Hann. Münden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hann. Münden
Hann. Münden
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hann. Münden hervorgehoben
Koordinaten: 51° 25′ N, 9° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Göttingen
Höhe: 123 m ü. NHN
Fläche: 121,12 km²
Einwohner: 24.072 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 199 Einwohner je km²
Postleitzahl: 34346
Vorwahl: 05541
Kfz-Kennzeichen: GÖ, DUD, HMÜ
Gemeindeschlüssel: 03 1 52 016
Stadtgliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Lotzestraße 2
34346 Hann. Münden
Webpräsenz: www.hann.muenden.de
Bürgermeister: Harald Wegener (Bürgerforum Hann. Münden)
Lage der Stadt Hann. Münden im Landkreis Göttingen
Staufenberg Hann. Münden Bühren Scheden Rosdorf Friedland Dransfeld Jühnde Niemetal Adelebsen Bovenden Waake Gleichen Landolfshausen Bilshausen Göttingen Seulingen Ebergötzen Bodensee Seeburg Obernfeld Krebeck Wollbrandshausen Rollshausen Wollershausen Duderstadt Gieboldehausen Rhumspringe Rüdershausen Landkreis Göttingen Niedersachsen Hessen Landkreis Northeim Landkreis Northeim Landkreis Osterode am Harz ThüringenKarte
Über dieses Bild
„Doktor Eisenbarth“-Figur am Ortseingang

Hann. Münden (früher Hannoversch Münden; umgangssprachlich auch nur Münden genannt) ist eine Stadt und selbständige Gemeinde im Landkreis Göttingen, südliches Niedersachsen, an der Grenze zu Hessen sowie unweit von Thüringen. Der Kernort ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

In Hann. Münden befindet sich der Zusammenfluss von Werra und Fulda zur Weser. Deshalb wird die Stadt auch „Drei-Flüsse-Stadt“ genannt. Bekannt ist die Stadt außerdem durch die Grabstätte des deutschen Handwerkschirurgen und Starstechers Johann Andreas Eisenbarth („Doktor Eisenbarth“), der verstarb, als er in Münden Station machte. Von der Lage der Stadt im Weserdurchbruchstal soll auch Alexander von Humboldt angetan gewesen sein. Über das oft verwendete Humboldt-Zitat, Münden sei „eine der sieben schönstgelegenen Städte der Welt“, gibt es allerdings keine schriftlichen Aufzeichnungen.

Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt heißt laut Hauptsatzung Hann. Münden. Dies wurde 2006 letztmals festgeschrieben,[2] und die Stadt wird auch beim Statistischen Bundesamt mit diesem Namen geführt.

Der ursprüngliche Name der Stadt, Münden, führte häufig zu Verwechslungen mit dem ähnlich klingenden Minden, das ebenfalls an der Weser liegt und von der Handelsschifffahrt aufgesucht wurde. Nach Münden adressierte Post tauchte immer wieder in Minden und manchmal auch in München auf. Deshalb beschloss die Stadt Münden, ihrem Stadtnamen die Bezeichnung Hannoversch voranzusetzen und die Stadt Hannoversch Münden zu nennen, da sie zu dem 1692 entstandenen Kurfürstentum und späteren (1814) Königreich Hannover gehörte.[3] Dessen Annexion durch Preußen 1866 (Provinz Hannover) und die Bildung des Landes Niedersachsen 1946 ließen den Stadtnamen unverändert. Goethe und die Brüder Grimm schrieben meist Minden, manchmal mit dem Zusatz Hannöverisch. Die Benennung als Hannoversch Münden (auch: Hannöverisch Münden) erfolgte analog zu Preußisch Minden bzw. Minden in Westfalen oder auch Minden/Westfalen.

Die Stadt hieß bis zum 31. Dezember 1990 Hannoversch Münden. Seit 1. Januar 1991 führt sie aufgrund eines Ratsbeschlusses die amtliche Bezeichnung Hann. Münden.[4][5] Die Einwohner nennen sich weiterhin Mündener.

Im mündlichen Sprachgebrauch wird von offiziellen Vertretern der Stadt sowohl Hann. Münden als auch Hannoversch Münden verwendet. Überregionale Radio- und Fernsehsender bevorzugen Hannoversch Münden, während in regionalen Sendern von Hann. Münden gesprochen wird.[6][7]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hann. Münden, Blick von der Tillyschanze auf die Kernstadt
Zusammenfluss von Werra (links) und Fulda (rechts) zur Weser (vorn)

Hann. Münden ist die südlichste Stadt Niedersachsens. Sie liegt in einem Talkessel am Zusammenfluss von Fulda und Werra zur Weser, der am Tanzwerder durch den Weserstein markiert ist. Sowohl ihre westliche wie auch Teile der östlichen Gemeindegrenze fallen mit der Landesgrenze nach Hessen zusammen. Die politische Gemeinde liegt mit ihrer Kernstadt und den eingemeindeten Ortschaften im Grund und an den Hängen der drei Flusstäler; einzige Ausnahme ist der nordöstliche Ortsteil Mielenhausen. Der Mündener Talkessel war im Mittelalter ein kommerzieller und politischer Knotenpunkt, an dem das Territorium der Welfen an die Gebiete von Westfalen und Hessen-Thüringen angrenzte.

Das Stadtzentrum mit der historischen Altstadt befindet sich im äußersten Winkel des Mündungsdreiecks von Werra und Fulda in die Weser. Sie liegt 23 km südwestlich der Kreisstadt Göttingen und 20 km nordöstlich der nordhessischen Stadt Kassel. Raumordnungspolitisch gehört die Stadt zur Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg.

Die Stadt liegt an den Nahtlinien von Kaufunger Wald (bis 643,4 m) mit dem Kleinen Steinberg (541,9 m) im Süden, Reinhardswald (bis 472,2 m) mit dem Gahrenberg (472,1 m) im Westen und Bramwald (bis 408,1 m) mit dem Blümer Berg (320,4 m) im Norden, deren Gebirgsrücken in den Mündener Talkessel nasenartig hervorspringen. Der erstgenannte Mittelgebirgszug wird dem Norden des Osthessischen Berglands zugeordnet und die zwei letztgenannten Gebirgszüge dem Weserbergland. Auf dem Kaufunger Wald und Bramwald liegen Teile des Naturparks Münden.

In die landschaftsprägenden Flüsse münden der aus dem Kaufunger Wald kommende Eselsbach beim Floßplatz in die Fulda, der Ilksbach beim Letzten Heller in die Werra, die aus dem Bramwald kommenden Gewässer Schede (gegenüber von Hilwartshausen) und Nieme (bei Bursfelde) in die Weser.

Geografische Daten der Stadt Hann. Münden – sortiert nach Höhen in Meter (m) über Normalhöhennull (NHN):

  • Höchster Punkt: Kleiner Steinberg (541,9 m)[8]
  • Höchste Wohnbebauung: Am Schäferhof (275 m)[8]
  • Stadtzentrum: St.-Blasius-Kirche (123 m)[9]
  • Tiefster Punkt: Weseranlegestelle Bursfelde (110 m)[9]

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der kommunalen Gebietsreform 1973 setzt sich die Stadt Hann. Münden aus der Kernstadt und insgesamt zehn Ortsteilen zusammen.

Die „Stadtbereiche“ der Kernstadt sind bei der Ausdehnung der Stadt über die Stadtmauer der historischen Altstadt hinaus nach Plänen des Magistrats im 19. Jahrhundert entstanden, ohne ausdrücklich als Stadtteile gewidmet worden zu sein (siehe § 40 NGO). Nach weiterer Entwicklung der Stadt im 20. Jahrhundert decken sie heute mit ihren ursprünglichen Grenzen nicht mehr alle bebauten Flächen der Kernstadt ab.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind unter anderen Fuldatal, Reinhardshagen, Scheden, Staufenberg und Witzenhausen. Nicht weit entfernte größere Ortschaften sind Dransfeld und Jühnde, im Südwesten liegt die Großstadt Kassel.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hann. Münden liegt bei der Jahresdurchschnittstemperatur und der Niederschlagsmenge im Durchschnitt der gemäßigten Zone. Im Frühjahr, Herbst und Winter ist Nebel im Tal der Kernstadt recht häufig. Der kälteste Monat ist der Januar mit durchschnittlich −1 bis +2 Grad Celsius. Die wärmsten Monate sind im langjährigen Mittel die Monate Juli und August mit je 13 bis 23 °C.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Hann. Münden
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2 4 9 13 18 20 23 23 18 13 7 3 Ø 12,8
Min. Temperatur (°C) −1 −1 2 4 8 11 13 13 10 6 2 0 Ø 5,6
Niederschlag (mm) 52,1 44,1 53,1 54,4 62,9 83,9 68,8 63,6 52,9 48,2 62,2 70,9 Σ 717,1
Sonnenstunden (h/d) 0,9 2,2 3,1 4,4 6,1 5,9 6,0 6,0 4,3 3,3 1,2 0,7 Ø 3,7
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52,1
44,1
53,1
54,4
62,9
83,9
68,8
63,6
52,9
48,2
62,2
70,9
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Temperatur – MSN Weather Averages Hann. Münden,[10] Normwerte Sonne – DWD HMÜ – Steinberg,,[11] Niederschlag – DWD HMÜ – Hedemünden[12]

