Hans Schatzdorfer

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Hans Schatzdorfer (* 19. Juli 1897 in Pramet; † 24. Dezember 1969 ebenda) war ein österreichischer Mundartdichter, Geigenbauer und Tischler. Er gilt als einer der bedeutendsten Mundartdichter Oberösterreichs.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Geburtshaus, in dem er auch verstorben ist, steht in Großpiesenham in Pramet und wird heute als Museum genutzt.[1] Er wuchs gemeinsam mit vier Brüdern in ärmlichen Verhältnissen auf, da sein Vater früh verstarb. Für eine höhere Schulausbildung fehlten die finanziellen Mittel. Nach der Tischlerlehre rückte er als Freiwilliger zum oberösterreichischen Schützenregiment an die italienische Front ein und kehrte von dort 1918 zurück. 1920 heiratete er, war bis zu seinem Eintritt in die Dienste der Lagerhausgenossenschaft Ried im Innkreis 1938 selbständiger Tischlermeister und zog vier Kinder groß. Ab 1922 reiste er 15 Jahre lang mit dem Gründer des Stelzhamer-Bundes, Hans Zötl, durch Oberösterreich und interpretierte Werke Franz Stelzhamers. Andreas Reischek gewann ihn 1930 für die Mitarbeit im Österreichischen Rundfunk.

Ab 1933 veröffentlichte er eigene Werke. In der Trauerzeit um seinen 1944 gefallenen Sohn Hans begann er sich intensiv mit dem Geigenbau zu beschäftigen und bis zu seinem Tod fertigte er insgesamt 18 Instrumente.

Ab 1946 gehörte er der Innviertler Künstlergilde als Gildenmeister an.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hoböschoat´n (1933)
  • Spatzngsang und Spinnáwittn (1949)
  • Zeidige Zwötschkn (1969)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schatzdorferhaus in Pramet
  • 1943 Gaukulturpreis Oberdonau
  • 1957 Ehrenbürger der Gemeinde Pramet
  • 1957 Ehrensold auf Lebenszeit durch die OÖ. Landesregierung
  • 1964 Ernennung zum Professor h.c.
  • 1967 Ehrenmitglied des Stelzhamerbundes
  • 1968 Ehrenmitglied der Mundartfreunde Österreichs
  • Schatzdorfer Brunnen in Pramet
  • 1991 Schatzdorfer Denkmal in Ried im Innkreis (Bronzebüste von Hans Freilinger)
  • Hans Schatzdorfer-Verein (1991)
  • 1997 Hans Schatzdorfer Kulturweg in Pramet

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wirken Schatzdorfers wurde in diversen oberösterreichischen Tages- und Wochenzeitungen sowie Kulturzeitschriften anlässlich von runden Geburtstagen sowie nach seinem Tod umfassend gewürdigt.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schatzdorfer-Haus in Pramet
  2. Literatur zu Hans Schatzdorfer