Heinrich Scheffer

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Heinrich Scheffer

Heinrich Scheffer (* 6. Dezember 1808 in Kirchhain; † 9. Mai 1846 in Kassel) war ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheffer war Sohn des österreichischen Offiziers Carl Conrad Scheffer. Er studierte Rechtswissenschaft an der Philipps-Universität Marburg und gehörte 1825 zu den Stiftern des Corps Teutonia Marburg.[1][2] Als Philhellene zog er im selben Jahr in die Griechische Revolution. Nach unruhigen Wanderjahren und weiten Reisen kehrte er nach Kirchhain zurück. Dort schrieb er Novellen und Gedichte. 1832 nahm er am Hambacher Fest teil. Er schloss das Jurastudium nicht ab, promovierte aber an der Universität Jena zum Dr. phil.[3] Seit 1838 Bürgermeister seiner Heimatstadt, wurde er 1839 in die Kurhessische Ständeversammlung berufen. Im Rahmen des Prozesses gegen Sylvester Jordan wurde er 1843 wegen Hochverrats zu 10 Jahren Festungshaft und Amtsenthebung verurteilt.[4] Nach drei Jahren nahm er sich in der Haft das Leben.[5]

Er hinterließ seine Frau Julie Georgine und ein Kind.[3]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wanderjahre, 2 Bde. Marburg 1834. GoogleBooks
  • Bilder ohne Rahmen, 2 Teile. Marburg 1836.
  • Jeanne d´Arc vor Orléans. 1837.
  • Crayonskizzen. Marburg 1839.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 166, 12.
  2. Kirchhain
  3. a b Blaubuch des Corps Teutonia Marburg 1825 bis 2000, S. 11.
  4. Urtheil in der Untersuchungssache gegen den Bürgermeister Dr. Scheffer von Kirchhain ... wegen versuchten Hochverraths, beziehungsweise Beihilfe zu hochverrätherischen Unternehmungen und sonstiger Vergehen nebst den Entscheidungsgründen. Kassel, Marburg 1843
  5. Corpszeitung der Teutonia Marburg 1/1932, S. 25