Hatakaze-Klasse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hatakaze-Klasse
Die Hatakaze (DDG-171) Jahr 2011.
Die Hatakaze (DDG-171) Jahr 2011.
Schiffsdaten
Land JapanJapan (Seekriegsflagge) Japan
Schiffsart Lenkwaffenzerstörer
Bauzeitraum 1983 bis 1988
Stapellauf des Typschiffes 9. November 1984
Gebaute Einheiten 2
Dienstzeit Seit März 1986
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
150 m (Lüa)
Breite 16,4 m
Tiefgang max. 4,8 m
Verdrängung 4.600 t (leer)
5.500 t (max.)
 
Besatzung 260
Maschinenanlage
Maschine 2 × Gasturbine Kawasaki-Rolls Royce Spey SM1A und 2 × Gasturbine Rolls-Royce Olympus TM3B
Maschinen-
leistung
72.000 PS (52.956 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
30 kn (56 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung
Sensoren

Die Hatakaze-Klasse (jap. はたかぜ型護衛艦, Hatakaze-gata goeikan) ist eine Klasse von zwei Lenkwaffenzerstörern der japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte (JMSDF).

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in den 1980er-Jahren in Dienst gestellten Schiffe, deren Hauptaufgabe die U-Bootjagd und der Schutz einer Kampfgruppe vor Luftangriffen ist, basieren technisch auf der Tachikaze-Klasse. Gegenüber dieser wurde der Rumpf vergrößert um sie auch als Flaggschiffe für Zerstörerverbände einsetzen zu können. Sie sind die ersten Einheiten mit Gasturbinenantrieb im Dienst der Meeresselbstverteidigungsstreitkräfte.

Einheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kennung Name Bauwerft Kiellegung Stapellauf Indienststellung Heimathafen
DDG-171 Hatakaze (はたかぜ) MHI, Nagasaki 20. Mai 1983 9. November 1984 27. März 1986 Yokosuka
DDG-172 Shimakaze (しまかぜ) 13. Januar 1985 30. Januar 1987 23. März 1988 Maizuru

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rumpf und Antrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rumpf eines Zerstörers der Hatakaze-Klasse ist 150 Meter lang, 16,4 Meter breit und hat bei einer maximalen Verdrängung von 5.500 Tonnen einen Tiefgang von 4,8 Metern. Der Antrieb erfolgt durch vier Gasturbinen – zwei Kawasaki Spey SM1A für die Marschfahrt und zwei Rolls-Royce Olympus TM3B für Hochgeschwindigkeitfahrten. Diese wirken auf zwei Wellen mit einer Gesamtleistung von 72.000 Wellen-PS.

Am Heck befindet sich ein Hubschrauberlandeplatz, jedoch sind die Schiffe nicht mit einem Hangar zur permanenten Stationierung eines Helikopters ausgestattet.

Bewaffnung und Elektronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptbewaffnung besteht aus einem am Bug montierten Mk.13-Starter für Standard-Missile-Flugabwehrraketen (bei der Indienststellung wurden noch RIM-24 Tartar eingesetzt) und einem Mk.112-Starter für Anti-U-Boot-Raketen RUR-5 ASROC. Dieser befindet zusammen mit einem der beiden Mark-42-Geschütz vor der Brücke. Das zweite Geschütz befindet achtern hinter den Aufbauten. Komplettiert wird die Bewaffnung durch zwei Vierfachstarter für RGM-84-Harpoon-Seezielflugkörper, je ein an der Seite befindliches schwenkbares Dreifachtorpedorohr sowie zwei Phalanx-Nahbereichsabwehrsysteme.

Zur Luftraumüberwachung wird ein 3D-Radar vom Typ SPS-52C verwendet, das sich auf dem Gittermast befindet. Vor diesem befinden sich oberhalb der Brücke zwei Feuerleitradare vom Typ SPG-51C und auf dem achterlichen Deckshaus ein Seeaufklärungsradar vom Typ OPS-28B.

Zur Ablenkung anfliegender Flugkörper befinden sich auch zwei Düppelwerfer an Bord.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hatakaze-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien