Heiko Wommelsdorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Heiko Wommelsdorf (* 17. April 1982 in Bremen) ist ein deutscher Klanginstallations-Künstler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heiko Wommelsdorf ließ sich zunächst von 2002 bis 2005 an der Eckener-Schule Flensburg als staatlich anerkannter Holzbildhauer ausbilden, ehe er 2006 an der Muthesius Kunsthochschule Kiel den Studiengang „Freie Kunst“ aufnahm. Dort absolvierte er von 2006 bis 2007 ein Grundstudium bei B.K.H. Gutmann und anschließend von 2007 bis 2009 den Studiengang Medienkunst/Kunst mit Medien bei Thorsten Goldberg und bei dem Komponisten und Installationskünstler Arnold Dreyblatt. Abschluss mit dem Bachelor Of Fine Arts.

Von 2009 an studierte er an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig Klangskulptur und Klanginstallation bei Ulrich Eller. Dieses Studium beendete er 2011 mit Diplom mit Auszeichnung. 2012 bekam er den Meisterschülerbrief von Ulrich Eller.

Heiko Wommelsdorf lebt in Hamburg.

Künstlerische Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 arbeitet Wommelsdorf an Raumkonzepten und -kompositionen, bei denen er sich des Prinzips des Phasings bedient. Diese Kompositionstechnik hat ihren Ursprung in den 1970er Jahren bei den Arbeiten des amerikanischen Komponisten Steve Reich, einem Zeitgenossen von John Cage und Wegbereiter der Minimal Music.

Wommelsdorfs Installationen sind extrem materialreduziert und fügen der reinen Akustik visuelle Komponenten hinzu. Die Rezeption seiner Komposition erfolgt ebenso über das Sehen und das Begehen wie über das Hören. Er konzentriert sich dabei auf Klangphänomene aus dem Alltag und benutzt alltägliche Gebrauchsgegenstände dafür wie Plastikeimer, TV-Geräte, Lüftungsschächte, Leuchtstoffröhren, Gegensprechanlagen oder Babyphone. So entstehen durch das Zusammenwirken von Klang und Objekt, Raum und Licht sinnfällige optisch-akustische Klang-Raum-Skulpturen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2022 NEUSTART KULTUR Stipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn
  • 2021–22 Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn[1]
  • 2020 Projektstipendium der Dorit und Alexander Otto Stiftung
  • 2020 Residenzprojekt Dialogfelder, Klub Solitaer e.V., Chemnitz
  • 2020 Atelierstipendium Künstlerhäuser Worpswede
  • 2017–2018 BS Projects, Stipendium des Landes Niedersachsen an der HBK Braunschweig
  • 2015–2016 Stipendium der HAP-Grieshaber-Stiftung, Reutlingen
  • 2015 Ausstellungsförderung der Stiftung Kunstfonds, Bonn
  • 2014 Ehrenpreis der Muthesius Gesellschaft
  • 2014 Aufenthaltsstipendium des Schleswig-Holsteinischen Künstlerhauses Eckernförde
  • 2012–2013 Aufenthaltsstipendium des Landkreises Gifhorn im Künstlerhaus Meinersen
  • 2011 Aufenthaltsstipendium des Landes Schleswig-Holstein im Künstlerhaus Lauenburg

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schallleistungspegel Wolfenbüttel-Zentrum, Kunstverein Wolfenbüttel e.V., Flyeralarm, Würzburg 2021
  • Schallleistungspegel Hamburg-Bahrenfeld, Heiko Wommelsdorf, Flyeralarm, Würzburg 2021
  • Schallleistungspegel Chemnitz-Sonnenberg, Klub Solitaer e.V., Flyeralarm, Würzburg 2020
  • Wommelsdorf und Schulz zum Quadrat, Städtische Galerie KUBUS, Landeshauptstadt Hannover, Laserline Druckzentrum, Berlin 2019
  • Thermohygrograph – Institutionelle Störungen, Heiko Wommelsdorf, Laserline Druckzentrum, Berlin 2018
  • Heiko Wommelsdorf – Multifunktions-Kabel, Ele Hermel / Galerie Mitte, Kubo-Verlag, Bremen 2017
  • Heiko Wommelsdorf – Räume, Sparkassenkulturstiftung Stormarn, Gudberg Nerger GmbH, Hamburg 2017
  • Heiko Wommelsdorf – Atelier, Städtisches Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen, Kehrer Verlag, Heidelberg, 2016
  • Heiko Wommelsdorf – Vor Ort, Kunstraum Tosterglope e.V., BAR M, 2015
  • Verfehlte Schöpfung #3, P/ARTIKEL, Gudberg GmbH & Co. KG, 2014
  • Heiko Wommelsdorf – Zugezogen, Hallenbad – Kultur am Schachtweg, 2013
  • Heiko Wommelsdorf – 2007–2012, Heiko Wommelsdorf, Laserline Druckzentrum, 2013
  • 100 Lochstreifen (inkl. Audio-CD), Heiko Wommelsdorf, Laserline Druckzentrum, 2013
  • Heiko Wommelsdorf / Klanginstallationen, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, DZA, Altenburg, 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stiftung Kunstfonds - Förderungen/Preise - Stipendiaten und geförderte Projekte - Arbeitsstipendien. Abgerufen am 25. April 2021.