Heinrich (Braunschweig-Dannenberg)

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Heinrich und seine Gemahlin Ursula auf einem 1584 gedruckten Stammbaum.

Heinrich, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg (* 1533; † 1598) war von 1559 bis 1569 Fürst von Lüneburg sowie von 1569 bis 1598 Inhaber der Herrschaft Dannenberg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer 10-jährigen gemeinsamen Herrschaft mit seinem Bruder Wilhelm dem Jüngeren heiratete Heinrich entgegen getroffenen Absprachen Ursula von Sachsen-Lauenburg, Tochter von Franz I. Seine Forderung nach Teilung des Fürstentums konnte er jedoch nicht durchsetzen, sondern bekam als Abfindung für seinen Verzicht auf die Regierungsbeteiligung im Fürstentum Lüneburg die Herrschaft in Dannenberg zugesprochen. Heinrich führte den zwar den Titel eines Fürsten, jedoch lag die Vertretung nach außen weiterhin beim Fürstentum Lüneburg, so dass nicht von einem souveränen Herrschaftsbereich gesprochen werden kann. Zusätzlich erhielt Heinrich eine jährliche Zahlung von 500 Talern und einmalig 4000 Talern. Außerdem ließ er sich zusichern, dass bei einem Aussterben der Wolfenbüttler Linie des Welfenhauses ausschließlich seine Nachkommen erbberechtigt seien.

Heinrich unterzeichnete die Konkordienformel von 1577 und das Konkordienbuch von 1580.[1]

Als 1635 der Herzog aus dieser Linie erbenlos starb, wurde Heinrichs Sohn August Begründer des neuen Hauses Braunschweig-Wolfenbüttel.

Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich war mit Ursula von Sachsen-Lauenburg vermählt und hatte mit ihr 7 Kinder:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christa Geckler: Die Celler Herzöge. Leben und Wirken 1371–1705. Georg Ströher, Celle 1986, ISBN 3-921744-05-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. BSLK, S. 16 und S. 763.
Vorgänger Amt Nachfolger
Franz Otto Herzog zu Braunschweig-Lüneburg
Fürst von Lüneburg

1559–1569
Wilhelm der Jüngere