Geologische Verhältnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hann. Münden gehört geologisch und geographisch zum Niedersächsischen Bergland. Die Altstadt mit dem Zusammenfluss von Fulda und Werra liegt in einem Becken vor dem Durchbruch der Weser zwischen dem Rabanenkopf (Reinhardswald) und dem Questenberg (Mündener Stadtforst); an dieser Stelle beträgt die Breite des Tales nur 400 m. Das Niedersächsische Bergland ist von seiner Form her ein flaches Gewölbe aus Schichten der Triaszeit. Die Berghöhen und ihre Flanken werden aus Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper gebildet. An vielen Stellen tritt Basalterguss vulkanischen Ursprungs auf (siehe Kleiner Steinberg), an einigen Stellen wurde Quarzit festgestellt. Das im Mesozoikum entstandene Mündener Buntsandsteingebiet wird im Flussdreieck von Werra und Fulda durch Material aus dem Paläozoikum ergänzt, das über Eder und Fulda ins Mündener Becken geschwemmt wurde.[13]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

800–1200 erste Siedlungen und Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wüst gefallener Siedlungsbereich von Altmünden auf der linken Weserseite, gegenüber Münden und der Questenberg, 1791
Boote an der Bremer Schlagd, mittig das Alte Sydekum, 1584

Die Gründung der Stadt ist nicht genau belegt. Die erste urkundliche Erwähnung in einem Dokument von 1183 spricht schon von einer Stadt. Als eine Vorläufersiedlung gilt Gimundi an der Stelle des heutigen Stadtteils Altmünden. Sie wurde etwa 802 an die Reichsabtei Kloster Fulda verschenkt. Dort hielt sich Kaiser Heinrich III. im Jahr 1049 auf.[14] Einziger baulicher Rest von Altmünden ist die Kirchenruine St. Laurentius. Der offenbar planmäßig angelegte Siedlungskern von Münden ist ein Areal von 450 × 350 Meter im Mündungsdreieck von Werra und Fulda. Um das Jahr 1200 wurde mit dem Bau der Stadtbefestigung Münden als Stadtmauer mit Stadttoren und Mauertürmen begonnen.

1200–1600 Stapelrecht und Reformation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1247 stattete der Braunschweiger Herzog Otto I. die Stadt mit dem Mündener Stapelrecht als Privileg aus. Dies verhalf der Stadt zu einem großen Aufschwung und wurde erst 1824 aufgehoben.[15] Vorteilhaft für Münden wirkte sich auch die Felsbarriere des Werrahohls am Rande der Stadt aus, das die Schiffer zum Abladen ihrer Waren in der Stadt zwang. Erst der Bau einer Staustufe mit Schleuse und Nadelwehr in der Werra in den 1870er Jahren beseitigte dieses jahrhundertealte Schifffahrtshindernis. Im 16. Jahrhundert war Münden durch den Weserhandel die wichtigste Handelsstadt bis Bremen für Waren vor allem aus Thüringen. Entsprechend entstanden am westlichen und nördlichen Altstadtrand die Schlagden als Handels-, Umschlags- und Anlegeplätze an den Schifffahrtswegen Werra und Fulda. An der Werra lag die Wanfrieder Schlagd und an der Fulda die Bremer sowie die Kasseler Schlagd, an denen die noch heute vorhandenen Lagerhäuser des Packhofs und des Alten Packhofs errichtet wurden. Gehandelt und auf der Weser transportiert wurden vor allem Färberwaid, damals ein wichtiges blaues Färbemittel, Glas, Textilien und Flöße mit Holz und Getreide aus Thüringen. Von der Nordsee kamen weseraufwärts Heringe und andere Fische. 1342 wurde Hann. Münden von der Magdalenenflut heimgesucht. Ein Gedenkstein an der St.-Blasii-Kirche gibt mit gotischen Schriftzügen darüber Auskunft und markiert zugleich die größte Höhe des damaligen Wasserspiegels. Anfang des 14. Jahrhunderts gab es im Ort etwa 500 Häuser.

Seit dem Mittelalter wurde in Hann. Münden einige Zeit Weinbau am Südhang des Questenberges betrieben. Dieser Wein wird Questenberger genannt. In einer alten Quelle von 1390 wird der Questenberger als bemerkenswert guter Wein erwähnt.[16] Die Qualität des Weines wird nochmals 1545 auf der Fürstenhochzeit von Herzog Erich II. und Sidonie von Sachsen 1545 auf dem Welfenschloss zu Münden bezeugt: Die Speisenfolge nennt neben 26 Fuder Frankenwein auch zwei Fuder fünfjährigen Questenberger von 1540.[17]

Durch ihre Heirat 1525 mit Erich I., in dessen Fürstentum Calenberg-Göttingen Münden lag, bekam Elisabeth von Brandenburg Münden als Leibzucht und Herrschaftsgebiet zugesprochen. Elisabeth kam früh mit den Ideen der Reformation in Berührung und holte den Reformator Antonius Corvinus nach Münden. Nach dem Tod Erich I. im Jahre 1540 übernahm Elisabeth vormundschaftlich die Regierungsgeschäfte für ihren noch minderjährigen Sohn Erich II. und herrschte mit Residenzsitz in Hann. Münden bis 1546. In dieser Zeit, also noch vor dem Augsburger Religionsfrieden, setzte sie den Protestantismus durch.

1600–1800 Dreißigjähriger Krieg und Absolutismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belagerung von Münden 1626

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt am 30. Maijul./ 9. Juni 1626greg. – Blutpfingsten – nach mehrtägigem Beschuss durch die Söldner Tillys eingenommen und ein Großteil der Bevölkerung umgebracht.[18]

Im Siebenjährigen Krieg wurde die Stadt in der Zeit zwischen 1757 und 1762 wiederholt von französischen Truppen besetzt,[19] die auf dem Questenberg die Franzosenschanze anlegten.

1776 wurden in Münden fast 20.000 hessische Soldaten eingeschifft, die der Landgraf von Hessen-Kassel Friedrich II. an den hannoverschen Kurfürsten und König von Großbritannien, Georg III., vermietet hatte.[20] Sie wurden im Kampf gegen die amerikanischen Truppen im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg eingesetzt. Die Rückführung der Soldaten fand im November 1783 auch über Münden statt, aber kaum mehr als die Hälfte kam zurück.

1800–1914 Gründerzeit und Industrialisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rathaus Münden um 1900

Eine Reihe von für die Stadt wichtigen Firmengründungen (siehe Unternehmen) fällt ins 19. Jahrhundert. Zuvor war 1732 eine Fabrikationsansiedlung mit Töpferei, Ziegelei, Eisenwerk und Alaunsiederei außerhalb auf dem Steinberg entstanden, die ab 1757 in Ortsnähe als Fayence-Manufaktur Münden weiter betrieben wurde. Bereits 1856 erhielt Münden einen Anschluss an das entstehende Eisenbahnnetz.

1868 gründete der preußische König Wilhelm I. die Königlich Preußische Forstakademie Hannoversch Münden. Daraus entwickelte sich eine traditionsreiche Hochschule für Forstwissenschaften, die Hann. Münden in der deutschen und internationalen Forstwissenschaft bekannt machte. 1870 folgte die Eröffnung des Forstbotanischen Gartens. Die Akademie wurde 1922 umbenannt in Forstliche Hochschule und 1939 der Georg-August-Universität Göttingen als Forstwissenschaftliche Fakultät angegliedert; der Umzug der Fakultät nach Göttingen erfolgte 1970/1971.

Von 1885 bis 1972 war das damalige Münden Kreisstadt des Landkreises Münden (Kfz-Kennzeichen HMÜ), der am 1. Januar 1973 im Landkreis Göttingen aufging.

Über Jahrhunderte wurden im Kaufunger Wald unter anderem am Kleinen Steinberg Basalt und Braunkohle, Tone und Sande abgebaut, die auf der Kohlenstraße und von 1894 bis 1931 über die Steinberg-Drahtseilbahn nach Hann. Münden transportiert wurden.

Anfang Februar 1909 überflutete das Werrahochwasser 1909 einen beträchtlichen Teil der Altstadt.

Am 16. Juni 1911 wurde das Parseval-Luftschiff PL5 beim Entleeren der Hülle in Hann. Münden durch Feuer zerstört.

1933–1945 Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. März 1933 wurden Adolf Hitler die Ehrenbürgerrechte der Stadt verliehen. Erst 75 Jahre später, am 27. März 2008, wurde diese Ehrenbürgerschaft durch den Rat der Stadt einstimmig wieder aberkannt.

Im Rahmen der „Aktion wider den undeutschen Geist“ inszenierten einige nationalsozialistische Studenten der forstlichen Fakultät am 10. Mai 1933, wie an vielen anderen Orten in Deutschland, eine Bücherverbrennung auf dem Marktplatz.

Am 1. Oktober 1934 wurde Münden wieder Garnisonsstadt. Mit der 1935 errichteten Werratalbrücke der Reichsautobahn (heutige A 7) hatte die Stadt für einige Jahre die größte europäische Autobahnbrücke. Der Autobahnabschnitt Kassel-Göttingen mit der Autobahnanschlussstelle Hann. Münden-Hedemünden wurde am 20. Juni 1937 für den Verkehr freigegeben.

Die Novemberpogrome 1938 hatten auch ihre lokale Ausprägung. Am 9. November 1938 wurden in der Mündener Synagoge erhebliche Sachbeschädigungen verübt, die Torarollen, Gebetbücher und -mäntel öffentlich auf dem Tanzwerder verbrannt.[21] 1942 wurden die bis dahin noch verbliebenen jüdischen Mitbürger in Konzentrationslager deportiert. Von 126 ist nachgewiesen, dass sie dort ums Leben kamen.[22] (Siehe auch: Geschichte der Juden in Hann. Münden)

Im Zweiten Weltkrieg blieb Hann. Münden bis auf wenige Ausnahmen von direkten Kriegsauswirkungen und Kampfhandlungen verschont. Am 17. Mai 1943 erreichte die Stadt eine Flutwelle, die durch die Bombardierung der Edertalsperre in der Operation Chastise ausgelöst wurde. Sie richtete beträchtliche Schäden in der Stadt an, forderte aber nicht wie in anderen Orten Todesopfer.[23]

Am 30. und 31. März 1945 fanden zwei Luftangriffe auf Münden statt; 32 Menschen wurden getötet und 50 schwer verletzt.[24] Ziel der Angriffe durch amerikanische Bomber war unter anderem die Gneisenau-Kaserne nahe Gimte. In der 1935 fertiggestellten Pionier-Kaserne war, wie auch in der damaligen Plan-Schule, bis zum 28. März 1945 die Personalstelle des Oberkommandos des Heeres einquartiert. Bombardiert wurden auch Züge auf der Bahnstrecke Dransfelder Rampe im Bereich des Volkmarshäuser Tunnels.[25]

Deutsche Pioniere sprengten am 5. und 6. April 1945 kurz vor dem Eintreffen der vorrückenden amerikanischen Truppen bis auf die historische Werrabrücke alle Brücken im Stadtgebiet, insbesondere die Werratalbrücke der Reichsautobahn.[26]

Am 6. und 7. April 1945 nahmen amerikanische Truppen der 69. US-Infanterie-Division und des 273. US-Infanterie-Regiments unterstützt vom 777. US-Panzer-Bataillon und vom 661. US-Panzer-Jäger-Bataillon kämpfend die Stadt ein. Beim Kampf um Münden kamen 94 deutsche Soldaten, Volkssturm- und RAD-Angehörige und Zivilisten ums Leben; über die amerikanischen Verluste, die es gab, liegen keine Zahlen vor.[27] Entsprechend der alliierten Abmachungen lag die Stadt in der britischen Besatzungszone, und am 20. Mai 1945 rückten britische Soldaten ein.

Bau der Eisenbahn bei Münden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Portal des Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten Volkmarshäuser Tunnels an der stillgelegten Strecke nach Göttingen (Dransfelder Rampe)

Am 8. Mai 1856 erhielt die Stadt erstmals durch die Hannöversche Südbahn Anschluss an das Eisenbahnnetz. Die Strecke führte von Hannover, Göttingen und Dransfeld nach Hann. Münden. Am 23. September 1856 wurde die Hannöversche Südbahn bis Kassel verlängert. Zur Vermeidung einer Linienführung über kurhessisches Gebiet wurde die Strecke ab Göttingen über Dransfeld geführt. Dafür nahm man Steigungen von bis zu 18 ‰ in Kauf. Der Streckenabschnitt Göttingen–Dransfeld–Münden, der 1980 stillgelegt und noch bis 1995 als Güteranschlussgleis genutzt wurde, bekam so den Beinamen Dransfelder Rampe. Diese Hauptstrecke, an der sich heute noch die Streckenkilometrierung bis Kassel orientiert, wurde von Anbeginn zweigleisig gebaut, während die Strecken Hannover–Göttingen und Münden–Kassel zuerst eingleisig waren. Letztere hatte als einzige Bahnstrecke im Königreich Hannover bei Volkmarshausen nahe Hann. Münden einen Tunnel, was für den König der ausschlaggebende Grund für den Bau bis Hann. Münden gewesen sein soll. Die wahren Gründe für den Volkmarshäuser Tunnel waren jedoch die Einsparung von Kosten und der Wunsch, die Strecke möglichst auf gleicher Höhenlage bis Kassel zu führen. So befindet sich auch der Mündener Bahnhof in Hanglage rund 15 Höhenmeter über dem historischen Stadtkern.

Die heutige Verbindung über Eichenberg nach Göttingen wurde im Zuge des Ausbaues als letzter Bauabschnitt der Halle-Casseler-Bahn im Mai 1872 eröffnet.

Garnisonstadt Münden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilansicht vom Innenbereich der früheren Kurhessenkaserne

Als Garnisonstadt hat Hann. Münden eine lange Tradition, die bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückreicht. Besonders prägend und wiederkehrend war die Pioniertradition des Standortes.

Seit 1901 war Hann. Münden mit einigen Unterbrechungen Pioniergarnison. Am 1. Oktober dieses Jahres zog das Hessische Pionier-Bataillon Nr. 11, bis dahin in Mainz-Kastel gelegen, in die neu erbaute Kurhessenkaserne in Neumünden ein und verblieb, später in Kurhessisches Pionier-Bataillon Nr. 11 umbenannt, bis 1918. In den Kriegsjahren 1914/1918 bildete das Pionier-Ersatzbataillon 11 im Standort insgesamt 21.000 Pioniere für die Kriegsformationen des Bataillons aus. Nach Kriegsende bis 1920 folgte das Reichswehr-Pionierbataillon 11.

Für eine Übergangszeit von 1921 bis 1934 war die ehemalige Pionierkaserne Sitz der Hessisch-Nassauischen Polizeischule.

Von 1934 bis 1945 lag in dem jetzt in Kurhessenkaserne umbenannten Areal zunächst das Pionierbataillon 9, aus dem später die Pionierbataillone 29 und 49 hervorgingen. Diese Einheiten nutzten zudem ab Oktober 1935 die nahe Gimte auf dem Gimter Feld gelegene Gneisenau-Kaserne (heute unter anderem Bildungseinrichtung der Polizei Niedersachsen), mit deren Bau 1934 begonnen wurde. Auf der Gimter Aue an der Weser entstand ein Wasserübungsplatz. Während der Kriegsjahre bildeten in den Mündener Kasernen Ersatz-Bataillone (zum Beispiel das Pionier-Ersatz-Bataillon 29) Pioniere für den Fronteinsatz aus. Die Mündener Pioniertradition wurde durch die Einnahme der Stadt am 7. April 1945 durch amerikanische Truppen vorerst beendet.

Mit Aufstellung der Bundeswehr zogen wieder Pioniere in die Kurhessenkaserne ein. Das war von 1956 bis 1958 zunächst das Panzer-Pionierbataillon 5, das anschließend in Pionierbataillon 2 (PiBtl 2) umbenannt wurde. Zur Garnison gehörten neben dem PiBtl 2 auch immer selbständige Kompanien mit unterschiedlichen Bezeichnungen, so zum Beispiel von 1959 bis 1981 die Panzerpionierkompanie 50. Die Bundeswehr blieb bis zur endgültigen Auflösung des PiBtl 2 am 31. März 1993 Hausherr in der Kaserne. Das seither frei zugängliche Kasernengelände wird heute als Wohn- und Gewerbepark Fuldablick bezeichnet und entsprechend genutzt.[28]

Polizeischule/Polizeiakademie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaum eine andere Institution ist so eng mit dem Namen Hann. Münden verbunden wie die Polizei.

