Heinrich von der Haar

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Heinrich von der Haar 2006
Heinrich von der Haar signiert ein Exemplar seines Buches Mein Himmel brennt (2010).

Heinrich von der Haar (* 25. Juni 1948 in Hopsten-Staden im Münsterland) ist ein deutscher Soziologe, Kaufmann, Diplom-Handelslehrer, Schriftsteller und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich von der Haar wuchs als siebtes von elf Geschwistern in der Hopstener Bauerschaft Staden auf einem kleinen Bauernhof auf. Als Kind musste er körperlich arbeiten. Nach acht Jahren in einer katholischen Volksschule in Hopsten ging er auf die Handelsschule in Ibbenbüren. Nach einer Banklehre besuchte er das bischöfliche Overberg-Kolleg in Münster und erreichte auf dem Zweiten Bildungsweg das Abitur.[1]

Heinrich von der Haar, der seit 1971 in Berlin lebt, studierte dort und in Augsburg. Er schloss seine Studien als Diplom-Soziologe, Diplom-Kaufmann und als Diplom-Handelslehrer ab.[1] 1982 wurde er an der Technischen Universität Berlin zum Thema „Jugendarbeitslosigkeit und soziale Sicherung“ promoviert. [2] Als Berufsschullehrer unterrichtete er am Oberstufenzentrum (OSZ) Handel in Berlin-Kreuzberg. Er war als Studiendirektor für Politik sowie als Fachseminarleiter in der Lehrerausbildung beim Berliner Schulsenat tätig.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 2000 ist er als Schriftsteller tätig.

Sein Roman Mein Himmel brennt trägt autobiographische Züge.[3] In ihm beschreibt Heinrich von der Haar die Verhältnisse im Münsterland der 1950er Jahre.[4]

Sein zweiter Roman Der Idealist schildert den Zeitgeist der 1970er Jahre.[5] "Ein Buch des Scheiterns von Idealisten und auch des Platzens von Utopien"[6]

Er ist auch Verfasser sozialpädagogischer Fachbücher, davon einige zusammen mit seiner Frau Elke Stark-von der Haar.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: 1. Preis des Wettbewerbs von romansuche.de für Mein Himmel brennt[10]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane

Sachbücher

  • mit Elke von der Haar: Kinderarbeit in der Bundesrepublik und im Deutschen Reich. Eine Bestandsaufnahme über Ausmaß und Folgen der Beschäftigung von Kindern und über den gesetzlichen Kinderarbeitsschutz. Verlag Die Arbeitswelt, Berlin 1980, ISBN 3-88114-224-X.
  • Didaktik und Methode des Transparenteinsatzes. Kiehl, Ludwigshafen 1980, ISBN 3-470-70771-5.
  • mit Elke von der Haar: Jugendarbeitslosigkeit und soziale Sicherung. Eine Studie zur materiellen und sozialen Notlage arbeitsloser JugendlicherVerlag Die Arbeitswelt, Berlin 1982, ISBN 3-88114-302-5 – teilweise zugleich Heinrich von der Haars Dissertationsschrift.
  • Politische Meinungsbildung durch Massenmedien (Unterrichtseinheiten). Pad, Dortmund 1984, ISBN 3-88515-027-1.
  • mit Elke von der Haar: Keine Lehrstelle - was tun? Freitag-Verlag, Berlin 1984.
  • mit Elke von der Haar: Ausbildungskrise. Verlag Die Arbeitswelt, Berlin 1986, ISBN 3-88114-306-8.
  • als Mitverfasser: Leitfaden Jugendberatung Fortbildungsprojekt Jugendberatung. Ein Handbuch für die Praxis der Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Schule und Ausbildung. Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Berlin 1989, ISBN 3-9802082-0-6 (5. Auflage dort 1992, ISBN 3-9802082-4-9).
  • Kinderarbeit in Deutschland. Kulturmaschinen, Berlin 2010, ISBN 978-3-940274-26-7.

Herausgeberschaften

  • Dzieciństwo w Polsce, Dzieciństwo w Niemczech = Kindheit in Polen, Kindheit in Deutschland. Ramlow, Berlin 2015, ISBN 978-3-939385-08-0.

Rezensionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Selten hat mich ein Roman so stark eine Zeitepoche nacherleben lassen. (...) Ein Sittenbild der Fünfzigerjahre. Zitat zum Roman Mein Himmel brennt von Petra Nouns[11]

Über das Ringen um Ideale und Kompromisse, um Engagement und Aufstieg, um Wegwollen und Versöhnung mit seiner Herkunft - lesenswert! Zitat zum Roman Der Idealist von Peter Braune[12]

Anschaulich und mit vielen Dokumenten wird der Wandel der Kinderarbeit in Deutschland belegt. Die Stärke des Buches liegt in der Sichtweise, die Beschränkung und Veränderung der Kinderarbeit nicht auf einen Wandel der Moralvorstellungen zurückzuführen, sondern als Ergebnis veränderter ökonomischer und politischer Bedingungen aufzuzeigen. Zitat zum Sachbuch Kinderarbeit in Deutschland von Birgit Peuker[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heinrich von der Haar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Vita im Webauftritt Heinrich von der Haars; abgerufen am 29. Juli 2017
  2. vgl. Persönliche Webseite Heinrich von der Haars (Memento des Originals vom 28. Mai 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.heinrichvonderhaar.de
  3. Zeitreise in eine traurige Kindheit, Emsdettener Volkszeitung, 7. April 2011.
  4. Die Asche meiner Mutter aus dem Münsterland, 16. September 2010.
  5. Archivlink (Memento des Originals vom 28. Mai 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.heinrichvonderhaar.de, Münsterländische Volkszeitung, 26. April 2013.
  6. [1], Hans Bäck. Europa-Literaturkreis-Kapfenberg/Lesetipp
  7. vgl. Webseite der 42erAutoren
  8. vgl. Webseite von ver.di
  9. vgl. Webseite des Literatur-Kollegiums Brandenburg e. V.
  10. Der Gewinnerroman Mein Himmel brennt ist erschienen, romansuche.de 2010 (Memento des Originals vom 14. November 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.romansuche.de
  11. vgl. Webseite des Kulturmaschinen Verlags
  12. vgl. Webseite des Kulturmaschinen Verlags
  13. vgl. Webseite des Kulturmaschinen Verlags