Heinrich Repke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 7. Januar 2019 um 00:02 Uhr durch 77.165.249.184 (Diskussion). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Repkestraße in Werne

Heinrich Repke (* 31. März 1877 in Werne; † 25. Dezember 1962 in Wiedenbrück) war ein deutscher Kunstmaler und Vertreter der Wiedenbrücker Schule.

Leben

Bis 1895 machte er eine Lehre als Dekorationsmaler im Wiedenbrücker Atelier von Georg Goldkuhle. Im gleichen Atelier ließ er sich danach auch als Bildnismaler ausbilden, bevor er 1899 ein Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf begann. Er kehrte jedoch schon 1900 nach Wiedenbrück zurück, um dort begonnene Werke des inzwischen verstorbenen Georg Goldkuhle zu vollenden. 1907 machte er sich in Wiedenbrück mit einem Atelier für Kirchenmalerei selbständig.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden zwischen 1938 und 1943 insgesamt vier seiner Werke auf der Großen Deutschen Kunstausstellung ausgestellt.[1] Hierbei handelt es sich um ein Bauerngemälde und Stillleben. Das Bild Der weiße Truthahn wurde 1938 von Adolf Hitler für 750 Reichsmark (RM) gekauft.[2] Robert Ley erwarb 1942 das Stillleben Schläft ein Lied in allen Dingen für 3.000 RM.[3]

Auch Repkes Sohn Willi (* 1911, † 2009) wurde Kunstmaler und gilt als letzter Vertreter der Wiedenbrücker Schule.

In Rheda-Wiedenbrück und in Werne befindet sich heute jeweils eine Repkestraße.

Werke

Kopie des Bildes Die Frau aller Völker in Norzagaray, Philippinen; rechts unten die Signatur Heinr. Repke Wiedenbrück

Werke von Heinrich Repke befinden sich in zahlreichen Kirchen u. a. in:

  • Oldenzaal (NL), Plechelmus-Basilika
  • Denekamp (NL), Sankt Nikolauskirche
  • Lette (Oelde), Pfarrkirche St. Vitus, (Gemälde "Christus am Kreuz" und "Christus mit den Jüngern in Emmaus")
  • Brambauer (Lünen), Pfarrkirche Herz-Jesu, (Gemälde "Christus König") im linken Seitenschiff der Kirche

1951 malte er nach den heute umstrittenen Vorgaben der niederländischen Seherin Ida Peerdeman das Gnadenbild der Frau aller Völker, das gegenwärtig in Amsterdam in der Kapelle der Frau aller Völker hängt.[4][5]

Einzelnachweise

  1. GDK-Research: Große Deutsche Kunstausstellung. Trefferliste Heinrich Repke.
  2. Heinrich Repke: Der weiße Truthahn. Informationen und Abbildung auf GDK-Research.
  3. Heinrich Repke: Schläft ein Lied in allen Dingen. Informationen und Abbildung auf GDK-Research.
  4. de-vrouwe.info
  5. Manfred Hauke: Die Manifestationen der „Frau aller Völker“. Klärende Hinweise. In: Sedes Sapientiae. Mariologisches Jahrbuch 16 (2012) Bd. 2. S. 60–87.