt“ von Margarete Schütte-Lihotzky entworfen. Das Gestaltungs-Konzept der Wiener Architektin sah vor, die Küche mit möglichst geringen Mitteln funktional optimal an die Abläufe im Haushalt anzupassen. Die Küche wurde bis 1930 in etwa 10.000 Frankfurter Wohnungen eingebaut.[90][91]

Graphische Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sammlung zählt mit mehr als 350.000 Blättern zu den größten ihrer Art in Europa und vermittelt die Geschichte der Graphik sowie deren technische Verfahren vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart. Die Arbeiten entstammen vor allem dem deutschen Sprachraum, sie schließen aber auch italienische, niederländische und französische Beispiele ein. Einen herausragenden Sammlungsbereich stellt die Künstlergraphik aus der Zeit vom 15. bis zum 19. Jahrhundert dar. Die „Historischen Blätter“, ein umfassender, thematisch gegliederter Materialfundus zur deutschen Kulturgeschichte, besitzen ebenfalls eine besondere Bedeutung. Ihr eigenes Profil erhält die Sammlung auch durch Spezialbestände wie beispielsweise Porträts, Spielkarten, Exlibris, Plakate oder topographische Ansichten.[92][93]

  • Die Händestudie gehört zu dem Gemälde „Der zwölfjährige Jesus unter den Schriftgelehrten“ von Albrecht Dürer in der Sammlung des Museums Thyssen-Bornemisza in Madrid. Sie entstand 1506 in Venedig und zeugt von der Meisterschaft des Künstlers als Zeichner. Sie stellt das seit dem 15. Jahrhundert gängige rhetorische Motiv der „argumentierenden Hände“ dar, das Dürer durch genaues Naturstudium bedeutungsvoll steigerte und zum zentralen Inhalt seines Bildes erhob.[94]
  • Der Entwurf zu Kandinskys Werk „Helles Bild“, das sich heute im Guggenheim Museum in New York befindet, entstand 1913. Ein Jahr später gelangte das Aquarell als Geschenk des Künstlers, der unter anderem Mitherausgeber des Almanachs „Der Blaue Reiter“ war, in das Germanische Nationalmuseum. Zu sehen ist ein dynamischer Mikrokosmos, den Kandinsky in einer Schaffensphase malte, als er mit gegenstandslosen Formen zu experimentieren und jeder Farbe eine besondere Farbe zuzuschreiben begann: Die abstrakte Malerei sollte beim Betrachter ein inneres Erleben auslösen.[95]

Historische Musikinstrumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die seit dem Tag der Gründung des Museums bestehende Musikinstrumentensammlung zählt zu den größten in Europa und dokumentiert die Geschichte der Musikinstrumente im deutschsprachigen Raum. Der Sammlungsbestand, welcher seit Juli 1969 im neueröffneten Südtrakt des Germanischen Nationalmuseums ausgestellt wird, umfasst über 3.000 Objekte vom 16. bis zum 20. Jahrhundert.[96] Hierzu zählt einer der weltweit größten Bestände historischer Tasteninstrumente, insbesondere der bedeutende Komplex früher Hammerflügel, vorwiegend süddeutscher und Wiener Provenienz. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Musikinstrumentenbau in der Freien Reichsstadt Nürnberg.[97][98]

  • Der Hammerflügel von Johann Andreas Stein repräsentiert ein Klaviermodell mit neuer Mechanik, das über keine weiteren Register als die Aufhebung der Gesamtdämpfung verfügt. Steins entwickelte Flügelmechanik kommt mit sehr wenigen Bauteilen aus und reagiert äußerst sensibel auf den Anschlag des Spielers.  So lassen sich Töne fein modulieren und besondere Klangfarben erzeugen, was Zeitgenossen wie Wolfgang Amadeus Mozart sehr schätzten.[99][100]
  • Das Doppelvirginal von Marten van der Biest vereint ein Hauptinstrument (Mutter) mit einem kleineren, eine Oktave höher klingenden Instrument (Kind). Möchten zwei Spieler gemeinsam musizieren, wird das „Kind“ rechts unten in die Öffnung, sinnbildlich in den Bauch der Mutter, eingeschoben. Spielt nur eine Person, wird das „Kind“ oben auf die „Mutter“ gesetzt. Beide Instrumente können so zugleich von der Klaviatur des Hauptinstruments aus gespielt werden.[101][102]

Möbel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Schwerpunkt der Sammlung bilden deutsche Möbel aus Barock und Rokoko. In den jeweiligen Dauerausstellungen zu den einzelnen Epochen finden sich weitere Stücke, welche die Sammlung um Beispiele aus der Wohnkultur vom Mittelalter bis zur Gegenwart ergänzen.

