Hans Raphon

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Hans Raphon (* 1460/1470 in Northeim; † nach 1512 ebenda; auch Hans Rebhuhn) war ein deutscher Maler der Dürer-Zeit.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tafel aus dem Passionsaltar von 1499
Hans Raphon, Kreuzigungsaltar, 1508. Domschatz Halberstadt

Sein bedeutendstes Werk, ein Passionsaltar mit 41 Tafeln, wurde 1499 im Auftrag der Göttinger Pauliner-Kirche begonnen und während der Reformation in das Kloster Walkenried geschafft. Er befindet sich heute in der Nationalgalerie Prag. Weitere Werke sind der Kreuzigungsaltar im Domschatz Halberstadt, 1508,[1] und der Flügelaltar im Chor von St. Marien zu Heiligenstadt (Eichsfeld), 1512. Ein Flügelaltar (um 1500) für die Stiftskirche St. Alexandri zu Einbeck befindet sich heute im Landesmuseum Hannover.[2] Im gleichen Museum wird ein einzelner Altarflügel des 1507 entstandenen Jodokusschreins aus der Klosterkirche Reinhausen aufbewahrt; das Gegenstück sowie ein ehemaliges zweites Flügelpaar sind nicht mehr erhalten.[3] Raphon war von 1502 bis 1508 Dechant im Stift St. Alexandri in Einbeck.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Arndt: Das Retabel der Göttinger Paulinerkirche, gemalt von Hans Raphon, in: Thomas Noll und Carsten-Peter Warnke (Hg.): Kunst und Frömmigkeit in Göttingen. Die Altarbilder des späten Mittelalters, Berlin/München, 2012, S. 188–219.
  • Edgar Müller: Hans Raphon und seine Familie, in: Thomas Noll und Carsten-Peter Warnke (Hg.): Kunst und Frömmigkeit in Göttingen. Die Altarbilder des späten Mittelalters, Berlin/München, 2012, S. 241–257.
  • Götz J. Pfeiffer: Das Kreuzigungsretabel von 1506 aus der St. Jürgens-Kapelle, samt einem Anhang der Werke Hans Raphons und seiner Werkstatt, in: Thomas Noll und Carsten-Peter Warnke (Hg.): Kunst und Frömmigkeit in Göttingen. Die Altarbilder des späten Mittelalters, Berlin/München, 2012, S. 220–240.
  • Joseph Eduard WesselyRaphon von Raphun, Johann. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 27, Duncker & Humblot, Leipzig 1888, S. 283.
  • Hans Raphon. 500 Let pasijoveho oltare z Goettingenu: Gotika ze sbirky kolowratu. 500 Jahre des Passionsaltars aus Goettingen: Gotische Kunst aus der Sammlung Kolowrat. Hrsg. von Olga Kotková. Narodni Galerie, Praha 1999.
  • Karin Hahn-Jänecke: Ein wiederentdeckter Altar des Hans Raphon in der Národni Galerie zu Prag. In: Niederdeutsche Beiträge zur Kunstgeschichte. IV, 1965.
  • Christian Tegtmeier: Walkenrieder Altar. Betrachtungen zum spätgotischen Flügelaltar von Hans Raphon. Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde, Walkenried [1999?].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Olga Kotková: Kreuzigungsaltar von Hans Raphon. In: Meller, Mundt, Schmuhl (Hrsg.): Der heilige Schatz zu Halberstadt. Schnell + Steiner, Regensburg 2008, ISBN 978-3-7954-2117-5, S. 358–361.
  2. Franz Hoffmann: St. Alexandri Einbeck. In: Grosse Baudenkmäler. 2. Auflage. Nr. 318. Deutscher Kunstverlag, München 1981, S. 10.
  3. Sebastian Heim: Die spätgotischen Altäre in St Christophorus Reinhausen. In: 1000 Jahre Kirche auf dem Kirchberg zu Reinhausen. Das Milleniumsbuch zu 1000 Jahre Kirche, Kultur und Leben, herausgegeben von der Planungsgruppe P14, 2015, S. 40–53

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]