Hochschule der Bildenden Künste Saar

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Hochschule der Bildenden Künste Saar
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Gründung 1989
Trägerschaft staatlich
Ort Saarbrücken
Bundesland SaarlandSaarland Saarland
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Rektor Gabriele Langendorf
Studierende 409 (WS 2013/14)
Mitarbeiter 53
davon Professoren 16
Website www.hbksaar.de

Die Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken (HBKsaar) ist die einzige Kunsthochschule des Saarlandes. Sie wurde 1989 gegründet und ging aus der 1924 gegründeten Staatlichen Schule für Kunst und Kunstgewerbe und der ab 1946 bestehenden Schule für Kunst und Handwerk hervor. 1971 bis 1989 war sie mit der heutigen Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes zur Fachhochschule des Saarlandes zusammengeschlossen.

Das Bildungskonzept ist projektorientiert und interdisziplinär angelegt. Der Unterricht findet weitgehend als Atelier- und Projektarbeit mit integrierten Fach- und Theorieangeboten statt. Die auf Flexibilität setzende Bildungsstruktur sieht daher eine hohe Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Studiengängen und eigenständiges Arbeiten vor.

Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Hochschule werden folgende Studiengänge angeboten:

Masterstudiengänge

Neben den Masterstudiengängen Freie Kunst, Kommunikationsdesign, Produktdesign und Media Art & Design werden an der Hochschule der Bildenden Künste Saar fünf weitere, spezialisierte Masterstudiengänge angeboten. Diese spezialisierten Masterstudiengänge – Kuratieren, Museumspädagogik, Netzkultur/Designtheorie, Public Art/Public Design – sind eng vernetzt mit dem regulären Lehrangebot der Hochschule und akzentuieren in ihrer Schwerpunktsetzung besondere berufsqualifizierende Aspekte.

Abschlüsse und Regelstudienzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als ersten berufsqualifizierenden Abschluss verleiht die HBKsaar in einem Bachelorstudiengang den Grad Bachelor of Arts, in einem Diplomstudiengang den Grad Diplom. Nachfolgend kann in einem Masterstudiengang der Grad Master of Arts erlangt werden. Die Studiengänge Kunsterziehung schließen mit der Ersten Staatsprüfung ab. Die Regelstudienzeit in einem Bachelorstudiengang beträgt acht Semester, in einem Diplomstudiengang zehn Semester und umfasst das Grundstudium (vier Semester) und das Hauptstudium. Die Regelstudienzeit für das Studium Kunsterziehung für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen sowie für berufliche Schulen beträgt zehn Semester, für das Lehramt an Real- und Gesamtschulen und Haupt- und Gesamtschulen acht Semester.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptgebäude
Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Laboratoriumsgebäude

Das Hauptgebäude der Kunsthochschule, ein historischer Barockbau, in dem ursprünglich ein Waisenhaus und später Klassenräume für das benachbarte Ludwigsgymnasium untergebracht waren, befindet sich zusammen mit dahinter liegenden Pavillonbauten hinter der Ludwigskirche im Zentrum Saarbrückens. Hier sind neben Rektorat und Verwaltung die Bibliothek und Mediathek, das Archiv, Atelier- und Seminarräume, mechanische Werkstätten, ein Fotolabor sowie eine Cafeteria untergebracht. Am nahen „Tummelplatz“ steht der Hochschule ein Druckzentrum zur Verfügung. Das sogenannte E-Haus, ein weiteres benachbartes ehemaliges Schulgebäude, beherbergt Atelierräume sowie die Foto-, Ton- und Videostudios der Hochschule.

Zusätzliche Flächen nutzt die HBKsaar in Völklingen auf dem Gelände eines ehemaligen Stahlhüttenwerkes, der Völklinger Hütte, das seit 1994 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Hier sind seit 1989 die Ateliers für Plastik und Bildhauerei mit verschiedenen Werkstätten untergebracht. Seit der vollständigen Sanierung der Räumlichkeiten Ende 2003 stehen dort weitere Ateliers, Werk- und Projekträume für Gastdozenten sowie für Seminare, Workshops und Ausstellungen der Hochschule zur Verfügung. Der Standort Völklingen wird zudem als Entwicklungszentrum für interdisziplinäre Projekte ausgebaut und ist Standort des S_A_R Projektbüros.[1]

Der Hochschule angegliedert ist das Institut für aktuelle Kunst im Saarland am Standort Saarlouis. Aufgabe des Institutes ist die Förderung von Künstlerinnen und Künstlern ebenso wie die Vermittlung von Kunst. Dazu sammelt und archiviert das Institut Daten über Künstlerinnen, Künstler und das Kunstgeschehen im Saarland. Das aufbereitete Informationsmaterial wird vom Institut über unterschiedliche Medien zur Verfügung gestellt. Neben der Publikationstätigkeit über Printmedien geschieht dies über Ausstellungen, Vorträge, Gespräche, kunstpädagogische Projekte, interdisziplinäre Workshops und Symposien. Darüber hinaus konzipiert, betreut und dokumentiert das Institut künstlerische Wettbewerbe. Besondere Schwerpunkte legt das Institut auf die Erarbeitung von Werkverzeichnissen von Künstlerinnen und Künstlern sowie die Inventarisierung von Kunstwerken im öffentlichen Raum, die nach 1945 im Saarland entstanden sind.[2][3][4]

Rektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Professoren an der HBKsaar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Alumni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hochschule der Bildenden Künste Saar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://sites.google.com/a/hbksaar.de/sar/
  2. Michael Jähne: 20 Jahre Institut für aktuelle Kunst, in: Offenes Netzwerk, 20 Jahre Laboratorium, Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Réseau ouvert, les 20 ans du Laboratorium, Institut d´art contemporain en Sarre, hrsg. v. Jo Enzweiler, Übertragung ins Französische durch Anne-Marie Werner, Saarbrücken 2013, S. 20–25.
  3. Offenes Netzwerk, 20 Jahre Laboratorium, Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Réseau ouvert, les 20 ans du Laboratorium, Institut d´art contemporain en Sarre, hrsg. v. Jo Enzweiler, Übertragung ins Französische durch Anne-Marie Werner, Saarbrücken 2013.
  4. http://www.institut-aktuelle-kunst.de/, abgerufen am 24. September 2015.
  5. Kirsten Lehnert, Nicola Kleinecke: Leuchtender Vorbote der Niedersächsischen Landesausstellung / Premiere der Lichtinstallation „Farbdepesche“ am Landesmuseum Hannover, Pressemitteilung vom 15. Januar 2014 (2 Seiten DIN A4), Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
  6. HBK Saar, URL Archivlink (Memento des Originals vom 25. Juli 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hbksaar.de 25. Juli 2015

Koordinaten: 49° 13′ 57,7″ N, 6° 59′ 6,7″ O