Das Münzkabinett[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sammlung umfasst heute etwa 150.000 Objekte, darunter Münzen, Medaillen, Banknoten und Notgeldscheine, Zeichen und Rechenpfennige aber auch Siegel- und Prägestempel, antike Gemmen, Orden und Ehrenzeichen. Ein nicht geringer Teil des Bestandes sind Leihgaben, so u.a. die numismatische Sammlungen der Stadt Nürnberg und einiger Nürnberger Familien. Der Sammlungsschwerpunkt liegt im deutschen Sprachraum und deckt die Zeit von den Karolingern bis in die Gegenwart ab.[103][104]

  • Das Porträt zeigt Albrecht Dürer ein Jahr, bevor er starb. Besonders an der Darstellung ist, dass sein Bart und sein Haupthaar gekürzt sind, anders als bei früheren Bildnissen. Das Porträt diente später immer wieder als Vorlage, weil es die einzige authentische Wiedergabe des alten Dürer ist. Die detailliert gearbeitete Porträtmedaille wurde von Matthes Gebel, dem wohl produktivsten und gleichzeitig handwerklich besten Medailleur zu Beginn der deutschen Medaillenkunst, geschaffen.[105]
  • Auf der Vorderseite der ca. 5,2 Gramm schweren Goldmünze ist eine idealisierte Profilbüste mit Kaisermantel und Lorbeerkranz, auf der Rückseite der Name des Herrschers und ein Adler zu sehen. Kaiser Friedrich II. ließ den geldgeschichtlich wegweisenden Augustalis seit 1231 in Süditalien prägen. Die antikisierende Gestaltung und der Name der Münze versinnbildlichen das Selbstverständnis Friedrichs II., der sich als Nachfolger der römischen Kaiser verstand.[106]

Spielzeugsammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spielzeugsammlung mit ihren über 20.000 Objekten umfasst nicht nur Kinderspielzeug sondern auch Spiele für Erwachsene. Die Sammlung widmet sich insbesondere der kulturgeschichtlichen Seite des Spielens und des Spielzeugs. In diesem Zusammenhang sind die Nürnberger Puppenhäuser aus dem 17. Jh. hervorzuheben. Sie sind von internationaler Bedeutung und als Modelle von Idealhaushalten sowohl Anschauungsobjekt als auch Spielzeug. Das Spektrum der Sammlung bilden zudem Kaufläden, Puppen, Zinnfiguren, Brettspiele und Papiertheater.[107][108]

  • Das Puppenhaus ist nach seinem letzten Besitzer, Freiherr von Stromer aus Nürnberg benannt. Schon die Höhe des Puppenhauses von etwa 250 cm verrät, das es nicht zum Spielen gedacht war. Ganz im Gegenteil dienten die Modelle dazu, v.a. jugendlichen Mädchen aber auch Jungen vor Augen zu führen, wie ein Haushalt idealerweise zu organisieren war. Das Stromersche Puppenhaus spiegelt die Wohnkultur des 17. Jahrhunderts in Nürnberg wider. Mit seinen 15 Räumen und über 1.000 Gegenständen veranschaulicht es einen idealtypischen Patrizierhaushalt in Nürnberg, kein real existierendes Gebäude.[109][110]
  • Der mit Jugendstilornamenten verzierte Ziegenbock auf Rollen war ein Reittier für Kinder, den August Geigenberger entwarf und die Werkstatt des Nürnberger Holzbildhauers Johann Stöttner anfertigte. Im Kontext der Lebensreformbewegung um 1900, sprachen sich deren Anhänger u.a. gegen massenweise industriell gefertigte Spielzeuge aus, insbesondere deshalb, weil sich an ihnen die Ästhetik des Historismus ablesen ließ. Sie forderten, Kinder bereits im Kleinkindalter zur ästhetischen Genussfähigkeit zu erziehen und mit einfach geformten Spielzeugen die kindliche Fantasie anzuregen. Der Ziegenbock, mit seinen Farben und der reduzierten Form, spiegelt die Umsetzung dieser Forderungen wider.[111]

