Hasanwayhiden

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Die Hasanwayhiden (حسنويون Hasnawīyūn) waren eine kurdische Dynastie, die im 10. und 11. Jahrhundert im Grenzgebiet des heutigen Iraks und Irans herrschte.

Gegründet wurde sie 950 n. Chr. in Dschibal (der muslimische Name der Region ehemaligen Medien) von dem Kurden Hasanwaih, der aus dem Eşiret der Barzikani stammte. Er war ein Verbündeter der Buyiden und konnte so seinen Herrschaftsbereich auf die benachbarten kurdischen Stämme ausweiten. Das Herrschaftsgebiet dehnte sich mit der Zeit auf die Städte Schahrazor, Dinawar, Hamadan und Nahavand aus. Ihre Hauptstadt war die Stadt Sermac. Zeitweise standen die Hasanwayhiden unter die Oberherrschaft der Buyiden. Während der Herrschaft von Bedir um 980 konnte die Dynastie ihre Gebiete bis nach Ahwaz in Chuzestan, Borudscherd in Lorestan und Asadābād ausweiten. Um das Jahr 1000 gerieten die Hasanwayhiden mit den benachbarten Annaziden in Konflikt. 1014 eroberten die Annaziden das Gebiet der Hasanwayhiden. Die Dynastie zerfiel nach dem Tod des letzten Herrschers 1121.

Die Herrscher waren:

  • Hasanwaih bin Hüseyin (950-980)
  • Badr bin Hasanwaih
  • Hilal bin Badr
  • Tahir bin Hilal
  • Badr bin Tahir bin Hilal

Ab hier wechselte die Herrschaft innerhalb des Eşirets auf eine andere Familie

  • Eb´ü´l-feth bin Iyar
  • Eb´ü´s Sevk Muhammed bin Iyar
  • Mühelhel
  • Surxab bin Muhammed
  • Sadi bin Eb´ü´s Sevk
  • Surxab bin Bedir bin Mühelhel
  • Eb´ü´l Mansur

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