Hülsenfrucht

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Logo der Welternährungsorganisation der UNO (FAO) zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte 2016
Hülsenfrucht der Robinie

Die Hülsenfrucht ist der Fruchttyp, der den Hülsenfrüchtlern (Fabaceae oder Leguminosae) eigen ist. Sie ist eine Streufrucht, die nur aus einem Fruchtblatt besteht und sich bei der Reife sowohl an der Bauchnaht als auch an der Rückennaht öffnet.[1]

Hülsenfrucht der Erbse
reife Hülsenfrüchte der Ackerbohne

Im Laufe der Stammesgeschichte haben sich innerhalb der Hülsenfrüchtler mehrfach aus Hülsen Schließfrüchte entwickelt, wie etwa bei der Tamarinde, der Frucht des Tamarindenbaums (Tamarindus indica), oder beim Klee (Trifolium).

Die Hülse sieht der Schote ähnlich, ist aber durch das Fehlen einer Scheidewand im Inneren leicht von dieser zu unterscheiden. Standardsprachlich werden die Hülsen von Bohnen, Erbsen und weiteren Hülsenfrüchtlern entgegen der botanischen Klassifikation als „Schoten“ bezeichnet.

Das Jahr 2016 ist von der Welternährungs-Organisation der Vereinten Nationen (FAO) unter dem Motto Saatgut zum Essen für eine nachhaltige Zukunft (nutritius seeds for a sustainable future) als 'Internationales Jahr der Hülsenfrüchte' (International Year of Pulses) deklariert.[2]

Hülsenfrüchte in der menschlichen Ernährung[Bearbeiten]

Aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes und wegen möglicher großer Erträge auf kleinen Flächen sind Früchte und Samen der Hülsenfrüchte weltweit ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung. Insbesondere bei fleischarmer, vegetarischer und veganer Kost sind sie praktisch unverzichtbar.

Aufgrund ihres durch die komplexen Kohlenhydrate niedrigen glykämischen Indexes können Hülsenfrüchte einen Beitrag zur Prävention des Diabetes mellitus bieten.

Häufig in den Küchen weltweit zu finden sind u. a.

Der Genuss von Hülsenfrüchten steht im Ruf, Blähungen zu erzeugen, da sie die Zuckermoleküle Rhamnose, Raffinose und Stachyose enthalten, die im Dünndarm nicht verwertet werden können und erst im Dickdarm durch die Bakterien der Darmflora zersetzt werden.

Hülsenfrüchte in der Landwirtschaft und als Futterpflanze[Bearbeiten]

Hauptartikel: Gründüngung

Aufgrund der Eigenschaft, Stickstoff aus der Luft zu binden und wegen ihres hohen Eiweißgehaltes sind Hülsenfrüchte wichtige Pflanzen für Landwirtschaft und Viehhaltung:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hülsenfrüchte im botanischen Sinne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Hülsenfrüchte als Nutzpflanzen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Franke: Nutzpflanzenkunde. Thieme, Stuttgart, New York, 1985, ISBN 3-13-530403-5, S. 52.
  2. fao.org: International Year of Pulses 2016