Hartwaren

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Hartwaren ist ein gängiger Sammelbegriff im mittelständischen Einzelhandel. Eine gesetzliche, genormte oder anderweitig offiziell bestimmte Definition existiert nicht. Der Begriff bezeichnet in der Fachsprache des Einzelhandels zusammenfassend verschiedene Warengruppen, darunter traditionell die Warengruppen der Eisenwaren (Werkzeuge, Beschläge, Befestigungsartikel, Sicherungstechnik, Heimwerkerbedarf, Elektrokleingeräte, Sanitärartikel und Arbeitsschutz und Gartengeräte), sowie den Hausrat (Glas, Porzellan, Schneidwaren, Einbauküchen, Haushaltsgroßgeräte)[1].

Branchenvertretung in Deutschland ist der Zentralverband Hartwarenhandel e.V. (ZHH) mit Sitz in Düsseldorf. Dieser Handelsverband ist aus dem früheren Verband Deutscher Eisenwarenhändler (VDE) hervorgegangen. Größere Handelsketten und Gruppen von Baumärkten sind nicht in diesem Verband organisiert. Erster spezialisierter Großhändler für diese Warengruppen war der Einkaufsverbund Nordwest GmbH (heute Nordwest Hagen). Der traditionelle Messeplatz für diesen Handelsbereich in Deutschland ist Frankfurt.

Wortherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff ist ein Anglizismus, leitet sich aber nicht von Hardware, sondern von hard goods ab. Hard goods oder durable goods sind in der englischen Sprache Güter, die nicht sofort verbraucht werden (also Gebrauchsgüter). Im Gegensatz hierzu stehen die soft goods für sofort verbrauchbare Güter, also Verbrauchsgüter. Die Verwendung in Deutschland ist seit den 1960er Jahren dokumentiert. Im Vergleich zu dem englischen Sprachgebrauch wurde der Begriff in Deutschland als Gegensatz der Haushaltswaren zum Textilbereich verwendet.[2]

Heute wird er im Handel zumeist durch den Sammelbegriff Non-Food-Artikel ersetzt, der synonym Verwendung findet. Hier zeigt sich auch die veränderte Lage im deutschen Handel wieder. Benötigten früher spezialisierte Einzelhändler, die nie Lebensmittel in Ihrem Sortiment führten, eine Unterscheidung zu Textilwaren, so wurde man mit dem Wandel der kleinen Lebensmittelläden zu Supermärkten mit breitem Warenangebot, ein Unterscheidungsbegriff für Waren die "Nicht-Lebensmittel" sind notwendig.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen des ZHH auf http://www.zhh.de/
  2. Broder Carstensen, Ulrich Busse: Anglizismen-Wörterbuch, 2001, ISBN 9783110171693, Seite 624, online