Von 1921 bis 1934 war Hann. Münden zunächst Sitz der Polizeischule der preußischen Provinz Hessen-Nassau. Die Polizeiausbildung wurde in der ehemaligen Pionierkaserne in Neumünden (spätere Kurhessenkaserne) betrieben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf Befehl der britischen Militärregierung die Regionspolizeischule Hannover in die Gneisenau-Kaserne auf dem Gimter Feld, nahe dem heutigen Ortsteil Gimte, verlegt.[29] Dafür gab ein dort einquartiertes britisches Bataillon die Räumlichkeiten frei und wurde nach Goslar verlegt.[30] Am 28. Mai trafen die Polizeischüler und das Gerät in Hann. Münden ein. Am 11. Juni 1946 begann der erste Anwärterlehrgang an der Polizeischule in Hann. Münden, die ab dem 1. Januar 1947 die Bezeichnung Polizeischule des Landes Niedersachsen trug,[29] später Landespolizeischule Niedersachsen (LPSN).

Zu Beginn noch unter britischer Aufsicht und Kontrolle, entwickelte sich die Schule im Laufe der Zeit zu einer modernen Ausbildungsstätte der niedersächsischen Landespolizei. Die Landespolizeischule hatte in den 1970er Jahren ihre höchste Auslastungszahl in der Aus- und Fortbildung von Polizeibeamten. Verpflegungsstärken von 1200 bis 1400 Personen pro Tag waren keine Seltenheit.[29]

Aufgrund höherer Qualitätsanforderungen an den Polizeinachwuchs wurde die LPSN am 30. April 1997 aufgelöst und am 1. Mai 1997 das Bildungsinstitut der Polizei Niedersachsen (BIP NI) mit Hauptsitz in Hann. Münden eingerichtet. Das BIP NI war nun zuständig für die Planung, Koordination und Durchführung der gesamten Fortbildung der Polizei in Niedersachsen. Die bisherige Polizeiausbildung wurde eigenständig in Form eines Studiums an der Niedersächsischen Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege durchgeführt. Hann. Münden war neben Oldenburg eine der Außenstellen; der Hauptsitz befand sich in Hildesheim.[29]

Am 1. Oktober 2007 erfolgte im Rahmen der Reform der polizeilichen Aus- und Fortbildung eine erneute Umorganisation: Die „Fakultät Polizei“ der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege und das Bildungsinstitut der Polizei wurden zur Polizeiakademie Niedersachsen mit Hauptsitz in Nienburg/Weser zusammengeführt. Der weiterhin gut ausgelastete Studienort Hann. Münden ist eine von zwei Zweigstellen der Akademie.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Göttingen wurden die Voraussetzungen für einen Zusammenschluss der bisherigen Kreise Münden, Duderstadt und Göttingen zum heutigen Landkreis Göttingen geschaffen. Dieses Gesetz trat am 1. Januar 1973 in Kraft. Im Zuge dieser Verwaltungs- und Gebietsreform wurden gleichzeitig die Gemeinden neu geordnet und zu größeren Einheiten zusammengeschlossen. So wurden die Gemeinden Bonaforth, Gimte, Hedemünden, Hemeln, Laubach, Lippoldshausen, Mielenhausen, Oberode, Volkmarshausen und Wiershausen in die Stadt Münden eingegliedert.[31]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl in Hann Münden[32]:

  • 1200: ca. 1100 Einwohner
  • 1400: ca. 2800 Einwohner
  • 1500: ca. 2500 Einwohner
  • 1700: ca. 3700 Einwohner
  • 1834: 4200 Einwohner
  • 1900: 9000 Einwohner
  • 1939: 15000 Einwohner
  • 1961: 20000 Einwohner
  • 1970: 19000 Einwohner
  • 1973: 19407 Einwohner
  • 1978: 27652 Einwohner

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekenntnis[33] Anteil
Evangelisch-Lutherisch 49,31 %
Römisch-Katholisch 11,47 %
Evangelisch-Reformiert 4,93 %
Verschiedene und ohne Bekenntnis 34,29 %
Gesamt 100,00 %

Die von der Mitgliederzahl bedeutendste Kirche ist der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Münden, der in mehrere Gemeinden unterteilt ist. Der Kirchenkreis Münden, der bis ins Jahr 1542 zurückreicht, gehört zum Sprengel Hildesheim-Göttingen. Die Kirchengemeinden St. Lukas, St. Matthäus und Stadtkirche Münden wurden am 1. Januar 2012 zur Evangelisch-lutherischen Stadtkirchengemeinde Münden zusammengeschlossen.[34]

Als weitere innerhalb der EKD organisierten Kirche ist die evangelisch-reformierte Kirche seit 1708 mit einer deutlich kleineren Gemeinde in der Stadt vertreten. Die 1889 entstandene katholische St.-Elisabeth-Pfarrei der Stadt ist eine Diaspora-Gemeinde im Bistum Hildesheim.

Neben diesen großen Gemeinden hat die Stadt mit der Adventgemeinde, der Neuapostolischen Kirche, den Baptisten, den Zeugen Jehovas und weiteren eine Reihe kleinerer aktiver christlicher Gemeinden.

Moschee im historischen Gebäude des Neuen Sydekums

1834 weihte die Mündener Jüdische Gemeinde eine Synagoge ein und ab 1843 erhielten ihre Mitglieder volle Bürgerrechte in Münden. Alle Mitglieder der ehemaligen Jüdischen Gemeinde wurden während der Zeit des Nationalsozialismus vertrieben, deportiert und ermordet. Seitdem gibt es keine praktizierende Gemeinde mehr, jedoch mit dem Alten und dem Neuen Jüdischen Friedhof zwei frühere jüdische Friedhöfe im Stadtgebiet. Heute weist ein Gedenkstein zur Mahnung und Erinnerung am Rathaus Münden auf die ehemalige Jüdische Gemeinde hin.

Die muslimische Gemeinde erwarb im Jahr 2000 ein historisches Fachwerkgebäude in der Altstadt, dass seit 1922 von der Methodistengemeinde genutzt wurde, die seit vielen Jahren inaktiv war. Sie gestaltete es zu einer Moschee um.[35] Das Gebäude ist die einzige denkmalgeschützte Moschee in Niedersachsen. Es handelt sich um das 1783 auf der Stadtmauer als Hotel erbaute Neue Sydekum (Sie dich um), das der Gesellschaftsverein Sydekum ab 1849 für kulturelle Ereignisse nutzte.[36]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl
vom 11. 9. 2016
Wahl
vom 11. 9. 2011
Wahl
vom 10. 9. 2006
Wahl
vom 9. 9. 2001
Wahl
vom 15. 9. 1996
Partei Prozent Sitze Prozent Sitze Prozent Sitze Prozent Sitze Prozent Sitze
SPD 42,7 15 50,3 18 46,2 17 44,1 17 49,5 19
CDU 26,0 9 26,6 9 37,4 14 36,0 14 37,3 14
GRÜNE 6,5 2 12,7 4 7,0 2 6,3 2
BFMÜ 9,1 3 6,3 2 2,5 1
Die Linke 4,4 2 2,3 1 2,0 1
FDP 3,6 1 1,9 3,2 1 3,3 1 2,9 1
UL - - 1,7 1
GHMÜ - - [37] 8,8 3 10,3 3
Sonstige 7,8 2 1,8 1,5
Gesamt 100,0 34 100,0 34 100,0 37 100,0 37 100,0 37

Bei den letzten niedersächsischen Kommunalwahlen, am 11. September 2016, haben sich nebenstehende Zusammensetzungen des Stadtrats ergeben.

Die SPD-Fraktion stellt mit 15 Mitgliedern die größte Fraktion, weitere Fraktionen stellen die CDU (9), Grüne (2), BFMÜ (3), Die Linke (2), FDP (1) sowie neuangetreten ALFA (1) und MÜNA (1).[38]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt ist Harald Wegener („Gemeinsam für unser Münden“, unterstützt von CDU und Bürgerforum Hann. Münden). Am 15. Juni 2014 wurde er in einer Stichwahl mit 56,9 % der Stimmen gewählt. Sein Gegenkandidat Jörg Wieland (SPD) erhielt 43,1 % der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,0 %.[39] Wegener trat sein Amt am 1. November 2014 an und löste den bisherigen Bürgermeister Klaus Burhenne ab,[40] der nicht mehr zur Wahl angetreten war.

Städtepartnerschaften und -freundschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Hann. Münden unterhält mit folgenden ausländischen Kommunen eine Städtepartnerschaft:

Der Altkreis Münden unterhielt eine Partnerschaft zum London Borough of Hackney, die nach der Kreisreform 1973 vom Landkreis Göttingen weitergeführt wird. Außerdem unterhält Münden freundschaftliche Beziehungen zu den folgenden deutschen Kommunen:

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Hann Münden.png

Das Stadtwappen geht auf die Privilegierung der Stadt durch Herzog Otto von Braunschweig-Lüneburg (1247) zurück. Es zeigt in rotem Schild eine silberne Burg mit breitbedachtem, blaugedecktem und goldbekröntem Mittelturm zwischen zwei spitzbedachten, blaugedeckten Seitentürmen; im Torbogen ein roter Schild, darin ein blaubewehrter goldener Löwe (Welfenlöwe); über dem Tor am Mittelturm ein gotisches schwarzes M.[41]

Die Farben der Stadt sind gelb und rot. Die Flagge zeigt die Farben gelb und rot in zwei gleich breiten Längsstreifen.[41]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturangebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten Träger des kulturellen Lebens der Stadt sind neben der Kommune Vereine, Kirchengemeinden und Privatpersonen. Sie nehmen sich der allgemeinen Kulturförderung und spezieller Kultur-Themen wie Theater, Natur-Exkursionen und -Vorträge, Geschichtsforschung, Denkmalspflege, bildender Kunst an.