Wissenschaftliche Instrumente und pharmaziehistorische Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen – unter anderem gehört zu dieser Sammlung der Nachlass des Mathematikers und Astronomen Regiomontanus -, findet man hier Fernrohre, Uhren, Brillen, Weltmaschinen sowie Erd- und Himmelsgloben, darunter auch den ältesten erhaltenen Erdglobus von Martin Behaim aus dem Jahr 1492 (Martin Behaims Erdapfel). Ferner sind medizinische und pharmazeutische Exponate zu sehen, aufbauend auf Deutschlands erster großer pharmaziehistorischer Sammlung, die der Apotheker Hermann Peters von 1883 an zusammengetragen hatte. [112]

Waffen und Jagdgeräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waffen- und Jagdraum im Osten des Museums (Raum 47)

Die Sammlung umfasst rund 4000 Waffen. Eine vor 1399 entstandene Tannenbüchse ist die älteste datierbare Feuerwaffe der Welt.

  • Topfhelm – Funeralhelm der Familie Rieter von Kornburg aus der Allerheiligenkirche Kleinschwarzenlohe, Mitte 14. Jh. (W 2801)

Kunsthandwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Essenwein (1866 ff.) konnte das Sammlungsgebiet der mittelalterlichen Schatzkunst, die auf den kirchlichen Kultus bezogenen Gerätschaften, eine gewisse Bedeutung erlangen; allerdings bestand der Zuwachs zunächst hauptsächlich aus Gipsabgüssen. Erst der Ankauf der Sammlung des Bremer Arztes Dr. Hermann Freiherr von Eelking (1818–1884) konnte 1880 den Wert dieser Abteilung deutlich steigern. Danach kamen nur noch Einzelstücke hinzu, zum Teil höchst bedeutende Objekte wie 1894 eines der seltenen karolingischen Vortragekreuze (das sogenannte Ardennenkreuz, wohl um 830), 1955 ein Echternacher Prachtevangeliar der Codex aureus Epternacensis aus ottonischer Zeit und eine hochromanische Armilla. Zu dieser Abteilung gehört auch der Heiltumsschrein, der ehemals die Reichskleinodien barg.

Die Stücke des neuzeitlichen Kunsthandwerks (16. bis 18. Jahrhundert) gehören vornehmlich dem profanen Bereich an; viele Gegenstände sind bereits seit dem 19. Jahrhundert Bestandteil des Museums, so italienische Majoliken der Renaissance beziehungsweise Fayence und Porzellan.

Gewerbemuseum und Design[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bayerische Gewerbemuseum wurde 1869 gegründet, als private Initiative von zwei Nürnberger Industriellen, dem Bleistiftfabrikanten Johann Lothar von Faber sowie dem Maschinenbauunternehmer Theodor von Cramer-Klett. Bis 1987 bestand es als eigenständige Institution und wurde 1989 dem Germanischen Nationalmuseum angegliedert. Vorbild war das heutige Victoria & Albert-Museum in London bzw. das frühere South Kensington Museum. Unter den etwa 16.000 Objekten des Gewerbemuseums befinden sich viele interessante Stücke, die auf den Weltausstellungen von 1873 bis 1900 erworben werden konnten. Die Design-Sammlung umfasst ca. 1700 Objekte.[115][116]

  • In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts revolutionierte der Tischlermeister Michael Thonet die Stuhlherstellung, indem er mit gebogenem Buchenholz arbeitete. Sein Stuhl von 1859 setzt sich aus gerade einmal sechs Teilen zusammen und wurde zu einem großen Verkaufserfolg. Bis 1930 wurden 50 Millionen Stück produziert. Der Stuhl ist für die Zeit um 1850 sehr typisch, spiegelt er doch die Experimentierfreudigkeit des 19. Jahrhunderts wider.[117]
  • Zoologische Tafelwerke, wie sie 1899 der Jenaer Wissenschaftler Ernst Haeckel (1834-1919) publizierte, dürften u.a. Inspirationsquelle für Durchbrucharbeiten gewesen sein, die am Korpus dieser Bowle erkennbar sind. Die Kombination von Silber und Elfenbein findet sich häufig in den Arbeiten des damals führenden Kunstgewerblers Friedrich Adler. Die gezeigte Materialvielfalt ist kennzeichnend für die Stilepoche kurz vor dem Ersten Weltkrieg.[118]

Volkskunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die volkskundliche Abteilung legt einen Schwerpunkt auf das ländliche Wohnen. Spielte die städtische Wohnkultur bereits von Anfang an eine zentrale Rolle, wurde dieser Sammlungsbestand erst in den Jahren 1890 bis um 1900 langsam aufgebaut.[119] Dies entstand aus dem Bedürfnis der Veranschaulichung ländlicher Lebenskultur als Gegenbewegung zur fortgeschrittenen Industrialisierung dieser Zeit. Neben Möbel, Bauteilen und Einrichtungs- sowie Alltagsgegenständen sammelte man auch Trachten aus dem gesamten deutschsprachigen Gebiet.[120] Inzwischen sind die Trachten in die Textilsammlung ausgegliedert worden. Den Grundstock der Sammlung bildet die vom Frankfurter Privatier Oskar Kling gestiftete Sammlung.[121]

Textilien und Schmuck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bereits mit der Museumsgründung angelegte Sammlung ist eine der ältesten und bedeutendsten textilen Fachsammlungen. Mit mehr als 25.000 Objekten umfasst sie heute Textilien und Kleidung von der Spätantike bis zur Gegenwart. Besondere Schwerpunkte bilden spätmittelalterliche Bildteppiche sowie der Bestand frühneuzeitlicher Kleidung. Die kulturhistorisch breit angelegte und bis in die Gegenwart fortgeführte Kleidungssammlung geht weit über eine Modesammlung hinaus. Angeschlossen ist ihr die Schmucksammlung, deren Werke hauptsächlich aus dem 16. und 19. Jahrhundert stammen.[122]

  • Flinderhauben waren bei festlichen Anlässen Teil der patrizischen Standeskleidung. Der Name hat seinen Ursprung in den unzählig vielen „Flinderlein“, die mittels drahtverstärkten Stiften in das Seidengeflecht eingehängt wurden. Die Metallplättchen schlugen beim Tragen der Haube aneinander und klirrten. Dadurch sah man nicht nur, sondern hörte auch, dass es sich um eine Dame der Oberschicht handelte.[123]
  • Im späten 18. Jahrhundert kamen fließende Kleider mit hoher Taille in Mode, die sich an den antiken Statuen-Gewändern mit freiem Faltenwurf orientierten. Die Idee entsprang aus dem neuen bürgerlichen Menschenbild, dessen Ideale Natur und Klassik waren. Die „griechischen“ Kleider lösten die zuvor sehr eng geschnürte, gekünstelte Hofmode vorübergehend ab.[124][125]

Historische Bauteile (Architektur)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu diesem Gebiet gehören so unterschiedliche Dinge wie bauplastische Fragmente (Kapitelle, Konsolen, Gewände), Brunnen, Treppen, Öfen oder Tapeten, aber auch nur einfache Backsteine und Dachziegeln. Großobjekte wie Kapellen in Teilen oder Stuben und Zimmer sind ebenso Teil dieser Sammlung. Pläne zur Architektur komplettieren diesen Bestand.

Hervorzuheben von den Objekten sind das Chörlein des Sebalder Pfarrhofs in Nürnberg, vor 1361[126] (seit 1902 im Museum, am originalen Standort durch eine Kopie ersetzt), und bedeutende Überbleibsel des Schönen Brunnens, 1385–1392 (ebenso am originalen Standort 1902 beziehungsweise nach 1945 durch eine rekonstruierte Kopie ersetzt).

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bibliothek ist ihrer Bestimmung nach zugleich eine Sammlung wie auch eine öffentlich zugängliche Handbibliothek, die nunmehr in die Systematik integrierte Bibliothek des Gründers (Aufseß-Bibliothek) bildete dazu den Grundstock.

