Hedysarum coronarium

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Hedysarum coronarium

Italienischer Süßklees (Hedysarum coronarium)

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Hedysareae
Gattung: Süßklee (Hedysarum)
Art: Hedysarum coronarium
Wissenschaftlicher Name
Hedysarum coronarium
L.

Hedysarum coronarium, auch Spanische Esparsette, Französischer Süßklee, Italienischer Süßklee, Hahnenkopf, Sulla oder Kronen-Süßklee genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Süßklee (Hedysarum) innerhalb Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration aus Favourite flowers of garden and greenhouse, Tafel 68
Spanische Esparsette (Hedysarum coronarium)
Habitus, gefiederte Laubblätter und Blütenstände
Spanische Esparsette als Feld angebaut

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Hedysarum coronarium handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze mit Wuchshöhen von 30 bis 150 Zentimetern.[1] Sie bildet eine Pfahlwurzel und ist trockenresistent.

Die bis zu 15 Zentimeter langen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die unpaarig gefiederte Blattspreite enthält fünf bis elf Fiederblättern. Die Fiederblättchen sind bei einer Länge von 1,5 bis 4 Zentimetern sowie einer Breite von 0,8 bis 2 Zentimetern elliptisch, oval oder verkehrt-eiförmig; die Endfieder etwas größer als die Seitenfiedern. Die glänzende Oberseite der Blättchen ist glatt, die Unterseite und der Blattrand sind dicht anliegend behaart.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütezeit reicht von April bis Juni.[2] Auf einem 5 bis 15 Zentimeter langen Blütenstandsschaft steht der Blütenstand, der bis zu 40 Blüten enthält. Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist dicht behaart mit 5 bewimperten Zähnen. Er ist 5 bis 8 Millimeter lang.[3] Die Blütenkrone hat die Form einer Schmetterlingsblüte und ist weinrot bis purpurfarben, sehr selten findet man eine Albinoform mit weißen Kronblättern. Die Fahne ist 15 bis 20 Millimeter lang und ausgerandet.[3]

Die bei Reife braune Gliederhülse besitzt ein bis vier, durch Einschnürung deutlich voneinander abgetrennten Segmente. In den Segmenten findet sich jeweils ein einzelner Samen. Der dunkle Samen ist rundlich und seitlich abgeflacht.[4]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.[5]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heimat des Kronen-Süßklees sind der Maghreb und Spanien[6] Der Kronen-Süßklee wird in Südeuropa, Australien, Indien, Brasilien und Neuseeland[7] angebaut.

Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Hedysarum coronarium erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 750.[8][9]

Honig der Spanischen Esparsette

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spanische Esparsette wird hauptsächlich als Futterpflanze angebaut.[7] Manchmal wird sie als Zierpflanze in Gärten kultiviert. Die Art wurde von Christopher Rostius 1610 in Lund als Heijdisarum hispanicum, spanisch klee und 1715 von Johannes von Muralt in Zürich als Zierpflanze gehalten.[10] In Italien dient die Spanische Esparsette als Bienenweide.[11] In Neuseeland dient die Spanische Esparsette als Erosionsschutz und zur Bepflanzung von Straßenrändern[7].

In früheren Zeiten wurde sie angeblich auch als Gemüse (Eiweißquelle) verwendet, z. B. in der Toskana[12].

In der Basilicata wird auch Honig aus Sulla (miele di sulla) verkauft.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • B. H. Choi, H. Ohashi: Generic criteria and an infrageneric system for Hedysarum and related genera (Papilionoideae-Leguminosae). In: Taxon, Volume 52, 2003, S. 567–576.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ecocrop: Hedysarum coronarium bei ecocrop.fao.org. (englisch, abgerufen am 14. Juni 2010)
  2. Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-10742-3. S. 214.
  3. a b Datenblatt bei Flora Vascular.
  4. Bernd Kendzior: Die wild wachsenden Fabaceae der maltesischen Inseln. (PDF, Online)
  5. Hedysarum coronarium bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis.
  6. Hedysarum coronarium im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 30. Juli 2021.
  7. a b c G. Moore, P. Sanford, T. Wiley, 2006: Perennial pastures for Western Australia. Department of Agriculture and Food Western Australia. Bulletin 4690, Perth. (PDF, Online) (Memento des Originals vom 20. März 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.agric.wa.gov.au
  8. Carl von Linné: Species Plantarum, Tomus II, 1753, S. 750.eingescannt bei botanicus.org.
  9. Hedysarum coronarium bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 30. Juli 2021
  10. Gustav Hegi, Helmut Gams: Familie Leguminosae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, Band IV, Teil 3, Seite 1485. Verlag Carl Hanser, München 1964.
  11. R. Hegnauer: Chemotaxonomie der Pflanzen, Band 11b-1: Leguminosae, Teil 2, Birkhäuser Verlag, 1996, ISBN 978-3764351656, S. 7.
  12. Arche Noah Sortenhandbuch 2009/10, Arche Noah, Schiltern, NÖ, S. 191.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hedysarum coronarium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien