Harald Braem

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Harald Braem (Pseudonym: Wolfram vom Stein, * 23. Juli 1944 in Berlin) ist ein deutscher Designer, Schriftsteller und Kulturwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harald Braem verbrachte seine Kindheit in Allendorf im Westerwald. Ab 1949 besuchte er die Volksschule und ein Gymnasium in Hildesheim. Anschließend studierte er ab 1962 Grafik an der Fachhochschule für Kommunikationsgestaltung in Hildesheim und an der Werbefachschule in Hannover. Er arbeitete als Werbetexter und Creative Director in Werbeagenturen. Von 1981 bis 2000 war er Professor für Kommunikation und Design an der Fachhochschule Wiesbaden. Sein Spezialgebiet ist die Farbpsychologie.

Harald Braem ist Mitglied des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen. 2005 erhielt er die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz. 2006 gründete er das Institut für Farbpsychologie in Bettendorf. Er verfasste zahlreiche Fachbücher, u. a. das Standardwerk "Die Macht der Farben".

Neben seiner Lehrtätigkeit beschäftigt sich Braem intensiv mit vergleichender Kulturforschung, sowie mit Themenbereichen wie der Archäologie und Frühgeschichte der Kanarischen Inseln, der Pyramidenforschung, dem Schamanismus und der Felsbildforschung. Seit 1988 leitet Braem das Kult-Ur-Institut für interdisziplinäre Kulturforschung an seinem Wohnort, dem rheinland-pfälzischen Bettendorf. Er ist Kurator des Welterbemuseums Bettendorf und Initiator vieler kultureller Projekte, z. B. Nassauer Kulturpreis, Nastätter Literaturtage, Förderkreis Keltenhof Bettendorf, Limeskastell Pohl, Kunst- & Literaturpfad Loreley (KLP).

Ein weiteres Tätigkeitsfeld Braems ist das Verfassen literarischer Texte. Seine erzählerischen Werke sind teilweise dem Fantasy-Genre, teilweise dem historischen Roman zuzurechnen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein blauer Falter über der Rasierklinge, Frankfurt am Main [u.a.] 1980
  • "Die Nacht der verzauberten Katzen" und andere Geschichten, Frankfurt am Main [u.a.] 1982
  • Die Macht der Farben, München 1985
  • Träume in Blech und Papier, Bern [u.a.] 1985 (zusammen mit Manfred Schmidtke)
  • Brainfloating, München 1986
  • Morgana oder Die Suche nach der Vergangenheit, München 1986
  • Sirius grüßt den Rest der Welt, München 1987
  • Der Eidechsenmann, München 1988
  • Auf den Spuren atlantischer Völker: Die Kanarischen Inseln, München 1988 (zusammen mit Marianne Braem)
  • Der Löwe von Uruk, München [u.a.] 1988
  • Selftiming, München 1988
  • Zodiak, München 1988
  • Die Balearen, München 1989
  • Ein Sommer aus Beton, Würzburg 1989
  • Hem-On, der Ägypter, München [u.a.] 1990
  • Der Kojote im Vulkan, Berlin 1990
  • Die Sprache der Formen, München 1990
  • Tanausu - der letzte König der Kanaren, München [u.a.] 1991 (Neuauflage Tanausu, König der Guanchen, Santa Úrsula 2003)
  • Große Spinne, kleine Spinne, Kaiserslautern 1992
  • Das magische Dreieck, Stuttgart [u.a.] 1992
  • Bibliographie des deutschsprachigen Schrifttums zur internationalen Felsbildforschung, Lollschied 1994 (zusammen mit Thomas Schulte im Walde)
  • Der Herr des Feuers, München [u.a.] 1994
  • Die magische Welt der Schamanen und Höhlenmaler, Köln 1994
  • Der Vulkanteufel, Stuttgart [u.a.] 1994
  • Das Hotel zum Schwarzen Prinzen, München [u.a.] 1995
  • Magische Riten und Kulte, Stuttgart [u.a.] 1995
  • Der Wunderberg, Stuttgart [u.a.] 1996 (unter dem Namen Wolfram vom Stein)
  • Der König von Tara, Stuttgart [u.a.] 1997
  • Paläste, Tempel, Hieroglyphen, Bindlach 1997 (zusammen mit Christof Heil)
  • An den Küsten der Sehnsucht, Bettendorf 1999
  • Das blaue Land, Stuttgart [u.a.] 2000
  • Frogmusic, Plön 2001
  • Meine Steppe brennt, Bettendorf 2006
  • Auf den Spuren der Ureinwohner. Ein archäologischer Reiseführer für die Kanaren, Zech Verlag, Santa Úrsula 2008
  • über 600 Einzelveröffentlichungen, u. a. in Schulbüchern

Herausgeberschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die letzten 48 Stunden, München 1983 (herausgegeben zusammen mit Wolfgang Fienhold)
  • Das große Guten-Morgen-Buch, Göttingen 1985

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitarbeit an div. TV-Dokumentationen, u. a.

  • Terra X "Die Inseln des Drachenbaums", 1990
  • "Der Herr der Zeichen", 1996
  • "Thor Heyerdahl - Auf den Spuren der Guanchen", 2001
  • "Der Guanchenforscher", 2004
  • "Farbpsychologie: Entdecken Sie Ihre Wohlfühlumgebung", 2009 (ausgezeichnet mit dem World Media Award)
  • "Dreizehn Stürme", 2010

Verfilmung seines Romans "Der Vulkanteufel" als "Der Feuerläufer", 1998 (Regie: Rainer Matsutani)

Vertonung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

div. Gedichte

Hörbücher für Blinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

div. Romane und Sachbücher

Bühnenbearbeitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Tanausu", Puppenspiel, La Palma 1990
  • "Die Trauminsel", Tanztheater, Detmold 1997

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harald Braems Werke wurden bisher in 15 Sprachen übersetzt: Englisch, Französisch, Spanisch, Katalanisch, Italienisch, Dänisch, Russisch, Koreanisch, Chinesisch, Bulgarisch, Iranisch, Tschechisch, Hebräisch, Türkisch, Ungarisch.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]