Im 19. Jahrhundert baute sich der Bestand hauptsächlich durch Freiexemplare der Verlage auf. Im 20. Jahrhundert ließ die Spendenfreudigkeit mehr und mehr nach. 1978 umfasste der Bestand ca. 400.000 Bände; Ende 2006 war ein Zuwachs auf über 650.000 Bände zu verzeichnen und zudem 1695 laufende Zeitschriften, 3380 Handschriften, etwa 1000 Inkunabeln sowie 3000 Drucke des 16. Jahrhunderts verfügbar.[127]

Unter anderem befinden sich im Bestand:

Folgende Privatsammlungen wurden als Depositum an das Museum geliehen:

Historisches Archiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Aufseß dachte dem Archiv die erste Stelle im Abteilungsgefüge des Museums zu. Es sollte die Aufgabe eines deutschen Zentralarchivs übernehmen, indem es weniger die Originalurkunden, sondern Kopien und Faksimiles (bis 1650) verwahren sollte. Dieses Projekt überforderte zur damaligen Zeit jedoch die Beteiligten; nur die Siegelabgusssammlung machte schnell gute Fortschritte.

Bald wandte man sich der Sicherung originaler Quellen zu; dabei wollte man bewusst nicht in Konkurrenz zu den staatlichen Archiven treten, sondern man verstand sich in erster Linie als Auffangbecken für Adels- und Privatarchive, um so zu verhindern, dass Pergament- und Papierdokumente einer Zweitverwertung (Blattgoldmacher, Papierhersteller) zugeführt würden.

Der Bestand reicht heute unter anderem von hochmittelalterlichen Kaiser- und Papsturkunden über Adelsarchive wie das der Grafen von Wolckenstein-Rodenegg (13.–18. Jahrhundert) bis zu Stadt- und Rechnungsbüchern, aber auch Gerichtsakten.

Übernommene Archivalienbestände wurden nie aufgelöst (nur Pergamenturkunden wurden aus dem jeweiligen Komplex herausgenommen); allerdings wurden vornehmlich in den 1970er Jahren „Flurbereinigungen“ mit dem Ziel vorgenommen, versprengte Einzelstücke und Reste zuständigen Archiven zuzuführen.

Seit 1966 ist auch das Deutsche Glockenarchiv ein Teil des Archivs; vergleiche Claus Pese: Mehr als nur Kunst. Das Archiv für Bildende Kunst im Germanischen Nationalmuseum., Ostfildern-Ruit, 1998, S. 136–145.

Deutsches Kunstarchiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Deutsches Kunstarchiv

Das seit dem 1. Januar 2008 umbenannte Deutsche Kunstarchiv wurde 1964 als Archiv für Bildende Kunst gegründet und beherbergt knapp 1.400 Vor- und Nachlässe von Künstlern, Kunstwissenschaftlern und -kritikern, aber auch von Institutionen wie Kunstvereinen und schriftliche Quellen aus dem Bereich der bildenden Kunst überhaupt. Zu nennen sind unter anderem die folgenden schriftlichen Nachlässe:

Vorlass

Neuzugänge werden im Anzeiger mitgeteilt.

Institut für Kunsttechnik und Konservierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut betreut als Restaurierungsabteilung des Germanischen Nationalmuseums nicht nur die Sammlung des Museums, sondern steht auch Dritten zur Verfügung und trägt zur Forschungsarbeit des Museums bei.

Verlag des Germanischen Nationalmuseums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem „Anzeiger“ erscheinen heute zwischen fünf und zehn Bände jährlich im hauseigenen Verlag. Bei großen Publikationen geht man aus Kostengründen und wegen besserer Vertriebsmöglichkeiten oft Kooperationen mit Fachverlagen ein.

Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum hat seinen Sitz im Germanischen Nationalmuseum und wird vom Museum und der Stadt Nürnberg getragen.

Stiftung zur Förderung des Germanischen Nationalmuseums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung zur Förderung des Germanischen Nationalmuseums wurde mit Unterstützung der Hypovereinsbank gegründet und nahm am 14. Februar 2006 die Arbeit auf. Man hofft bereits im ersten Jahr ein Stiftungsvermögen von vier Millionen Euro zu erreichen. Eine Zustiftung ist für jedermann ab 10.000 Euro möglich.

Größter privater Leihgeber des Museums ist die Merkelsche Familienstiftung, siehe Bibliothek der Paul Wolfgang Merkelschen Familienstiftung.

Öffentlichkeitsarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit erstellt das Museum u.a. zahlreiche Flyer und ein Programmheft, das ab 2004 im vierteljährlichen Rhythmus erscheint und neben Informationen zum Museum auf acht von 48 Seiten Fremdwerbung enthält. Das Programmheft wird regelmäßig an die über 5.500 Mitglieder des Museums versandt.

Alle drei Monate erscheint das zwölfseitige Heft KulturGUT in einer Auflage von 4.500 Exemplaren (Stand 2007). Dieses Heft liegt kostenfrei im Museum und an anderen Orten aus und ist zudem als PDF-Download verfügbar[128]. Im KulturGUT werden die monatlichen „Blickpunkt“-Objekte vorgestellt, die zumeist in der Eingangshalle zu sehen sind.

Regelmäßig führen Mitarbeiter des Museums durch die ausgestellten Bestände. Zweimal jährlich werden private Kulturobjekte fachlich begutachtet, eine monetäre Wertschätzung erfolgt nicht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesamtdarstellungen
  • Bernward Deneke, Rainer Kahsnitz (Hrsg.): Das Germanische Nationalmuseum. Nürnberg 1852–1977. Beiträge zu seiner Geschichte. München/Berlin 1978 (umfassender Sammelband zu allen Aspekten und Einrichtungen des Museums).
  • Schatzkammer der Deutschen. Aus den Sammlungen des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg. Nürnberg 1982.
  • Irmtraud von Andrian-Werburg: Das Germanische Nationalmuseum. Gründung und Frühzeit. Begleitheft zur Ausstellung. Nürnberg 2002.
Neuere Kataloge zu den Schausammlungen
  • G. Ulrich Großmann: Germanisches Nationalmuseum. Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2001.
  • Jutta Zander-Seidel: Kleiderwechsel. Frauen-, Männer- und Kinderkleidung des 18. bis 20. Jahrhunderts. Nürnberg 2002 (= Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 1).
  • Jutta Zander-Seidel, Daniel Hess, Frank Matthias Kammel, Ralf Schürer u. a.: Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert. Nürnberg 2006 (= Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 2).
  • Daniel Hess, Dagmar Hirschfelder (Hrsg.): Renaissance.Barock.Aufklärung. Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Nürnberg 2010 (= Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3).
  • Tobias Springer mit Martin Baumeister und Kathrin Vogelsang (Bearb.): Führer durch die Schausammlung Vor- und Frühgeschichte des Germanischen Nationalmuseums. Nürnberg 2010.
Neuere Bestandskataloge
  • Kurt Löcher: Die Gemälde des 16. Jahrhunderts. Mitarbeit von Carola Gries. technologische Befunde von Anna Bartl und Magdalene Gärtner. Ostfildern 1997.
  • Kurt Löcher: Die deutschen Gemälde des 16. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum. Nachträge zum Bestandskatalog. In: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums. (2000), S. 103–118.
  • Andreas Tacke: Die Gemälde des 17. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum. Mainz 1995.
  • Claudia Maué: Die Bildwerke des 17. und 18. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum.
    • Teil 1: Franken. Mainz 1997.
    • Teil 2: Bayern, Österreich, Italien, Spanien. Mainz 2005.
Spezialarbeiten zur Sammlungsgeschichte
  • Dietrich Hakelberg: Adliges Herkommen und bürgerliche Nationalgeschichte. Hans von Aufseß und die Vorgeschichte des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. In: Heinrich Beck u. a. (Hrsg.): Zur Geschichte der Gleichung „germanisch-deutsch“. (RGA Ergbd. 34). Berlin/ New York 2004, S. 523–576. (nicht eingesehen)
  • Birgit Jooss: Das Deutsche Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum. In: Kunstchronik. Bd. 61, 2008, S. 346–347.
Periodika
  • Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums. (Jahrbuch seit 1852); Abstracts und Inhaltsangaben ab 1996.[129]
  • Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum. (Jahresgabe für Mitglieder)
  • KulturGUT. Aus der Forschung des Germanischen Nationalmuseums. erscheint ab April 2004 vierteljährlich; auch online als PDF.[128]
  • monats anzeiger. Museen und Ausstellungen in Nürnberg. Erschien zwischen 1981 und 2004 monatlich; ist digitalisiert worden und liegt auch online[130] vor.
Sonderausstellungen
  • Harald Eggebrecht: Auf dem Jahrmarkt des Monströsen. Drachen, Vampire, Werwölfe und andere verlorene Seelen versammelt das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg zu einer anregenden Schau. In: Süddeutsche Zeitung, 13./14. Mai 2015, S. 13. Online-Version