  • Mündener Kulturring e. V.: Der Mündener Kulturring bietet gemäß seiner Satzung Vorträge, Lesungen, Konzerte, Kleinkunst, Ausstellungen, Studienfahrten sowie Theaterbesuche u. a. an.[42]
  • Naturpark Münden e. V.: Der Naturpark Münden bietet Veranstaltungen im und zum Naturpark Münden an.[43]
  • Touristik Naturpark Münden e. V.: Der Touristik Naturpark Münden bietet Stadtführungen und Doktor Eisenbarth Events an.[44]
  • Drei-Flüsse-Theater Münden e. V.: Das Drei-Flüsse-Theater Münden bringt neben dem alljährliches Wintermärchen auch Komödien, Boulevardstücke und Krimis auf die Bühne.[45]
  • Kantorei St. Blasius: Die Kantorei gestaltet regelmäßig die Gottesdienste in St. Blasius mit und stellt jährlich in zwei großen Konzerten verschiedene Kompositionen vor.[46]
  • Städtisches Museum Hann. Münden: Das Städtische Museum Hann. Münden im Welfenschloss zeigt seine Exponate in den Abteilungen Stadtgeschichte, Gustav Eberlein, Handel, Schifffahrt & Verkehr, Fayencen und Stadtarchäologie.[47]
  • Heimat- und Geschichtsverein Sydekum zu Münden e. V.: Heimat- und Geschichtsverein Sydekum bietet u. a. Exkursionen zu historischen Stätten und aktuellen geschichtlich und volkskundlich bedeutenden Plätzen und Vorträge mit geschichtlichem, volkskundlichem und heimatkundlichem Inhalt.[48]
  • Denkmal! Kunst – Kunst! Denkmal: Das Festival Denkmal! Kunst – Kunst! Denkmal erschließt alle zwei Jahre die Welt des historischen Mündener Fachwerks mit Kunstausstellungen, Musikveranstaltungen, Theater, Kabarett, Lesungen und Darbietungen.[49]
  • Stadtjugendring Münden e. V.: Der Stadtjugendring Münden koordiniert Jugendaustausch und -Reisen, organisiert verschiedene lokale Jugendveranstaltungen und betreibt die Cafeteria Graffiti im Geschwister-Scholl-Haus, dem Jugendzentrum der Stadt Hann. Münden.[50]
  • Stadtbücherei: Die Stadtbücherei im Welfenschloss bietet Medienangebot.[51]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das auch als Drei-Flüsse-Stadt bezeichnete Hann. Münden erhielt bereits eine Reihe von Auszeichnungen für sein Stadtbild, etwa die Goldmedaille im Bundeswettbewerb Stadtgestalt und Denkmalschutz im Städtebau.

Historische Altstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Blasius-Kirche
Alter Packhof an der Bremer Schlagd und Stadtmauerrest

Die Altstadt ist reich an restaurierten Fachwerkhäusern und mittelalterlichen Kirchen wie beispielsweise St. Blasius und St. Ägidien. Auch stehen hier Bauten der sogenannten Weserrenaissance, zum Beispiel das Welfenschloss Münden und das historische Rathaus.

St.-Blasius-Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasiuskirche ist eine dreischiffige, gotische Hallenkirche im Zentrum der Altstadt. Der Baubeginn war Ende des 13. Jahrhunderts, errichtet wurde sie auf den Grundmauern einer Basilika im romanischen Baustil. Über mehrere Bauphasen zog sich der Bau bis 1584 hin, als der mit einer welschen Haube gedeckte Turm fertiggestellt wurde. Wie Ausgrabungen 1999 ergaben, war die Kirche von einem Friedhof umgeben, der eine Fläche von 2500 m² einnahm. Er war mit einer Mauer von bis zu 1,4 m Stärke eingefasst, die bereits um 1200 entstand und um 1780 abgerissen wurde. Bereits bevor der romanischen Basilika standen zwei weitere Vorgängerbauten auf dem Platz der Blasiuskirche. Um 900 bis 1000 wurde eine quadratische Turmkapelle zwischen den Chorstufen und dem ersten Pfeilerpaar der heutigen Kirche errichtet. Um 1125 war eine frühromanische Kirche vorhanden, ein Fenster dieses Gotteshauses ist im Fußboden der Blasiuskirche angegeben.[52]

St.-Aegidien-Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite, sehr viel kleinere mittelalterliche Altstadtkirche St. Aegidien, im Dreißigjährigen Krieg zerstört und ab 1684 wiederhergestellt, wurde 2008 entwidmet und beherbergt seit 2010 das Café Aegidius.

Historische Packhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Spitze der Schlagden, die dem Umschlag von Waren auf den Schifffahrtswegen Werra, Fulda und Weser dienten, befinden sich zwei Packhofgebäude. Der Packhof an der Wanfrieder Schlagd ist ein klassizistisches Gebäude, das 1839/1840 errichtet wurde. Es hebt sich durch seine Größe und seine im Vergleich zu den verzierten Fachwerkhäusern schlichte Fassade hervor und beherbergt heute Ausstellungsflächen. Im Alte Packhof an der Bremer Schlagd ist ein Hotel untergebracht.

Stadtbefestigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Stadtbefestigung Münden

Einige Partien der mittelalterlichen Stadtmauer der Stadtbefestigung Münden einschließlich ihrer Mauertürme sind erhalten. Die Mauer entstand bereits bei der Stadtgründung im 12. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert erfolgte eine Modernisierung, unter anderem mit Vorbauten für Kanonen. Im 19. Jahrhundert wurde die steinerne Befestigung in großen Teilen abgerissen. Bei einer Ausgrabung eines 90 m langen Teilstücks 1997 wurde eine Mauerstärke von 1,8 m festgestellt.

Alte Werrabrücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Alte Werrabrücke

Die Alte Werrabrücke verbindet den Stadtkern mit der Blume. Sie wurde vor 1329 erbaut. Von der einstigen Steinbrücke sind noch 5 Jochbögen im Original erhalten, im 19. Jahrhundert wurden zwei weitere der Brücke hinzugefügt.[53]

Rathaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Rathaus Münden

Im Zentrum des Stadtkerns befindet sich das Rathaus, dessen Kern ein gotischer Saalbau aus dem 14. Jahrhundert bildet. In den Jahren 1603 bis 1618 wurde das Gebäude durch den Lemgoer Baumeister Georg Crossmann umgebaut und erhielt seine bis heute erhaltene Schmuckfassade. Vom Mittelalter bis heute diente das Gebäude als Sitz von Stadtrat und (Teilen der) Stadtverwaltung. Die untere Rathaushalle (Koph-Hus) ist mit Wandmalereien geschmückt, die Auszüge aus der Stadtgeschichte zeigen. Die obere Rathaushalle (Hochtiedshusaquo = Hochzeitshaus) wird heute zur Durchführung von Ausstellungen genutzt. An der nördlichen Fassade befindet sich ein Glockenspiel, welches täglich um 12:00, 15:00 und 17:00 Uhr einen Figurenumlauf mit Szenen aus dem Leben des Handwerkschirurgen Doktor Eisenbarth zeigt.

Welfenschloss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Welfenschloss Münden

Das Welfenschloss Münden wurde 1501 durch Herzog Erich I. als gotischer Bau errichtet. Es handelte sich um ein Residenzschloss mit Verwaltungssitz. Nach fast vollständiger Vernichtung bei einem Brand im Jahr 1560 baute Herzog Erich II. das Schloss im Stil der frühen Weserrenaissance wieder auf. Später verlor das Welfenschloss an Bedeutung und wurde nur noch vereinzelt als Aufenthaltsort der Landesherren genutzt. Ein erneuter Brand 1849 zerstörte den Südflügel, der nicht wieder aufgebaut wurde. Erhalten aus der Zeit der Welfen sind im heutigen Schlossbau zwei Renaissancegemächer mit flächendeckenden Wandmalereien. Das Schloss beherbergt heute das Stadtarchiv, die Stadtbücherei, das Amtsgericht Hann. Münden und das Städtische Museum.

Weserstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Weserstein

Auf der Spitze des Tanzwerders, am Zusammenfluss von Werra und Fulda, befindet sich der als Weserstein bezeichnete und mit einem Gedicht versehene Findling.

Tillyschanze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Tillyschanze (Münden)

Die Tillyschanze wurde 1881 bis 1885 als Erinnerung an die Belagerung Mündens durch den Feldherrn Johann t’Serclaes von Tilly 1626 errichtet. Es ist ein Aussichtsturm im Reinhardswald oberhalb der Stadt. Neuere Forschungen belegen, dass Tilly seine Kanonen nicht an dieser Stelle, sondern unterhalb am Fuldaufer aufgestellt hatte. Seit 2010 wird der Turm durch einen Verein und durch Spenden instandgesetzt. 1,4 km nordnordwestlich davon liegt nordwestlich von Altmünden der sagenumwobene „Freyastein“.

Weserliedanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Weserliedanlage

Die Weserliedanlage steht am Hang oberhalb von Hann. Münden und dem Weserstein auf der rechten Flussseite der hier beginnenden Weser. Erinnert wird an den Dichter des Weserliedes, Franz von Dingelstedt, und den Komponisten des Liedes, Gustav Pressel. Von der Weserliedanlage bietet sich ein weiter Blick über das Stadtgebiet.

Kirchenruine St. Laurentius[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Kirchenruine St. Laurentius

Die Kirchenruine St. Laurentius aus der Zeit des 11. bis 13. Jahrhunderts liegt im Stadtteil Altmünden. Die Kirche war das Gotteshaus von Gimundi, einer Vorläufersiedlung von Münden. Wegen seiner mächtigen Mauern wird der Bau in der Anfangszeit als Wehrkirche angesehen. Die Kirche wurde im Dreißigjährigen Krieg abgebrochen, ihre Reste wurden 1996 ausgegraben.

St.-Elisabeth-Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische St.-Elisabeth-Kirche wurde 1887–1889 im neuromanischen Stil erbaut.

Freilichtbühne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freilichtbühne am Kattenbühl
Eingang des Forstbotanischen Gartens
Rotunde
EXPO-Projekt Wasserspuren mit offenem Wasserlauf und Abfluss auf der Straße

Die Freilichtbühne liegt am Kattenbühl auf dem Tannenkamp mitten im Wald und bietet Raum für etwa 800 Zuschauer. Die Anlage wurde vom Reichsarbeitsdienst erbaut und Pfingsten 1933 eingeweiht. Der örtliche Verein „Die Spielbühne e. V.“ hat die seit Jahrzehnten nur noch sporadisch genutzte Bühne 2005 in Grundzügen renoviert und plant, einen geregelten Spielbetrieb in den Sommermonaten aufzunehmen. Seit Sommer 2012 besteht der „Förderverein zum Erhalt und zur Wiederherstellung der historischen Freilichtbühne am Kattenbühl e. V.“, der zusammen mit obigem Verein für den Erhalt der Freilichtbühne sorgen will.

Forstbotanischer Garten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem zwar kleinen, aber artenreichen botanischen Garten befinden sich über 700 unterschiedliche Gehölzarten und -formen, die täglich besichtigt werden können. Der Garten entstand ab 1870 als Teil der Königlich Preußischen Forstakademie Hannoversch Münden.

Rotunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Rotunde handelt es sich um ein Stadttor der Stadtbefestigung Münden. Mit dem Bau wurde 1502 unter Herzog Erich I. begonnen, die Fertigstellung erfolgte 1579 unter Erich II. Heute befindet sich im Inneren des Gebäudes eine Gedenkstätte für die Gefallenen der Weltkriege und an der Südseite eine Gedenkstätte für die Opfer der Gewalt des Nationalsozialismus.

Städtischer Friedhof Neumünden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Städtische Friedhof Neumünden ist ein historischer Friedhof. Er enthält historische Grabsteine und ein Gräberfeld für deutsche und ausländische Kriegstote. Der Friedhof besitzt in Teilen einen parkähnlichen Charakter mit einem alten Baumbestand und einer historischen Kapelle.

Wasserspuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Wasserspuren

Das Kunstprojekt Wasserspuren – Wasser sichtbar machen entstand im Rahmen der Expo 2000. Es findet Ausdruck in einer offenen Beeke in der Ziegelstraße, in Brunnen und einem Wasserspielplatz. Ergänzt werden diese Installationen durch den EXPO-Themenpfad Wasser auf dem Doktorwerder, einer kleinen Flussinsel in der Werra. In den umgestalteten Bereichen in der Innenstadt erfolgten 1999 archäologische Rettungsgrabungen. Dabei wurden Entwässerungskänale und -gräben gefunden, mit denen früher das Hoch- und Regenwasser aus der Stadt geleitet wurde.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die historische Altstadt in der Weihnachtszeit mit Tillyschanze, illuminiertem Fährenpfortenturm und Blasius Kirche, vom Kattenbühl gesehen
Weihnachtsmarkt an der Blasius-Kirche

Hann. Münden ist bekannt für seine historische Altstadt mit seinem geschlossenen Bestand an Fachwerkhäusern. Einen Überblick über die touristischen Möglichkeiten bietet das Tourismus-Büro, das seinen Sitz im historischen Rathaus hat.[54] Touristische Angebote bestehen aus Schifffahrten, Stadtführungen, Kanu-, Rad- und Wandertouren in der Stadt sowie Tagestouren in die nähere Umgebung. Zudem bietet Hann. Münden den Besuchern auch sonntags die Möglichkeit, in der Altstadt einzukaufen. Dies gilt jeweils für den Zeitraum vom 15. Dezember bis zum 31. Oktober. Viele Geschäfte sind dann von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Wiederkehrende Veranstaltungen sind:

  • Doktor-Eisenbart-Spiele (in den Sommermonaten auf einer Freilichtbühne vor dem Rathaus)
  • Weser-Marathon, am 1. Sonntag im Mai als Regatta für Paddel- und Ruderboote über 135 km von Hann. Münden nach Hameln.
  • Denkmal! Kunst – Kunst! Denkmal,[49] ein Kultur- und Kunstfestival, dass seit 2007 alle zwei Jahre stattfindet.
  • Rosenfest (Mitte Juni, mit Wahl der Rosenfee)
  • Herbst- und Bauernmarkt (letzter September-Sonntag)
  • Märchenhafte Weihnachtsreise mit rund 100 Veranstaltungen in Hann. Münden und Nachbargemeinden (gesamter Dezember)

Unterkünfte: Hann. Münden verfügt über mehr als 20 Hotels und Pensionen, darunter zwei Vier- und drei Drei-Sterne-Hotels. Zusätzlich werden zahlreiche Ferienhäuser und -wohnungen sowie Privatzimmer für Gäste angeboten. Neben diesen Unterkünften stehen eine Jugendherberge, ein Naturfreundehaus, drei Campingplätze und ein zentral auf dem Tanzwerder gelegener Wohnmobilstellplatz zur Verfügung.

Museen: Neben der historischen Rathaushalle mit Wandbildern zur Stadtgeschichte bestehen das Stadtmuseum im Welfenschloss Münden und das Museum der Arbeit des Arbeitergeschichtsvereins im Fährenpfortenturm.

Touristische Routen: Hann. Münden liegt an verschiedenen überregionalen touristischen Routen.

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsanbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Hann Münden am Adam von Trott zu Solz-Platz
Verladung eines Eisengussteils an der Weserumschlagstelle (2013)

Der Bahnhof Hann Münden liegt an der Hannöverschen Südbahn und der Bahnstrecke Halle–Hann. Münden. Vom Bahnhof des Mittelzentrums Hann. Münden aus sind mit Regionalzügen die Städte Göttingen, Kassel, Halle und Erfurt zu erreichen, in denen Anschluss an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn besteht.

Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg verläuft unterirdisch durch das Stadtgebiet; mit dem Mündener Tunnel und dem Rauhebergtunnel liegen die beiden längsten Tunnel in Niedersachsen im Bereich der Stadt.

In der Stadt und Umgebung sind für den örtlichen ÖPNV mehrere Buslinien eingerichtet. Diese werden u. a. von der Regionalbus Braunschweig und der Regionalverkehr Kurhessen bedient. Der Stadtbusverkehr in der Kernstadt und einigen Ortsteilen wird auf fünf Linien von den Versorgungsbetrieben Hann. Münden (VHM) bedient. Hann. Münden gehört sowohl zum Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN) als auch zum Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV).

Die Stadt ist über die zwei Anschlussstellen Hann. Münden-Lutterberg und Hann. Münden-Hedemünden an die A 7 angebunden und verfügt somit über eine gute Lage am übergeordneten Verkehrsnetz. Die Werratalbrücke beim Ortsteil Laubach liegt im Stadtgebiet. Außerdem liegt Hann. Münden im Schnittpunkt der Bundesstraßen 3 und 80. Des Weiteren führt die B 496 von Hann. Münden zur Anschlussstelle Lutterberg der A 7.

