Hawker P.1072

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Hawker P.1072
f2
Typ: Experimentalflugzeug
Entwurfsland:

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

Hersteller:

Hawker Aircraft

Erstflug: 20. November 1950
Stückzahl: 1 (Umbau einer P.1040)

Die Hawker P.1072 war ein britisches Experimentalflugzeug, das von Hawker Aircraft als Testflugzeug für das Armstrong Siddeley-Snarler-Raketentriebwerk gebaut wurde.

Konstruktion und Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Hawker an einem neuen Kampfflugzeug unter der internen Bezeichnung P.1040, daraus entstand später die Hawker Sea Hawk. Armstrong Siddeley hatte im Jahr 1946 damit begonnen, einen Flüssigbrennstoff-Raketenmotor für das Ministerium für Versorgung (Ministry of Supply) zu entwickeln, das als zusätzliche Schubquelle für Kampfflugzeuge mit Düsentriebwerk dienen sollte. Um die Machbarkeit raketengetriebenen Kampfflugzeugen zu untersuchen, wurde der ursprüngliche Sea Hawk Prototyp, VP401, als Testflugzeug verwendet. Aus dem Sea Hawk wurde daher die P.1072, die zusätzlich zu ihren normalen Rolls-Royce Nene Düsentriebwerken den Armstrong Siddeley Snarler Raketenmotor eingebaut hatte. Die P.1040/ Hawker Sea HawkPrototyp hatte einen geteilten Triebwerksauslass an den Seitenflanken des Hecks, so dass Raum im Schwanz frei blieb für die Montage des Raketentriebwerks. Der Snarler Raketenmotor wurde mittels Pumpe anstatt durch Druckbeaufschlagung der Kraftstoffbehälter mit Treibstoff versorgt. Der Einbau des Raketenmotors machte erhebliche Verstärkung des Rumpfes sowie die vollständige Überarbeitung der pneumatische und Kraftstoff-Systeme nötig. Die Düsentreibstoff Kapazität wurde von 395 gal (1796 l) auf 175 gal (796 l) reduziert und zwei Tanks für Raketentreibstoff wurden installiert. Der zylindrische Tank für flüssigen Sauerstoff im vorderen Rumpf hatte eine Kapazität von 75 Gallonen (341 l) und der Wasser-Methanol-Tank im hinteren Rumpf hatte eine Kapazität von 120 Gallonen (545 l). Externe Unterschiede wurden auf eine leichte Wölbung im hinteren Rumpf unter dem Ruder und einer Verkleidung auf der unteren Mittellinie des Rumpfes begrenzt, Diese deckten die Verrohrung zwischen den Tanks und dem Raketenmotor im Heck ab. Das Rolls-Royce Nene wurde für die Überführungsflüge und für Start und Steigflug verwendet. Der Snarler Raketenmotor wurde erstmals im Flug am 20. November 1950 verwendet. Es wurden sechs Flüge mit dem Raketenmotor gemacht, bevor eine kleine Explosion das Flugzeug leicht beschädigte. Bald danach beschloss die britische Regierung, dass Turbojets mit Nachbrenner besser geeignet seien für die gewünschten Anforderungen, als Raketentriebwerke.

Spezifikationen (P.1072)[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Besatzung: 1
  • Länge: 37 ft 7 Zoll (11,46 m)
  • Spannweite: 36 ft 6 Zoll (11,13 m)
  • Höhe: 8 ft 9 in (2,67 m)
  • Flügelfläche: 264,7 ft² (24,6 m²)
  • Leergewicht: 11.050 £ (ca. 5.000 kg.)
  • Gewicht: 14.500 £ ()
  • Antrieb: 1 × Rolls-Royce Nene 103 Turbojet, 5.180 lbf (23,1 kN)
  • Antrieb: 1 × Armstrong Siddeley ASSn.1 Knurrer Rakete, 2.000 lbf (8,9 kN)
  • Maximale Geschwindigkeit 553 mph (890 km / h)
  • Reisegeschwindigkeit 447 mph (720 km / h)
  • Reichweite: 350 Meilen (560 km)
  • Dienstgipfelhöhe: 44.500 ft ()
  • Steigrate: 5.000 ft / min (25 m / s)
  • Tragflächenbelastung: 53 £ / ft² (258 kg / m²)
  • Schub / Gewicht (jet): 0,51
  • Raketenbrenndauer: 2 Minuten 45 Sekunden

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hannah, Donald. Hawker FlyPast Reference Library. Stamford, Lincolnshire, UK: Key Publishing Ltd., 1982. ISBN 0-946219-01-X.
  • Derek N. James: Hawker (= An Aircraft Album. No. 5). Arco Publishing Company, New York NY 1973, ISBN 0-668-02699-5 (First published in the UK by Ian Allan in 1972).
  • Mason, Francis K. Hawker Aircraft since 1920. London: Putnam, 1991. ISBN 0-85177-839-9 (reprinted as ISBN 1-55750-351-6.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. British Aircraft Verzeichnis