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Germanisches Nationalmuseum – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zander Seidel: Drum ist das germanische Museum ein National Museum, abgerufen am 30. Juni 2015
  2. Pressemitteilung des Museums von 2015, abgerufen am 7. Januar 2016
  3. http://www.gnm.de/services/haeufige-fragen/ GNM-Website Häufige Fragen (eingesehen 13. Juli 2013); 2003 wurden 1,2 Millionen angegeben.
  4. http://www.gnm.de/museum/ueber-uns/ GNM-Website Wir über uns (eingesehen am 14. Juli 2013)
  5. http://www.gnm.de/services/haeufige-fragen/ GNM-Website Häufige Fragen (eingesehen am 14. Juli 2013)
  6. http://www.gnm.de/museum/ueber-uns/ GNM-Website Wir über uns, siehe Leitbild (eingesehen am 14. Juli 2013)
  7. Jörn Bahns, Die Museumsbauten von der Übernahme der Kartause im Jahre 1857 bis gegen 1910. In: Deneke/Kahsnitz (Hrsg.) 1978, 357 ff., hier 358 ff.
  8. http://www.stoermer-partner.de/
  9. Deneke 1978, S. 81, 86.
  10. Deneke 1978, S. 81, 86.
  11. Deneke 1978, S. 81, 86.
  12. Deneke 1978, S. 89.
  13. Deneke 1978, S. 264.
  14. Deneke 1978, S. 266.
  15. Deneke 1978, S. 275, 281.
  16. Deneke 1978, S. 281.
  17. Deneke 1978, S. 270 f.
  18. Deneke 1978, S. 284.
  19. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm135
  20. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm161
  21. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1160
  22. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm165
  23. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm166
  24. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm167; http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm168
  25. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm885
  26. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm169
  27. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm186
  28. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm185
  29. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1112
  30. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1162
  31. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm206
  32. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm280; http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm897; http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm281
  33. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1554
  34. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm282
  35. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm283
  36. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1152
  37. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1153
  38. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm284
  39. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm284
  40. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1079
  41. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm344
  42. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm903
  43. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1093
  44. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1086
  45. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1000
  46. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1070
  47. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm313
  48. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm314
  49. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm315
  50. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1682
  51. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm312
  52. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm182; http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm183
  53. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm181
  54. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm207
  55. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm223
  56. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm215
  57. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm220;http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm221
  58. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm217
  59. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm218
  60. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1649
  61. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm216
  62. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1108
  63. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm213
  64. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1097
  65. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1570
  66. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm226
  67. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1116
  68. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm304
  69. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm96
  70. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm391
  71. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm392
  72. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1118
  73. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1163
  74. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1182
  75. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm406
  76. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gm1329
  77. Sammlung Vor- und Frühgeschichte. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 03.08.2016.
  78. Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.): Germanisches Nationalmuseum - Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2012, S. 25 f.
  79. Sammlung Vor- und Frühgeschichte. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 03.08.2016.
  80. Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.): Germanisches Nationalmuseum - Führer durch die Sammlungen. Nürnberg, S. 33 f.
  81. Sammlung: Alte Gerichtsbarkeit. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 27.07.2016.
  82. Sammlung: Alte Gerichtsbarkeit. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 27.07.2016.
