Heinrich Neviandt

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Heinrich Neviandt (* 1. Oktober 1827 in Mettmann; † 6. April 1901 in Elberfeld) war Theologe und Mitbegründer des Bundes Freier evangelischer Gemeinden.

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Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Hilfsprediger in der Reformierten Gemeinde Elberfeld verzichtete Neviandt auf den kirchlichen Dienst aus Gewissensgründen. Nach einem halbjährigen Dienst als Reiseprediger des Evangelischen Brüdervereins wurde Neviandt 1855 als erster Prediger der Freien evangelischen Gemeinden Elberfeld-Barmen berufen. Sein ausgesprochener Allianz-Sinn schaffte ihm Sympathien weit über die eigene Gemeinde hinaus. 1870 wurde er als Nachfolger Grafes Vorsitzender des Evangelischen Brüdervereins und 1874 erster Präses des neu gegründeten Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland. Für die Frühzeit der Freien evangelischen Gemeinden kann er als der „bedeutendste Theologe“ (August Jung) angesehen werden.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Einheit aller Kinder Gottes ist vorhanden, nicht zu machen.
  • Christen sollen Salz, aber nicht Pfeffer sein.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berechtigte Gewissens-Ueberzeugung und unberechtigter Subjektivismus; in: Die freie Gemeinde Nr. 7, Bern 1883.
  • Die Gemeinde der Gläubigen im Alten und Neuen Testamente, ihre Beziehungen und ihre Unterschiede; in: Die freie Gemeinde Nr. 10, Bern 1889.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Schmitz: Heinrich Neviandt. Ein Lebensbild, Witten o. J. (1927).
  • Hartmut Weyel: Friedrich Heinrich Neviandt. Eine Erinnerung anlässlich seines 150.Geburtstages; in: Der Gärtner 40f/1977, Witten 1977, S. 631 ff.
  • August Jung: Das Erbe der Väter. Die „Wittener Richtung“ und die „Wuppertaler Richtung“ zwischen Dichtung und Wahrheit, Witten 2007.
  • Hartmut Weyel: Zukunft braucht Herkunft. Lebendige Portraits aus der Geschichte der Freien evangelischen Gemeinden, Band 5.5/1