In der Gemeinde Calden, rund 20 Kilometer von Hann. Münden entfernt, befindet sich als Regionalflughafen der Flughafen Kassel-Calden.

In der Sommersaison (1. Mai bis 15. September) bestehen Linien-Schiffsverbindungen über die Fulda täglich von und nach Kassel-Altmarkt.

Hann. Münden verfügte von 1906 bis 1978 mit der Weserumschlagstelle über eine Verladestelle für die Binnenschifffahrt. Sie war von der Eisenbahn als 1,5 km langer Abzweig der Bahnstrecke Göttingen–Hann. Münden (Dransfelder Rampe) erschlossen. Nach 30 Jahren ohne Frachtaufkommen erfolgte im Juni 2008 die Reaktivierung der Weserumschlagstelle. Seitdem werden wieder Güter von Lastkraftwagen auf Binnenschiffe und umgekehrt verladen, vorrangig schwere Maschinenteile.

Gewerbegebiete und Gewerbeflächen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die verkehrsgünstige Lage direkt an der Bundesautobahn 7 zwischen Kassel und Göttingen sowie die Nähe zu den Autobahnen 38, 44 und 49 ließ die Nachfrage an Gewerbeflächen in den letzten Jahren stetig steigen. Für die großflächige Ansiedlung von Gewerbe, Industrie und Logistik stehen insgesamt drei Gewerbegebiete zur Verfügung:

  • Thielebach Süd, 28,62 Hektar Gesamtfläche (6,78 ha verfügbare Fläche)
  • An der Bahn, 20,84 Hektar Gesamtfläche (8,56 ha verfügbare Fläche)
  • Hedemünden 2, 16,9 Hektar Gesamtfläche (13 ha verfügbare Fläche)[55]

Die Weserumschlagstelle Hann. Münden Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH ist hierfür mit den Aufgaben der Gewerbegebietsvermarktung und Ansiedlungsbegleitung betraut.[56]

Das direkt an der Bundesautobahn 7 liegende Gewerbegebiet Hedemünden 2 wurde mit Mitteln der Europäischen Union gefördert. In einem zweiten Bauabschnitt soll das Gewerbegebiet auf eine Gesamtfläche von 27 Hektar erweitert werden.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aldi: Der Lebensmitteldiscounter Aldi-Nord unterhält im Ortsteil Hedemünden eine Regionalniederlassung und ein großflächiges Zentrallager.
  • August Oppermann Kiesgewinnungs- und Vertriebs-GmbH (AO): Die Firma August Oppermann wurde am 10. Mai 1860 im heutigen Hann. Mündener Ortsteil Hedemünden durch August Oppermann I. als Kies- und Sandgewinnungsbetrieb gegründet und hat seitdem dort seinen Stammsitz. Die August Oppermann Kiesgewinnungs- und Vertriebs-GmbH wird mittlerweile in der fünften Generation als Familienunternehmen der Natursteinindustrie geführt und produziert in fast 30 Werken Sand, Kies, Kalkstein und Grauwacke. Im Firmenverbund werden derzeit etwa 120 Mitarbeiter beschäftigt.
  • AWUKO: Das Unternehmen AWUKO ABRASIVES Wandmacher GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches Familienunternehmen,[57] das Schleifmittel herstellt. Das 1906 gegründete Unternehmen beschäftigte 2006 rund 140 Mitarbeiter. Derzeit beschäftigt das Unternehmen ca. 170 Mitarbeiter.
  • ContiTech MGW: Die Firma Mündener Gummiwerk GmbH gehört seit 2007 zum Geschäftsbereich Fluid Technology der ContiTech und entwickelt sowie fertigt Schlauchleitungen für die Fahrzeugindustrie. Das 1873 von Albert Kunth gegründete Unternehmen firmierte ab 1899 zunächst als Mündener Gummiwarenfabrik Gebr. Kunth GmbH und ab 1905 als Mündener Gummiwarenfabrik GmbH. Nach einer größeren Umstrukturierung des Gesellschafterkreises 1959 und Umbenennung in Mündener Gummiwerk GmbH wurde das Unternehmen 1986 von der Phoenix AG übernommen und gelangte 2004 damit zur Continental AG. Mit 950 Beschäftigten (Stand 2005) ist die Mündener Gummiwerk GmbH der größte Arbeitgeber der Stadt Hann. Münden..[58] Inzwischen (Stand: 2016) firmiert sie unter dem Namen ContiTech MGW GmbH als Teil der ContiTech AG.
  • Eaton Fluid Power: Die Eaton Fluid Power GmbH ist ein Unternehmen der Eaton Corporation. Das Werk in Hann. Münden ist auf Hydraulikschläuche und -systeme spezialisiert. Das Unternehmen ging aus der Aeroquip GmbH hervor, die 1959 aus der Mündener Gummiwarenfabrik GmbH heraus als Joint Venture von deutschen und amerikanischen Gesellschaftern gegründet worden war.
  • Ernst Benary Samenzucht: Die 1843 in Erfurt von Ernst Benary gegründete Ernst Benary Samenzucht GmbH wurde 1946 nach Hann. Münden verlagert. Sie ist spezialisiert auf Züchtung und Saatgutproduktion für Zierpflanzen.[59] Das Unternehmen beliefert den internationalen Großhandel in über 100 Ländern und hatte 2006 rund 270 Arbeitsplätze.
  • Gemeinnütziger Bauverein in Münden eG, Wohnungsbaugenossenschaft mit 824 eigenen Wohnungen in Hann. Münden und Dransfeld sowie einer Hausverwaltung www.bauverein-muenden.de
  • Haendler & Natermann: Das 1825 gegründete Unternehmen Haendler & Natermann ist ein Verpackungshersteller und als Haendler & Natermann Sport ein Hersteller von Sportgeschossen.
  • Knüppel Verpackung: Das Unternehmen Knüppel Verpackung (Knüppel Verpackung GmbH & Co. KG) ist ein mittelständisches Familienunternehmen[60] und bietet Produkte und Dienstleistungen der industriellen Verpackung an. Das 1919 gegründete Unternehmen beschäftigte 2007 am Hauptsitz Hann. Münden und an fünf Filialstandorten rund 150 Mitarbeiter.
  • Metallumform GmbH: Der Automobilzulieferer wurde 1971 am Standort Hann. Münden gegründet. Heute konstruiert und fertigt die metallumform-Gruppe Präzisionsbauteile in verschiedenen umformtechnischen Verfahren: Voll- und Hohlteile, Bund- und Flanschteile sowie Verbindungselemente mit spezieller Formgebung.
  • PUFAS: Das Unternehmen PUFAS (PUFAS Werk KG) ist ein mittelständisches Familienunternehmen[61] und bietet Maler-Bedarf und Renovierungsprodukte an. Das 1928 gegründete Unternehmen beschäftigte 2006 am Standort Hann. Münden rund 130 Mitarbeiter und erreichte 2005 einen Umsatz von 53 Millionen Euro.
  • Werk Schröder: Im Mündener Werk Schröder wurden bis 2009 Schleifpapiere produziert, die unter der 1996 eingeführten Marke Carbo Schröder vertrieben wurden. Vor der Integration im Juli 2005 in die The Carbo Group GmbH gehörte das Schleifmittelwerk seit 1973 zur Carborundum Schleifmittelwerke GmbH in Düsseldorf, die damals das Mündener Familienunternehmen C. F. Schröder übernahm. Die Gründung des Unternehmens reicht in das Jahr 1863 zurück, als Carl Friedrich Schröder als erster deutscher Unternehmer Schleifmittel auf Unterlage in Deutschland produzierte und anbot.[62]
  • Weser-Metall-Umformtechnik: Das Unternehmen Weser-Metall-Umformtechnik GmbH & Co. KG, kurz WMU, stellt Press-, Zieh- und Stanzteile sowie einbaufertige Schweißkomponenten für die Automobil- und Konsumgüterindustrie her.[63] Es wurde 1986 aus der Bokelmann KG (seit 1953) heraus gegründet und gehört seit 1999 zur Production Division der Edag. Die WMU erzielte 2006 mit 200 Mitarbeitern rund 48 Millionen Euro Umsatz. Seit 2012 ist die WMU Teil der Sungwoo Hitech. Der südkoreanische Hersteller von Komponenten für die Automobilindustrie besteht seit 1977. Er ist international aufgestellt, zählt knapp 14.000 Beschäftigte und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von rund 2,8 Mrd. US-Dollar (2,2 Mrd. Euro).

Überörtliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Hann. Münden geboren (* und Jahreszahl) oder verstorben († und Jahreszahl) sind oder einen wichtigen Teil ihrer Lebensleistung in Hann. Münden erbrachten:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Brethauer: Münden, Gesammelte Aufsätze 1.–4. Folge. Verlag der Weserbuchhandlung, Münden, ISBN 3-921776-02-3.
  • Martin Czichelski: Die Gründung der Stadt Münden unter dem Einfluss der Welfen. Eine interdisziplinäre Betrachtung der wissenschaftlichen Forschung. Münden 2002.
  • H. Fiedler (u. a.): Münden im Bild der Jahrhunderte. Beschreibendes Verzeichnis der Darstellungen der Stadt und der heute zu ihr gehörenden Orte in der Graphik des 16. bis 19. Jahrhunderts. Hannoversch Münden 1983.
  • Wilhelm Lotze: Geschichte der Stadt Münden nebst Umgebung mit besonderer Hervorhebung der Begebenheiten des dreißigjährigen und siebenjährigen Krieges. 2. Auflage. Münden 1909 (Reprint von 1979 mit der, ISBN 3-921776-07-4)
  • Erwin May: Münden und Umgebung. Erwin May Hann. Münden, Hann. Münden 1980.
  • Helmut Saehrendt: Hannoversch Münden. Wissenswertes aus der Geschichte der Stadt, Sehenswertes in der Stadt. Hannoversch Münden 2002, ISBN 3-936705-09-7.
  • Joachim von Stockhausen: Hann. Münden und die Schiffahrt auf Werra, Fulda und Weser. Göttingen 2003, ISBN 3-89533-441-3.
  • Andrea Bulla: Am Anfang war die Stadt. Archäologische Spurensuche im mittelalterlichen Hannoversch Münden. Rahden/Westfalen 2004, ISBN 3-89646-927-4.
  • Dieter Kropp, Margid Hruska, Thorsten Quest: Münden in der NS-Diktatur – exemplarische Analysen und didaktisch aufbereitete Dokumente zum Thema; Fabrikleben und Alltag im Nationalsozialismus. Verein zur Erforschung der Geschichte der Arbeiterbewegung in Hann. Münden e. V., 2. Auflage. Die Werkstatt, Göttingen 1993, ISBN 3-923478-92-5.
  • Johann Dietrich von Pezold: Das Stapelrecht der Stadt Münden 1247–1824. Ein erster Überblick. In: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte. 70, 1998, S. 53–71.
  • Fritz Fischer: Stapelrecht und Schiffahrt der Stadt Münden bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts. Heinzerling, Hann. Münden 1936, OCLC 34650188, Dissertation Universität Köln, Wirtschaft- und sozialwissenschaftliche Fakultät, 1. Oktober 1936, 86 Seiten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hann. Münden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Hann. Münden – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikivoyage: Hann. Münden – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. § 1, Absatz 1, der Hauptsatzung der Stadt vom 9. November 2006 lautet: Die Stadt führt den Namen „Hann. Münden“.
  3. Von Münden bis Hann. Münden
  4. Rückblick in 825-Jahre Stadtgeschichte – Zeitleiste, abgerufen am 24. Januar 2011, auf hann.muenden.de:
    1991: „Hann. Münden“ wird durch Ratsbeschluss amtliche Bezeichnung der Stadt
  5. Chronik zur Stadtgeschichte, abgerufen am 3. März 2016, auf hann.muenden.de (PDF; 74,4 KB):
    Hann. Münden wird amtliche Bezeichnung: 1. Januar 1991
  6. ARD/MDR: Gartenträume. Reportage aus Scheden bei Hannoversch Münden. 17. April 2016, abgerufen am 6. Juni 2016.
  7. Eva Werler: Hann. Münden: Zwei Kolosse warten auf eine Welle. NDR, 9. Mai 2016, abgerufen am 6. Juni 2016.
  8. a b Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  9. a b Statistische Daten der Stadt Hann. Münden, auf hann.muenden.de
  10. S. Hann. Münden, DEU
  11. S. DWD Klimadaten Sonnenscheindauer
  12. Ś. DWD Klimadaten Niederschlag
  13. S. May, S. 253 ff.
  14. S. Brethauer, Münden – Gesammelte Aufsätze, 3. Folge, S. 3.
  15. S. May, Münden und Umgebung, S. 25 ff.
  16. Friedrich Hamm. Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschlands, 1976, Landbuch-Verlag, Hannover, S. 40. (online)
  17. Wilhelm Lotze. Geschichte der Stadt Münden […]
  18. S. Lotze, Geschichte der Stadt Münden, S. 68 ff.
  19. S. Lotze, Geschichte der Stadt Münden, S. 140 ff.
  20. S. Lotze, Geschichte der Stadt Münden, S. 180 ff.
  21. S. May, S. 95 ff.
  22. Johann Dietrich von Pezold: Judenverfolgung. Stadt Münden, Münden 1978.
  23. S. Faulstich, S. 19.
  24. S. Faulstich, S. 20.
  25. 40 Jahre Landespolizeischule Niedersachsen 1946–1986, Hrsg: Landespolizeischule Niedersachsen, Am Anfang war das Chaos…
  26. S. u. a. Faulstich, S. 29.
  27. S. Faulstich, S. 31 ff.
  28. Website Historie der Mündener Pioniere
  29. a b c d S. Presseerklärung des BIP NI vom 26. Mai 2006.
  30. 40 Jahre Landespolizeischule Niedersachsen 1946–1986, Hrsg: Landespolizeischule Niedersachsen
  31. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 213.
  32. Erwin May: Münden und Umgebung. Erwin May, Hann. Münden 1980, S. 168 f.
  33. S. Bürgermeister, S. 38.
  34. Kirchliches Amtsblatt für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers 2/2012, S. 59 ff.
  35. Moschee
  36. 1783 "Die Moschee" (Hann. Münden)
  37. Die Liste GMHÜ (Grünes Hann. Münden) ist 2006 getrennt als BFMÜ und UL angetreten.
  38. Sitzverteilung im Rat der Stadt. Stadt Hann. Münden, abgerufen am 6. Januar 2011.
  39. Stichwahl Bürgermeisterwahl Hann. Münden 2014, abgerufen am 19. Juli 2016.
  40. HNA Mündener Allgemeine vom 25. September 2006.
  41. a b Hauptsatzung der Stadt Hann. Münden (PDF; 35 kB), abgerufen am 16. März 2012.
  42. Mündener Kulturring. Mündener Kulturring e. V, abgerufen am 7. Januar 2012.
  43. Naturpark Münden. Naturpark Münden e. V, abgerufen am 7. Januar 2012.
  44. Touristik Naturpark Münden. Touristik Naturpark Münden e. V, abgerufen am 7. Januar 2012.
  45. Willkommen beim Drei-Flüsse-Theater Münden. Drei-Flüsse-Theater Münden e. V, abgerufen am 7. Januar 2012.
  46. Kantorei St. Blasius. Kantorei St. Blasius Münden, abgerufen am 7. Januar 2012.
  47. Stadt Hann Münden. Stadt Hann. Münden, der Bürgermeister, abgerufen am 7. Januar 2012.
  48. Heimat- und Geschichtsverein Sydekum zu Münden. Heimat- und Geschichtsverein Sydekum zu Münden e. V, abgerufen am 7. Januar 2012.
  49. a b Denkmal! Kunst – Kunst! Denkmal. Bernd Demandt, abgerufen am 7. Januar 2012.
  50. Stadtjugendring Münden. Stadtjugendring Münden e. V, abgerufen am 7. Januar 2012.
  51. [schloss bietet Medie Stadt Hann Münden.] Stadt Hann. Münden, der Bürgermeister, abgerufen am 7. Januar 2012.
  52. Erwin May: Münden und Umgebung. Erwin May, Hann. Münden 1980, S. 137.
  53. Klaus Grote: Stadtrundgang Münden. In: Römisch-Germanisches Zentralmuseum (Hrsg.): Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern. Göttingen und das Göttinger Becken. Band 16. von Zabern, Mainz 1970, ISBN 3-8053-0131-6, S. 190.
  54. Touristen-Information Hann. Münden
  55. Informationen der Stadt Hann. Münden zu Hedemünden 2
  56. Weserumschlagstelle Hann. Münden Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH
  57. Unternehmensseite AWUKO
  58. S. Henckel
  59. Unternehmensseite Benary
  60. Unternehmensseite Knüppel
  61. Unternehmensseite PUFAS
  62. Unternehmensseite The Carbo Group
  63. Unternehmensseite WMU (Memento vom 17. Juli 2012 im Webarchiv archive.is)
  64. Logistik Zentrum Niedersachsen im Internet
  65. Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt
  66. Ein Leben im Zeitfenster – Schüler schreiben Biografien für Senioren, vom 11. Februar 2016, auf goettinger-tageblatt.de
  67. Heimatpfleger mit Nazi-Vergangenheit – Münden entzieht Brethauer Ehrenring, abgerufen am 16. März 2012.