  83. Sammlung: Alte Gerichtsbarkeit. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 27.07.2016.
  84. Sammlung Skulptur bis 1800. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 03.08.2016.
  85. Sammlung Skulptur bis 1800. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 03.08.2016.
  86. Sammlung Skulptur bis 1800. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 03.08.2016.
  87. Sammlung 20. Jahrhundert. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 28.07.2016.
  88. Sammlung 20. Jahrhundert. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 28.07.2016.
  89. Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.): Germanisches Nationalmuseum - Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2012, ISBN 978-3-936688-67-2, S. 189.
  90. Sammlung 20. Jahrhundert. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 28.07.2016.
  91. Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.): Germanisches Nationalmuseum - Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2012, ISBN 978-3-936688-67-2, S. 192 f.
  92. Graphische Sammlung. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 21.07.2016.
  93. Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.): Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2012, S. 217.
  94. Graphische Sammlung. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 21.07.2016.
  95. Graphische Sammlung. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 21.07.2016.
  96. Stefan Lieser: Musikstadt Köln? Ein Musikinstrumentenmuseum soll entstehen. In: Gitarre & Laute 8, 1986, Heft 1, S. 28–35; hier: S. 31.
  97. Sammlung Musikinstrumente. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 27.07.2016.
  98. Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.): Germanisches Nationalmuseum - Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2012, ISBN 978-3-936688-67-2, S. 143.
  99. Sammlung Musikinstrumente. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 27.07.2016.
  100. Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.): Germanisches Nationalmuseum - Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2012, ISBN 978-3-936688-67-2, S. 145 f.
  101. Sammlung Musikinstrumente. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 27.07.2016.
  102. Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.): Germanisches Nationalmuseum - Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2012, ISBN 978-3-936688-67-2, S. 143 f.
  103. Münzkabinett. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 27.07.2016.
  104. Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.): Germanisches Nationalmuseum - Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2012, ISBN 978-3-936688-67-2, S. 218.
  105. Münzkabinett. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 27.07.2016.
  106. Münzkabinett. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 27.07.2016.
  107. [www.gnm.de/sammlungen/sammlungen-a-z/spielzeug/ Sammlung Spielzeug.] Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 28.07.2016.
  108. Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.): Germanisches Nationalmuseum - Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2012, ISBN 978-3-936688-67-2, S. 207.
  109. [www.gnm.de/sammlungen/sammlungen-a-z/spielzeug/ Sammlung Spielzeug.] Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 28.07.2016.
  110. Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.): Germanisches Nationalmuseum - Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2012, ISBN 978-3-936688-67-2, S. 207.
  111. [www.gnm.de/sammlungen/sammlungen-a-z/spielzeug/ Sammlung Spielzeug.] Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 28.07.2016.
  112. Eckart Roloff und Karin Henke-Wendt: Eine kluge Komposition aus Medizin, Pharmazie und Handwerk. (Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg) In: Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. Band 2, Süddeutschland. Verlag S. Hirzel, Stuttgart 2015, S. 129-130, ISBN 978-3-7776-2511-9.
  113. Laut bald aufgetauchten Zweifeln sowie jüngsten Recherchen – so die Aussage des Museumsleiters (Deutschlandfunk, 4. Dezember 2014.) – ein Konglomerat aus dem Historismus.
  114. http://objektkatalog.gnm.de/objekt/HG2146
  115. Gewerbemuseum und Design. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 27.07.2016.
  116. Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.): Germanisches Nationalmuseum - Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2012, ISBN 978-3-936688-67-2, S. 181.
  117. Gewerbemuseum und Design. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 27.07.2016.
  118. Gewerbemuseum und Design. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 27.07.2016.
  119. Germanisches Nationalmuseum. Führer durch die Sammlungen. S. 262 f.
  120. Germanisches Nationalmuseum. Führer durch die Sammlungen. S. 248 f.
  121. Germanisches Nationalmuseum. Führer durch die Sammlungen. S. 248 f.
  122. Sammlung Textilien & Schmuck. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 28.07.2016.
  123. Sammlung Textilien & Schmuck. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 28.07.2016.
  124. Sammlung Textilien & Schmuck. Germanisches Nationalmuseum, abgerufen am 28.07.2016.
  125. Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.): Germanisches Nationalmuseum - Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2012, ISBN 978-3-936688-67-2, S. 152.
  126. Inventar des GNM
  127. http://www.gnm.de/museum/abteilungen-und-anlaufstellen/bibliothek/ GNM-Website "Bibliothek" (eingesehen am 1. Januar 2007)
  128. a b Übersicht aller Ausgaben von KulturGUT, (eingesehen 27. Juli 2016)
  129. http://www.gnm.de/museum/abteilungen-und-anlaufstellen/verlag/?rubrik=rubrik:60 (eingesehen 1. Januar 2007)
  130. Übersichtsseite auf heiJOURNALS. Abgerufen am 27. Juli 2016.
Dieser Artikel wurde am 24. Februar 2008 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.