Hartwaren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hartwaren ist ein gängiger Sammelbegriff im mittelständischen Einzelhandel. Eine gesetzliche, genormte oder anderweitig offiziell bestimmte Definition existiert nicht. Der Begriff bezeichnet in der Fachsprache des Einzelhandels zusammenfassend verschiedene Warengruppen, darunter traditionell die Warengruppen der Eisenwaren, Werkzeuge, Beschläge, Befestigungsartikel, Sicherungstechnik, Heimwerkerbedarf, Elektrokleingeräte, Sanitärartikel und Arbeitsschutz und Gartengeräte, sowie den Hausrat, mit Glas, Porzellan, Schneidwaren, Einbauküchen, Haushaltsgroßgeräte[1].

Branchenvertretung in Deutschland ist der Zentralverband Hartwarenhandel e.V. (ZHH) mit Sitz in Düsseldorf. Dieser Handelsverband ist aus dem früheren Verband Deutscher Eisenwarenhändler (VDE) hervorgegangen. Größere Handelsketten und Gruppen von Baumärkten sind nicht in diesem Verband organisiert. Erster spezialisierter Großhändler für diese Warengruppen war der Einkaufsverbund Nordwest GmbH (heute Nordwest Hagen). Der traditionelle Messeplatz für diesen Handelsbereich in Deutschland ist Frankfurt.

Wortherkunft[Bearbeiten]

Der Begriff ist ein Anglizismus, leitet sich aber nicht von Hardware, sondern von hard goods ab. Hard goods oder durable goods (vergleiche auch den Artikel der englischen Wikipedia) sind in der englischen Sprache Güter, die nicht sofort verbraucht werden (also Gebrauchsgüter). Im Gegensatz hierzu stehen die soft goods für sofort verbrauchbare Güter, also Verbrauchsgüter. Die Verwendung in Deutschland ist seit den 1960er Jahren dokumentiert. Im Vergleich zu dem englischen Sprachgebrauch wurde der Begriff in Deutschland als Gegensatz der Haushaltswaren zum Textilbereich verwendet.[2]

Belege[Bearbeiten]

  1. Informationen des ZHH auf http://www.zhh.de/
  2. Broder Carstensen, Ulrich Busse: Anglizismen-Wörterbuch, 2001, ISBN 9783110171693, Seite 624, online